Bewertung: 7
Brett Ratner

Rush Hour

"50 Millionen Dollar?!! Was glaubt ihr wen ihr da habt? Chelsea Clinton?!"

Inhalt

Inspektor Lee (Jackie Chan) ist der Feind des Verbrechens in Hongkong. Er wird bei der Jagd nach den Verbrechern der Stadt von Konsul Han unterstützt und die beiden sind zudem seit langem befreundet. Als Hans' Tochter in Los Angeles entführt wird, besteht dieser darauf, dass sein Freund Lee den Fall mitbetreuen kann. Das FBI kann sich dem nicht widersetzten und nimmt scheinbar das Angebot an. Doch insgeheim wollen sie Lee nicht bei ihren Ermittlungen dabei haben und so engagieren sie den Cop James Carter (Chris Tucker), der nicht wirklich das Aushängeschild seines Reviers ist, um Lee davon abzuhalten, sich in den Fall einzumischen. Sowohl Lee als auch Carter wollen das Mädchen aber selber finden und so machen sie sich auf die Suche. Als Carter durch Zufall einen Anruf des Entfühers annimmt, gelingt es den beiden tatsächlich, sich in den Fall zu integrieren.

Carter und Lee arbeiten nun parallel zum FBI auch an dem Fall und schon schnell ist ihnen klar, wer hinter der Entführung steckt. Die beiden werden trotzdem wieder vom Fall entzogen, was sie jedoch nicht daran hindert, weiter zu ermitteln. Wird es ihnen gelingen, das Mädchen aus der Gewalt der Entführer zu befreien?

Kritik

Jackie Chan in einem amerikanischem Film. Im Jahr 1998 war "Rush Hour" der erste amerikanische Film des chinesischen Ausnahmetalents. Als Inspektor Lee spielt Jackie damit quasi sich selber, einen Chinesen das erste Mal in den USA. Schauspielerisch sind sowohl Jackie Chan als auch sein Gegenstück Chris Tucker in ihren Rollen durchaus gut. Aber überragend ist keiner in seiner Rolle. Einzig der mittlerweile verstorbene Chris Penn sticht hervor. Auch wenn er nicht die größte Rolle spielt, so nimmt er doch, wenn er zu sehen ist, die komplette Leinwand für sich ein.

"Rush Hour" hat viel von den früheren Chan-Filmen. Die Handlung spielt eher eine Nebensache. Vielmehr ist diese nur Mittel zum Zweck, um die verschiedensten Stunt- und Actionszenen einzubringen. Aber wen stört es schon. "Rush Hour" tut das, was der Film soll, nämlich unterhalten. Die Dialoge sind witzig und frisch, auch wenn sie teilweise nerven. Schon nach der Hälfte des Films kann man die Synchronstimme von Chris Tucker nicht mehr hören. Leider, denn im Original sind seine Sprüche wirklich viel lustiger. Auch sonst gehen durch die Übersetzung viele Gags verloren.

Jackie Chans Stundszenen sind wieder durchaus sehenswert. Es ist zwar nicht gerade das, was er in einigen seiner früheren Filme zeigte, aber immerhin wird auch Chan älter und mit 44 Jahren noch solche Stunts auf die Beine zu stellen ist beeindruckend. Die Musik in "Rush Hour" ist übrigens wirklich gut. Sie passt sich den verschieden Phasen des Films an und ist schön anzuhören. Der Emmy dafür ist durchaus gerechtfertigt. Fast das Beste am Film ist aber der Abspann. Während die Crew an einem "vorbeiläuft", werden verschiedene Outakes gezeigt, die fast das Witzigste am Film sind.

Fazit

Nichtsdestotrotz gelingt es dem Film das zu tun, was er soll. Unterhalten. Fast zwei Stunden bietet "Rush Hour" pures Unterhaltungskino mit Höhen und Tiefen.

Eva Klose - myFanbase
10.08.2007

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