Bewertung: 8
Nick Hurran

It's a Boy Girl Thing

Was würdest du tun, wenn dein größter Feind in deinem Körper steckt... und du in seinem?

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Inhalt

Die aristokratische Streberin Nell (Samaire Armstrong) und der großmäulige Football-Star Woody (Kevin Zegers) sind ohne Frage die gegensätzlichsten Typen an der High School. Als Nachbarn aufgewachsen, kennen sie sich schon seit Ewigkeiten und pflegen mindestens genauso lang eine leidenschaftliche, tiefe Verachtung füreinander.

Umso größer ist der Schock für die beiden Streithähne, als sich ein Aztekengott den Spaß erlaubt, ihren Geist jeweils in den Körper des anderen zu verpflanzen. Doch schnell erkennen die Erzfeinde, dass dieser Rollentausch die einmalige Gelegenheit bietet, das Leben des anderen zu zerstören...

Kritik

Die Geschichte des Filmes bietet wahrlich nichts Neues auf seinem Gebiet. Aber im Gegensatz zu anderen Filmen dieses Genres trumpft dieser durch gute Schauspieler, sympathische Charaktere und einer sehr guten Komik auf, wodurch er sich von den Durchschnittsfilmen abhebt.

Die Geschichte des Filmes wird ziemlich schnell angegangen und schon am Anfang merkt man deutlich die Spannung zwischen den Charakteren. Auch entwickeln sich die Charaktere während des Filmes immer weiter und lernen Dinge, die sie für ihr späteres Leben bestimmt gebrauchen können.

Da hätten wir die am Anfang eher zurückhaltende und kluge Nell. Sie ist ein Charakter, mit dem man sich sehr gut identifizieren kann. Denn kluge Leute, die in ihrem Leben etwas erreichen wollen, stehen an Schulen nicht hoch im Kurs. Dafür ist die Rolle des übermütigen Schönlings Woody das genaue Gegenteil, so scheint es jedenfalls. Denn auch Woody ist ein Charakter, mit dem man sich identifizieren kann. Von außen strahlt er Selbstsicherheit aus, hat jedoch innen einen weichen, verletzlichen Kern. Er wird in eine Rolle hineingedrängt, die ihm wohl nicht gefällt, aber er versucht das beste daraus zu machen. Die Nebencharaktere sind leider etwas blass dargestellt, sodass sie keine Tiefe gewinnen, was jedoch nicht weiter stört, da der Fokus gezielt auf den beiden Hauptdarstellern liegt, deren Streiche zwar nicht originell, aber ungemein witzig sind. Und natürlich ist da ein Happy End vorprogrammiert, wenn auch anders als erwartet.

Am Drehbuch und der Regie gibt es nichts auszusetzen. Das Drehbuch ist gut durchdacht und man muss sich nicht ständig über Logikfehler beklagen, die zwar darin vorkommen können, aber dann wenigstens sehr gut versteckt sind. An letzten Stelle möchte ich noch auf den Soundtrack des Films zu sprechen kommen. Dem Liebhaber guter Soundtracks sei dieser sehr ans Herz gelegt. Mit Musikstücken von bekannten Künstlern wie den Scissor Sisters, Sugababes, Black Eyed Peas, Elton John, Ozzy Osbourne und James Blunt ist das Ohr jedes Musikliebhabers bestens bedient. Die Musik rundet diesen guten Film noch etwas ab und gibt ihm somit den letzen Schliff.

Fazit

Der Film bietet durchweg gute Unterhaltung und macht einfach Spaß!

Christoph Soboll - myFanbase
11.11.2007

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