Artikel über Spin-Off-Serien in "The Australian"

Die Zeitschrift "The Australian" veröffentlichte einen Artikel, in dem sie an Spin-Off Serien kaum ein gutes Haar lässt, mit Ausnahme von "Angel", der den Hauptteil des Artikels für sich beansprucht.

Die Geschichte des Fernsehens ist gespickt mit verwesenden Leichen von Spin-Off Serien.

Sicher, es gibt auch einige erfolgreiche Ableger wie "Frasier " ("Cheers"), die "Star Trek" Nachfolger, oder "Xena" ("Hercules").

Doch die Nieten überwiegen. Erinnert man sich bloß daran, als Seinfelds Michael Richards seinen eigen Weg einschlug. Oder was ist mit dem "Party of Five" – Ableger "Time of Your Life", der für Jennifer Love Hewitt kreiert wurde?

Viele Spin-Offs kämpfen sich für einige Jahre durch, darauf angewiesen, dass Charaktere aus der Mutterserie auftauchen, um die Quoten kurzfristig zu heben, bevor die Show endgültig abgesetzt wird. Bis jetzt konnte Angel dieses Schicksal vermeiden.

Angelus, für diejenigen die es nicht wissen, ist ein Vampir, der eine Seele hat, seit er von Zigeunern verflucht wurde. So nach ungefähr 250 Jahren, in denen er Verwüstung und Tragödien verursachte, ist er nun ein lieber Vampir. Angel verschlägt es nach Sunnydale und er und Buffy, die Vampirjägerin, die ihn eigentlich töten und nicht erregend finden sollte, verlieben sich auf schmerzhafte "Romeo und Julia-Weise" ineinander. Ein riesiges Problem taucht auf, nachdem das Pärchen miteinander schläft und Angel seine Seele verliert, wodurch er wieder ein blutrünstiger Killer wird. Buffy muss ihn töten und in die Hölle schicken. Aber noch war nicht alles verloren. Nach einigen Monaten kehrte er mit Seele aus der Dämonenhölle, in der er hunderte Jahre (die Zeit vergeht dort schneller) schlimmster Bestrafung erfahren hatte, zurück.

Es dauerte nicht lange bis das Network hinter Buffy, WB, realisierte, dass Angel, gespielt von David Boreanaz, bei den Fans riesiges Interesse hervorrief. So kreierte das Team, das für Buffy verantwortlich war, unter der Leitung von Executive Produver Joss Whedon den "Angel" – Spin Off.

Die erste Staffel war nicht besonders überwältigend. Alles war ziemlich düster und schien selbst nicht zu wissen, was es eigentlich sein wollte. Die rasiermesserscharfen Einzeiler und die cleveren Handlungsstränge, die wir an Buffy liebten, fehlten bei Angel.

Es gab einige Crossover Episoden, in denen Sarah Michelle Gellars Charakter Buffy in "Angel" mitspielte und auch David Boreanaz tauchte bei "Buffy" in einigen überzeugenden und gut geschriebenen Folgen auf, die halfen, die Fans bei Laune zu halten. Doch die Quoten waren nicht, was sie sein hätten können.

Also setzten sich alle wieder an einen gemeinsamen Tisch und in der zweiten Staffel wurde alles anders. Charaktere wurden herausgeschrieben, neue geschaffen und "Angel" bekam, Gott sei Dank, einen Sinn für Humor.

Doch in der dritten Staffel geht es bei Angel um überleben oder sterben. "Buffy" läuft nun auf einem anderen Network und es wird keine Crossover Episoden mehr geben.

"Angel" wird sich selbst behaupten müssen, ohne sich an den Grundstock der Buffyfans anlehnen zu können. Und bis jetzt sieht alles sehr vielversprechend aus.

SPOILER

Die zweite Staffel endete mit einem Dreiteiler, der eine Freude anzusehen war, der Spaß, Ergriffenheit und Grusliges in einem vereinte und die dritte Staffel sieht so aus, als würde sie den Standard halten.

Die dämonische Anwaltskanzlei Wolfram & Hart ist als großer Bösewicht zurück um Angel und die Gang zu zerstören. Und die Gang bestehend aus Wesley, Gunn, Cordelia und der Newcomerin Fred sind dabei sich weiterzuentwickeln, so dass es keine Ein-Vampir-Show mehr ist und auch Fans des Host kommen in seiner Karaokebar auf ihre Kosten. Die ersten beiden Episoden haben fantastisch choreographierte Kampfszenen und einige großartige Einzeiler, doch diese sind zweitrangig, bei der faszinierenden sich entwickelnden Storyline.



Vera - myFanbase
03.03.2002 00:00

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