Bewertung: 7
Michael Davis

Shoot 'Em Up

"Ich bin die Supernanny und ich bin gefährlich!"

Foto: Copyright: Warner Home Video Germany
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Inhalt

Ein geheimnisvoller Mann (Clive Owen), der sich selbst Mr. Smith nennt, wird Zeuge, wie mehrere bewaffnete Männer eine hochschwangere Frau (Ramona Pringle) verfolgen. Er schafft es, das Baby, einen Jungen, im Kugelhagel auf die Welt zu holen, doch die Mutter wird getötet. Nun muss Smith das Baby gegen eine ganze Armee schießwütiger Verbrecher verteidigen. Als Ersatzmutter für den süßen Fratz, dem er den Namen Oliver gibt, rekrutiert er die Prostituierte Donna (Monica Bellucci).

Kritik

Dieser Film ist von der ersten Minute an unlogisch, unrealistisch, übertrieben, durchgeknallt und... unterhaltsam. Wenn man einige Stunden oder gar ein paar Tage später über diesen Film nachdenkt, dann wird einem besonders bewusst, wie überspitzt und wirklichkeitsfern er ist, doch in den nicht ganz 90 Minuten, in denen man "Shoot 'Em Up" betrachtet, hat man durchaus seinen Spaß.

"Shoot 'Em Up" ist, darauf deutet schon der Titel hin, eine wilde Schießorgie mit einem Body Count von 100. Alle zwei Minuten wird wild geschossen, Filmheld Smith springt durch Fensterscheiben, Autodächer und aus Flugzeugen, während er gleichzeitig wild um sich ballert und seine Gegner um diverse Körperteile und Organe erleichtert. Die Gesetze der Schwerkraft werden dabei völlig außer Acht gelassen und eigentlich hätten Smith und das Baby nicht einmal die ersten drei Minuten des Films überleben dürfen.

Doch "Shoot 'Em Up" will überspitzt sein. Der Film legt keinen Wert auf Sachlichkeit, sondern zeigt, was man alles für grauenvolle Dinge mit Waffen anrichten kann, wie leicht es ist, überhaupt an Waffen zu kommen und wie jeder Idiot mittels einer Knarre zum großkotzigen Killer mutieren kann. Damit ist "Shoot 'Em Up" ohne jede Frage eine gnadenlose Parodie auf die amerikanische Waffenliebe.

Clive Owen kommt als geheimnisvoller Superschütze sehr cool rüber und hat einige starke Sprüche auf Lager, ohne dass schauspielerisch wirklich viel von ihm verlangt wird. Die meiste Arbeit dürfte wohl sein Stuntman gehabt haben.

Fazit

"Shoot 'Em Up" bietet brutale Balleraction ohne Vernunft und Emotionen, aber mit viel Sarkasmus und einigem Unterhaltungspotential.

Maret Hosemann - myFanbase
06.10.2007

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