Muse

Mit ihrem erfolgreichen aktuellen Album "Black Holes and Revelations” und der Konzert- und Festivaltour sind Muse zur Zeit in aller Munde. Doch Wenigen ist bewusst, dass es die Briten schon seit über zehn Jahren gibt.

Bereits Anfang der 90er hatten die späteren Bandmitglieder unterschiedliche Bands an ihren Schulen in Teignmouth, Devon, doch 1994, als Matthew Bellamy gerade einmal 14 Jahre jung war, bewarb er sich als Gitarrist in Dominic Howards Band. Dieser war einverstanden, aber bald darauf gab der damalige Bassist seinen Ausstieg bekannt. Da kam den beiden der befreundete Chris Wolstenholme in den Sinn, und schon waren Muse, so wie wir sie heute kennen, gegründet.

Ihren ersten Preis hatten sie auch schnell in der Tasche. Bei einem lokalen Band-Battle fanden sie es lustig, das Equipment, welches für alle da war, kaputt zu machen und die Autos der anderen Bands mit Graffiti zu verschönern. Damit machten sie wohl Eindruck auf die Jury, welche die Band zum Sieger kürte.

Nach ein paar Jahren, in denen sie in kleineren Clubs in der Umgebung auftraten, spielten Muse schließlich auch in Manchester und London. Als Folge eines Treffens mit Tonstudiobesitzer Dennis Smith konnte die Band ihre erste, selbstbetitelte E.P. aufnehmen. Doch die darauf folgende E.P. "Muscle Museum" war es erst, die die Aufmerksamkeit des Musikjournalisten Steve Lamacq auf sich lenkte und der britischen Band zu einem höheren Bekanntheitsgrad verhalf. Trotzdem bekamen Matthew und seine Kollegen nicht den erhofften Zuspruch von den Plattenfirmen, da viele dachten, dass sie Radiohead zu ähnlich wären.
Nach einigen Auftritten in den USA, durch Maverick ermöglicht, bekamen sie schließlich von dieser Plattenfirma Ende 1998 einen Vertrag. Anschließend klappte es dann auch in Europa und Australien.

Ihre erste Platte "Showbiz" nahmen Muse dann mit Produzent John Leckie auf, der auch schon mit Radiohead oder The Verve zusammengearbeitet hatte. Dieses Album ermöglichte dann wiederum Gigs in Amerika, als Vorgruppe von den Foo Fighters und den Red Hot Chili Peppers. In Europa dagegen spielten sie größere Festivals 1999 und 2000.

Für das Nachfolgealbum "Origin of Symmetry" arbeiteten sie wieder mit dem gleichen Produzenten, allerdings waren sie diesmal experimentierfreudiger, auch mit den Instrumenten. Der Sound war diesmal düsterer und differenzierter. Neben eigenen Songs findet sich auf der CD auch eine gelungene Coverversion von "Feeling Good" von Newley/Bricusse.
Da die amerikanische Plattenfirma die Kopfstimme von Matt Bellamy nicht für radiotauglich hielt und die Bandmitglieder die Songs nicht umändern wollten, verließen sie sie und "Origin of Symmetry" wurde in den USA schließlich erst 2005 veröffentlicht.

Anschließend folgte die live DVD "Hullabaloo”, zusammen mit der gleichnamigen B-Seiten Sammlung. Außerdem gab es zu der Zeit noch eine Doppelsingle mit "In Your World" und "Dead Star" im Handel.

Das dritte Studioalbum "Absolution" wurde im Jahr 2003 veröffentlicht, hier merkte man deutlich, dass Muse das Experimentieren noch nicht müde waren. Durch das ganze Album zieht sich das Thema "Ende der Welt", viele Texte haben auch politische Hintergründe.

Im darauffolgenden Jahr erschien das erste Buch über die Briten, Ben Myers schrieb ihre Biografie "Inside the Muscle Museum".

Nach dem Erfolg des dritten Albums zogen die Jungs zum ersten Mal auf großer Welttournee erfolgreich durch die Stadien. 2004 spielten Muse dann auf dem Glastonbury Festival, auf dem etwas Tragisches passierte. Dominics Vater war gekommen um die Band spielen zu sehen, doch kurz nach dem Auftritt starb er an einem Herzinfarkt. Dank der Unterstützung seiner Familie und der Bandkollegen entschloss sich Dominic dennoch bei der Band zu bleiben.

Im gleichen Jahr gewann die Band dann auch zwei europäische MTV-Awards, als bester "Alternative Act" und "Bester Liveact". Auch ein Tribute-Album des String Quartetts gab es. Bei den Brit Awards 2005 bekamen sie ebenfalls eine Auszeichnung, wieder wurden sie "Best Live Act”. Wie viele andere Bands traten sie im Juli des Jahres bei Bob Geldofs "Live 8" auf.

Vor dem vierten Album, zu welchem die Aufnahmen im August 2005 begannen, veröffentlichte die Band eine weitere Live-DVD Ende des Jahres von der Absolution Tour. "Black Holes and Revelations" wurde dann schließlich im Juli 2006 veröffentlicht. Nachdem zuvor die Single "Supermassive Black Hole" schon eingeschlagen war, wurde die LP in den UK Charts Nummer 1, auch im Rest von Europa, in den USA und in Australien war sie sehr erfolgreich.

Eva - myFanbase

Discographie

2009The Resistance
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2006Black Holes and Revelations
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2006Absolution Tour
DVD
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2003Absolution
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2002Hullabaloo
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2002Hullabaloo
DVD
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2001Origin of Symmetry
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2000Showbiz
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