Bewertung: 9
Stephen Norrington

Blade

"Die Menschen, sie sind wie Vieh. Fleischstücke. Was spielt es denn für eine Rolle, wie ihre Welt zu Ende geht? Durch Seuchen, Kriege, Hungersnöte - die Frage nach der Moral stellt sich doch gar nicht. Es ist das Gesetz der natürlichen Auslese, dem wir folgen. Wir sind die neue Rasse."

Inhalt

Blade ist ein Daywalker, der Einzige, den es gibt. Er ist halb Mensch, halb Vampir, da seine Mutter während der Schwangerschaft von einem Vampir gebissen wurde. Er hat die Stärken der Vampire, wie die Unverwundbarkeit und die Stärke. Doch ihm macht Tageslicht nichts aus, genau wie Silber und Knoblauch, wodurch er nicht ihre Schwächen hat, abgesehen vom Blutdurst, den Blade durch ein Serum unterdrückt. Nach dem Tod seiner Mutter lebte Eric Brooks, wie Blade eigentlich heißt, auf der Straße. Erst während der Pubertät kam auch der Durst nach Blut. So fand ihn eines Tages Whistler, der es sich zur Lebensaufgabe gemacht hat, Vampire zu töten, da die auch seine Familie auf dem Gewissen haben. So jagt Blade gemeinsam mit Whistler Vampire.

Während einer solchen Jagd traf er auf Dr. Karen Jenson, die gebissen wurde. Blade hat Mitleid mit ihr und statt sie zu töten, damit sie sich nicht verwandelt, nimmt er sie mit zu sich nach Hause. Von da an versucht sie ihm dabei zu helfen, Vampire zu jagen, beschränkt sich dann jedoch mehr darauf, ein Serum für Blade und Vampire zu entwickeln.

Blade jagt nicht einfach nur drauf los, sondern er will die wichtigen und einflussreichen Vampire zur Strecke bringen. Einer von ihnen ist Deacon Frost. Frost wurde gebissen, was ihn bei den Reinblütern, die von Geburt aus Vampire sind, zu einem Außenseiter macht. Deacon Frost will jedoch die Herrschaft über die Vampire und somit auch über die Menschen an sich reißen, da er nicht länger versteckt und im Geheimen leben will. Er plant eine alte Gottheit wieder zu erwecken, die ihn unbesiegbar macht...

Kritik

Ich saß lange an diesem Einleitungssatz, da ich unbedingt wollte, dass er gut wird und somit dem Film auch gerecht wird. Ich war mir nicht sicher, ob ich mit etwas Positivem oder Negativem anfangen sollte, auch wenn es kaum etwas Negatives gibt. Da fallen mir nur zwei Dinge ein: Zum ersten die furchtbar geschnittene FSK-Fassung, die ganze elf Minuten kürzer ist als das Original, und zweitens, dass auf der DVD keine englische Tonspur enthalten ist. Doch abgesehen davon ist "Blade" ein super Film, bei dem alle Vampir- und Actionfans auf ihre Kosten kommen.

Die Geschichte ist zwar nicht außergewöhnlich originell, denn in vielen Filmen muss der Held die Bösewichte töten, bevor diese die Menschheit vernichten können. Doch im Genre der Vampirfilme bewegt sich "Blade" ganz oben auf der Liste der besten Filme. Theoretisch würden dafür schon die drei Punkte ausreichen, dass er spannend und ein wenig eklig ist (zumindest in der Version ohne Jugendfreigabe) und tolle Kampfszenen hat. Doch ebenfalls interessant in "Blade" ist die Freundschaft zwischen Blade und Whistler, der in gewisser Weise wie ein Vater für ihn ist. Außerdem gibt es diese gewisse Beziehung zwischen dem Daywalker und Karen Jenson. Es scheint, als würde sie etwas für ihn empfinden, auch wenn es nur daran liegt, dass er sie gerettet hat. Und Blade scheint sie auch zu mögen, auch wenn das möglicherweise nur deshalb so ist, weil sie ihn an seine Mutter erinnert.

Diese Beziehungen zwischen Whistler und Blade, sowie zwischen Karen und Blade, bringen die Schauspieler sehr gut rüber. Vor allem Kris Kristofferson hinterließ bei mir mit seiner Rolle als Whistler einen nachhaltigen Eindruck. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, wer mir in der Rolle des Blade besser gefällt. Wesley Snipes passt sehr gut zu dieser Rolle und er bringt Blade sehr gut rüber. Doch auch Kirk Jones, alias Sticky Fingaz, gefällt mir in der Rolle des Blade sehr gut, die er in der Serie "Blade - Die Jagd geht weiter" inne hatte. Ebenfalls unvergesslich aus den "Blade"-Filmen wird mir wohl Donal Logue bleiben, der den Vampir Quinn spielte, mit dem Blade aus Spaß immer ein wenig spielt und ihn auf die verschiedensten Methoden umzubringen versucht, auch wenn Blade weiß, dass er Quinn so nicht töten kann.

Neben den Darstellern war auch die Auswahl der Drehorte und Kulissen optimal. Der erste Teil baut schon einmal diese Dunkelheit und optische Bedrohlichkeit auf, sowie das Gegenstück dazu, die Helligkeit des Tages. Dieser krasse Unterschied ist im ersten Teil teilweise sehr extrem, erreicht im dritten Teil jedoch dann seinen Höhepunkt. Auch die Musik ist sehr gut und äußerst passend zu jeder Szene, auch wenn der Soundtrack an sich vielleicht nicht gerade jedermanns Geschmack ist.

Fazit

Ein sehr gelungener Film, den man sich immer und immer wieder anschauen kann. Zwar vielleicht nicht jeden Abend, und in der Version ohne Jugendfreigabe auch nicht während des Essens, aber sonst schon.

Vivien B. - myFanbase
23.02.2008

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