Foo Fighters

Foto: Foo Fighters - Copyright: Sony Music/Steve Gullick
Foo Fighters
© Sony Music/Steve Gullick

Mit dem Selbstmord von Kurt Kobain war es mit Nirvana im Jahr 1994 vorbei, doch Dave Grohl dachte nicht daran, aus dem Musikgeschäft auszusteigen. Beinahe wäre er fest bei "Tom Petty and the Heartbreakers" eingestiegen, doch er entschied sich anders und bereits ein Jahr später nahm er alleine ein Demoalbum auf. Daraufhin bekam er einen Plattenvertrag. Das Demo wurde zum ersten selbstbetitelten Album der Foo Fighters und stieg in die US-Charts ein. Es erhielt sogar Platin. Für eine Tour brauchte er allerdings eine Band, denn auf der Bühne konnte er schlecht alle Instrumente selbst spielen.

Hinzu kamen also Pat Smear, der ehemalige Nirvana Tour-Gitarrist, Bassist Nate Mendel und Schlagzeuger William Goldsmith. Die letzten beiden spielten ursprünglich in der Band "Sunny Day Real Estate", welche sich kurz zuvor aufgelöst hatte.

Nach der Tour wurde direkt mit den Aufnahmen zum zweiten Album "The Colour And The Shape" begonnen. Allerdings verließ noch vor der Fertigstellung Goldsmith nach einem Streit die Band, also spielte Dave Grohl auf dem Album wieder fast alle Schlagzeugparts selbst. Den freien Platz nahm dann 1997 Taylor Hawkins ein, der vorher in der Tour-Band von Alanis Morisette spielte. Als Dave Grohl damals bei ihm nachfragte, ob er jemanden für den freien Platz bei den Foo Fighters wüsste, bot er sich zu dessen Überraschung selbst an. Auch Pat Smear stieg wieder aus, direkt vor den MTV Video Music Awards unter den Augen der Öffentlichkeit. Nach kurzem Gastspiel von Franz Stahl kam dann Chris Shiflett neu hinzu, eigentlich nur als Tour-Gitarrist, und verließ dafür seine Band "No use for a name". Damit waren die heutigen Foo Fighters nun komplett.

Das dritte Album "There Is Nothing Left To Lose" erschien 1999 und wurde bei den Grammys als bestes Rock Album des Jahres geehrt.

"One by One", das darauffolgende Album, nahm die Band gleich zweimal auf. Nach dem ersten Mal ging Dave Grohl mit den Queens of the Stone Age auf Tour und als sie die Aufnahmen danach noch etwas verbessern wollten, wurden einige Songs doch ganz neu eingespielt. Außerdem kamen noch ein paar neue Lieder hinzu. Queen-Gitarrist Brian May ist auf der Platte übrigens als Gast zu hören.

Fast zeitgleich erscheint "Songs for the Deaf" von den Queens of the Stone Age, hier wirkte Dave Grohl am Schlagzeug mit, ebenso wie bei Garbage, Killing Joke, Trenacious D oder Cat Power. Außerdem verwirklichte er 2003 endlich sein lang geplantes Metal-Projekt Probot.
Nachdem George W. Bush das Lied "Times like these" für seinen Wahlkampf verwendete, unterstützte die Band im Gegenzug den demokratikschen Kandidaten John Kerry mit Live-Auftritten.

Nach so viel Engagement bei anderen Künstlern wurde es nach zehnjährigem Bandbestehen endlich Zeit für ein neues Foo Fighters Album. Der Titel: "In Your Honor", welches im Frühjahr 2005 auch den Weg in die Plattenläden fand. Das Besondere dieser Platte ist die Teilung in eine Rock- und eine Akustik-Seite, auf welche bei den vorherigen Alben nicht ganz so viel Wert gelegt wurde. Auf diesem Album kolaborierte die Band mit Künstlern wie Norah Jones und John Paul Jones von Led Zeppelin.

Wie die Zukunft der Foo Fighters aussieht, ist noch ungewiss. Einerseits möchte Dave Grohl auf einem Höhepunkt aufhören, und er sieht "In Your Honor" als einen solchen an, andererseits hat er ebenfalls in Interviews gesagt, dass er sich auch vorstellen kann noch ewig mit der Band weiterzumachen. Man darf also gespannt sein.

Eva Friedenberger - myFanbase

Discographie

2011Wasting Light
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2009Greatest Hits
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2007Echoes, Silence, Patience & Grace
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2005In Your Honor
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2003DVD: Foo Fighters - Everywhere But Home
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2002One By One
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1999There Is Nothing Left to Lose
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1997The Colour and the Shape
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1995Foo Fighters
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