Knut Hamsun

Am 4. August 1859 wird Knut Hamsun in Vågå oder Lom in Mittelnorwegen geboren, als viertes von sieben Kindern von Peder und Tora Pedersen. 1862 zieht er mit seiner Familie nach Hamsund auf Hamarøy in Nordnorwegen. Sie verdienen ihren Lebensunterhalt als Bauern mit Handwerk als Nebenbeschäftigung, Pedersen ist Schneider. Knuts erstes Buch "Der Rätselhafte" erscheint 1877. Er arbeitet aber noch bis 1879 als Polizist und Lehrer. Danach verlässt er Nordnorwegen, um Dichter zu werden, und lässt sich in Kristiania (Oslo) nieder, wo er den ganzen Winter bittere Not leidet. Im Januar 1882 reist er in die USA und arbeitet dort als Verkäufer und Erntehelfer, bis er drei Jahre später krank wird und zurück nach Norwegen reist. Nach mehrjährigen Experimentieren mit seiner Signatur nennt er sich jetzt Hamsun. Im Sommer 1888 lässt er sich in Kopenhagen nieder, wo die ersten Kapitel von "Hunger" anonym in der Zeitschrift "Neue Erde" veröffentlicht werden, bis "Hunger" letztlich 1890 als Buch erscheint, was Hamsuns literarischen Durchbruch markiert.

Am 10. Dezember 1920 nimmt Hamsun in Stockholm den Nobelpreis für "Segen der Erde" (1917) entgegen. Mittlerweile ist er bereits zum zweiten Male verheiratet und hat insgesamt fünf Kinder. 1934 lehnt er den mit 10.000 Mark dotierten Goethe-Preis ab, nimmt aber die Goethe-Medaille an. In den Kriegsjahren zeigt Hamsun sich deutschfreundlich und trifft Hitler in Berchtesgaden.

Am 15. Oktober 1945 wird Hamsun ins Psychiatrische Klinikum Oslo eingewiesen und 1946 ins Altersheim nach Landvik verlegt. 1947 wird ihm der Prozess vor dem Amtsgericht Grimstad wegen seiner deutschfreundlichen Aktionen gemacht und er wird zur Zahlung von 325.000 Kronen verurteilt, als Schadenersatz an den norwegischen Staat. Sein letztes Werk, eine Autobiographie, erscheint 1949 mit dem Titel "Auf überwachsenen Pfaden". Am 19. Februar 1952 stirbt Knut Hamsun im Alter von 92 Jahren in seinem Schlafzimmer auf Nørholm.

Nicole Oebel - myFanbase