Bewertung: 8
Defoe, Daniel

Robinson Crusoe

Dieser Roman, den Defoe im Alter von sechzig Jahren schrieb, wurde sehr schnell zu einem Meilenstein der Literatur.

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Inhalt

Viele Jahre voller Abenteuer und Gefahren verbringt Robinson Crusoe auf einer unbewohnten Insel, auf die er als einziger Überlebender eines Schiffbruchs verschlagen wird. Mit primitiven Hilfsmitteln muss sich der junge Draufgänger, den die Abenteuerlust nicht mehr im Elternhaus hielt, ein neues Leben fern der Zivilisation aufbauen.

Kritik

Entweder man mag das Buch oder man mag es nicht. Das hört man immer wieder und ich muss sagen, dass an diesem Satz trotzdem etwas Wahres dran ist. Ich gehöre jedenfalls zu den Leuten, die Robinson Crusoe gerne lesen.

Die Geschichte des Robinson Crusoes beruht auf einer wahren Begebenheit und schon allein deswegen habe ich mir diesen Roman zugelegt. Als ich zu lesen angefangen habe, hatte ich so meine Bedenken, weil sich die ersten Seiten Robinsons Biographie und seinem Leben vor der Insel widmeten und damit ziemlich eintönig und an manchen Stellen sehr langatmig waren. Als es Crusoe aber auf die einsame Insel verschlägt und er sein Leben neu ordnen muss, hat mich der Roman in seinen Bann gezogen. Es war sehr interessant und spannend zu lesen, wie sich Crusoe allein auf dieser Insel zurecht finden musste und er langsam eine höhere Entwicklungsstufe erreicht: aus der Höhle übersiedelt er in die Hütte, der Jäger wird zum Ackerbauer, Viehzüchter und Handwerker. Richtig spannend wurde es aber erst nach der Hälfte des Buchs, als er plötzlich eines Tages eine Fußspur entdeckt und daraus schließt, dass noch andere Menschen auf dieser Insel sein müssen. Bald bekommt er Gesellschaft und findet sogar einen Gesprächspartner. Von da an konnte ich Robinson Crusoe nicht mehr aus der Hand legen.

Daniel Defoes Meisterwerk wird aus der Sicht des Robinson Crusoes erzählt, sodass man einen tiefen Einblick in die Gefühle und Gedanken des Hauptcharakters bekommt. Außerdem schreibt der Autor sehr detaillierte Sätze, die zusätzlich poetisch ausgeschmückt, aber manchmal auch schwer verständlich oder etwas kompliziert ausgedrückt sind. Am meisten gefällt mir an Defoes Schreibstil, dass er diesen Roman sehr glaubwürdig und realistisch ohne Übertreibungen geschrieben hat.

Auf Grund des großen Erfolgs seines Romans gab Defoe bereits 1719 einen zweiten Band heraus, dem er ein Jahr später noch einen dritten, heute fast vergessenen Teil, folgen ließ.

Fazit

Wer gerne Abenteuer– und Bildungsromane liest, für den ist Robinson Crusoe genau das Richtige.

Tanya Sarikaya - myFanbase
21.09.2008

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