Bewertung: 8
Zackary Adler

Mein Name ist Fish

"And with that, my friends... have a marvelous day in the Meadows."

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Inhalt

In einer kleinen Stadt namens Mud Meadows irgendwo in den Vereinigten Staaten ist Reed Fish (Jay Baruchel) die Stimme der Stadt. Er ist sowohl der Radio- als auch der TV-Moderator für die lokalen Medien, gemeinsam mit der Bürgermeisterin des Ortes Maureen (Katey Sagal). Sein erster Satz ist stets: "Mein Name ist Fish." Bei Streitfällen rufen die Bewohner einfach beim Radio an und Reed schafft es stets alles diplomatisch zu regeln. Damit steht er in der Tradition seines Vater, der bis zu seinem Unfalltod diesen Posten inne hatte. Ein Problem für Reed, weil ihn alle mit seinem Vater vergleichen, was ihm nun gar nicht recht ist.

Dann ist da noch das andere große Ereignis: Reed steht unmittelbar vor seiner Hochzeit mit Kate Peterson (Alexis Bledel), der Tochter des reichsten Unternehmers der Stadt. Allerdings scheinen ihn die Hochzeitsplanungen nicht wirklich zu interessieren und damit das Fass voll ist, trifft er auch noch eine alte Schulfreundin wieder, Jill (Schuyler Fisk)...

Kritik

Was sich zunächst nach einer romantischen Komödie und Dreiecksbeziehung mit vorhersehbarem Ausgang anhört, entpuppt sich als etwas völlig anderes und auch das Ende ist nicht so vorauszusehen wie man zwischendurch denkt. Ganz bewusst wird der Zuschauer an einigen Stellen immer wieder in die Irre geführt, was das Finale umso besser macht. Mehr wird aber nicht verraten...

Der ganze Film wird aus der Perspektive von Reed Fish erzählt, der in einer Lebenskrise steckt und lernen muss, was er wirklich will. Und dazu gehört es auch, dass er nicht versucht, die Erwartungen von ganz Mud Meadows zu erfüllen, sondern zu schauen, was ihm selbst wirklich wichtig ist. Dies ist auch sicherlich die Botschaft des Films an die Zuschauer: dass man sich selbst treu bleiben sollte.

Alle anderen Darsteller sind mehr oder weniger dazu da, Reed Fish und der Entwicklung der Geschichte zuzuarbeiten. So sieht man Alexis Bledel nicht so häufig wie man vielleicht (vor allem als "Gilmore Girls"-Fan) hofft, vor allem da sie auch auf dem Cover zu sehen ist und auch damit geworben wird, dass sie eine Hauptrolle hat. Dies ist sicherlich der Popularität von Bledel zuzuordnen, zumal "Mein Name ist Fish" ein Independentfilm ist und mit wenig Geld auskommen musste. Schön ist es, dass Bledel mal zeigen kann, was sie noch an schauspielerischen Qualitäten zu bieten hat.

Eine andere, von einer früheren Serie bekannte Darstellerin ist Katey Sagal, die Peggy Bundy aus "Eine schrecklich nette Familie", die man erst auf den zweiten Blick erkennt - umso mehr aber zeigt Sagal, wie wandlungsfähig sie als Schauspielerin ist. Bei Schuyler Fisk als Jill kommt zu ihrer überzeugenden Darstellung ihre tolle Stimme hinzu. Sie singt im Film selber und hat auch die Lieder wirklich selbst komponiert. Jay Baruchel hatte als Reed selber die größte Rolle und musste sehr viel Text lernen. Man kauft ihm auch wirklich den dynamischen Anfang 20-jährigen ab, der seine Heimatstadt liebt, aber noch zu sich selbst finden muss.

Die Charaktere der Kleinstadt sind, mit ihrem zum Teil skurrilen Verhalten, schön gezeichnet. Vor allem wird keiner als böse dargestellt und keiner wird vorgeführt, sondern jeder wird mit seinen Eigenheiten akzeptiert wie er ist. Wenn da nicht eine gewisse Moral drin enthalten ist...

Fazit

Sehenswert!

Miriam Ahrenholz - myFanbase
29.07.2008

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