The Fratellis

Die Kaiser Chiefs, Arctic Monkeys, Kooks und Co bekommen in ihrer Liga ernstzunehmende Konkurrenten und Gesellschaft: Die Fratellis haben sich einen würdevollen Platz unter den eben genannten Bands erspielt und schicken sich nun an, ihren Mitstreitern ordentlich das Feuer unter dem Hintern heißzumachen.

Die Geschichte der Fratellis ("Brüder") beginnt in Glasgow, Schottland. Hier machte sich im Frühjahr 2005 Gordon McRory per Anzeige auf die Suche nach geeigneten Bandkollegen – und wurde in John Lawler und Barry Wallace fündig. Man einigte sich auf den gemeinsamen Nachnamen Fratelli – angeblich der Mädchenname von Barrys Mutter. Gordon McRory, der sich im Zuge der Namensänderung auch gleich in "Mince" umbenannte, setzte sich ans Schlagzeug, Barry hängte man den Bass um und John bekam den Job des Sängers/Gitarristen zugeteilt – somit waren die Fratellis bereit für ihren ersten Auftritt, der noch im selben Frühjahr stattfand.

Im Herbst landeten sie schließlich bei Island Records, als Produzent sollte Tony Hoffer fungieren, der auch u.a. schon mit Beck und Air arbeitete. Ihre erste EP "The Fratellis" erschien im April 2006, von da an ging es steil bergauf: Im Sommer gelang ihnen mit "Chelsea Dagger" in Großbritannien der endgültige Durchbruch. Sie landeten einen großen Sommerhit und mit dem im Herbst nachfolgenden Album "Costello Music" einen Chart-Erfolg.

In den Genuss dieses Werks, das in Los Angeles in den Sunset Studios aufgenommen wurde, kamen wir erst Ende Januar, während ungefähr zur gleichen Zeit in den USA bereits ihre neue EP "Flathead" auf den Markt kam.

"Wir stehen auf alles, was direkt ins Herz trifft. Und ich glaube, unsere Songs funktionieren so." – Diese Aussage von John Fratelli scheint wahr zu sein – die Musik der Fratellis hat die Leute so sehr ins Herz getroffen, dass man sie mancherorts bereits als "the next big thing" feiert.

Stephanie Stummer - myFanbase