Bewertung: 5
Mike Mendez

Gravedancers, The

Ruhe nicht in Frieden!

Inhalt

Nach der Beerdigung eines Freundes betrinken sich Harris (Dominic Purcell), Kira (Josie Maran) und Sid (Marcus Thomas) auf dem Friedhof und lassen sich durch einen Vers auf einer Trauerkarte dazu animieren, auf den Gräbern zu tanzen. Damit ziehen sie sich jedoch den Zorn dreier Geister zu, die den Gravedancers, den Grabtänzern, fortan das Leben zur Hölle machen.

Kritik

Zu Beginn hat mich dieser Film gelangweilt. In der ersten halben Stunde von "The Gravedancers" wird das kleine Einmaleins des Horrors lustlos runtergeleiert: Knacken in der Telefonleitung, knarrende Geräusche im Haus, Türen, die plötzlich ohne menschliches Zutun geschlossen oder offen sind, eine verschreckte Katze... gähn. Auch die Schnitte gefielen mir nicht. Mal ist kurz Tag, dann ein paar Sekunden Nacht; erst sind wir im Haus des Hauptcharakters Harris, dann unnötigerweise in seinem Büro.

Wenn ich allerdings schon betone, dass mich der Film zu Beginn gelangweilt hat, lässt sich bereits erahnen, dass sich der Eindruck später verbessert. So ist es in der Tat. Als die Geister richtig loslegen und unsere Gravedancers nicht nur wissen, was Sache ist, sondern auch erforschen, auf wessen Gräbern sie getanzt haben und wie sie ihre toten Stalker wieder loswerden können, wird es interessant. Es gefällt mir, dass wir ein bisschen was über die Hintergründe der Heimsucher erfahren und somit auch deren jeweilige Methoden verstehen, die wohlgemerkt mit der Zeit auch deutlich fieser werden als nur Spielereien mit der Tür oder dem Telefon.

Der große Showdown am Ende ist dann leider wieder misslungen, da der Regisseur eindeutig zu viel wollte und die Effekte unnötig gigantisch und protzig gestaltet hat, was unfreiwillig komisch wirkt. Die Größe macht's nicht immer, schon gar nicht in einem Horrorfilm, wo es auf Atmosphäre ankommt.

Fazit

Ein müder Beginn, ein guter Mittelteil und ein übertriebener Showdown machen "The Gravedancers" insgesamt zu einem soliden Horrorfilm für Zwischendurch.

Maret Hosemann - myFanbase
13.09.2008

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