Bewertung: 8
Mel Gibson

Passion Christi, Die

"Eli, Eli, lema sabachtani?"

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Inhalt

Die Passion Christi erzählt die letzten zwölf Stunden vom Leben des Jesus Christus. Dabei kommt man auf die Stationen des letzten Abendmahles bis hin zu seiner Kreuzigung. Ebenso sieht man dessen Auferstehung nach dem Tod.

Kritik

Mel Gibson ist mit diesem Film ein wahres Meisterwerk gelungen. Er schildert hier die letzten Stunden Jesu Christis mit sehr viel Präzision und lässt so gut wie keine Station aus. Kindern wird schon im Grundschulalter die Geschichte von Jesus beigebracht, jedoch werden dort nicht alle Geschichten erzählt.

Wir finden hier Nacherzählungen von vier Evangelien. Matthäus, Markus, Lukas und Johannes. Alle vier erzählen in der Bibel die gleiche Entwicklung, aber mit kleinen Unterschieden, und so wurden diese vier zusammengetragen, um eine passende Geschichte vorführen zu können.

Diese Zusammenführung kann man deutlich bei der Kreuzigung erkennen. Denn während im Matthäus und Markus steht, dass die beiden Räuber neben Jesus ihn verspotteten, so steht im Lukas, dass einer der beiden sich zu Jesus hingewandt hat und seine Schuld für seine Tat zugab.

Es ist eindeutig, dass alle Schauspieler in diesem Film eine Meisterleistung darbieten mussten. Nicht nur, dass alle Schauspieler auf Aramäisch oder Lateinisch reden, sondern auch all ihre Konflikte, ihre Trauer und ihre Wut über diese Untat zeigen mussten. Eine der besten Jesus-Darbietungen sah man von Jim Caviezel. Jedoch sieht man wenig von seinem Konflikt mit dem Teufel, welcher im Film selten gezeigt wird, obwohl dies ein wichtiger Punkt ist. Aber auch Pontius Pilatus-Darsteller Hristo Naumov Shopov konnte seiner Rolle als Römischer Stadthalter gerecht werden. Dieser wurde nicht nur durch seine Frau beeinflusst sondern auch durch seine eigenen Gedankenbisse, denn er wollte nicht den Tod des wohlmöglichen Sohn Gottes haben.

Mit Hilfe der passenden Musik und einer sehr guten ausgeprägten Kulisse schafft es Mel Gibson eine allzu düstere, wie tragische Stimmung zu schaffen. Was man Gibson auch nicht schlecht reden sollte, sind die anscheinend zu schlimmen Folterszenen, denn dies war zu der Zeit üblich, und anders wäre es schwierig gewesen, all das so zu zeigen, wie es wirklich gewesen ist.

Fazit

Eine sehr gute Darstellung der Geschehnisse des letzten Tages von Jesu Christi, wenn auch an manchen Stellen Folterszenen, die nicht für jeden Geschmack sind, vorkommen.

Ignat Kress - myFanbase
19.08.2007

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