Stannis Baratheon

"A good act does not wash out the bad, nor a bad the good."

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Carice van Houten & Stephen Dillane, Game of Thrones
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Stannis ist der zweitgeborene Sohn von Steffon Baratheon. Weder mit seinem älteren Bruder Robert noch mit dem jüngeren Renly verbindet den gradlinigen Mann viel. Seine kränkliche Frau Selyse, eine ehemalige Florent, schenkte ihm neben Totgeburten nur die gemeinsame Tochter Shireen. Der Lord von Drachenstein diente im kleinen Rad als Meister der Schiffe, zog sich jedoch nach Jon Arryns Tod nach Drachenstein zurück. Im Krieg gegen den irren König kämpfte Stannis an der Seite seines Bruders und hielt für jenen Sturmkap, welches für einen Großteil des Krieges belagert wurde. Nur dem Schmuggler Davos Seewert war es zu verdanken, dass sie standhielten, denn jener brachte über den Seeweg Nahrungsmittel, größtenteils Zwiebeln, in die Stadt. Nach dem Krieg schlug Stannis Davos zum Ritter, nahm ihm zuvor jedoch für die kriminelle Vergangenheit die vier Fingerspitzen einer Hand. Die beiden verbindet seitdem ein freundschaftliches Verhältnis und Davos zählt zu seinen engsten Beratern. Auch Davos' Sohn Matthos befindet sich in Stannis Diensten.

Während Eddard Starks Zeit als Hand des Königs versuchte dieser, Stannis mehrmals über Raben zu erreichen, erhielt jedoch keine Antwort. Anscheinend wusste oder ahnte Stannis bereits, dass die Kinder aus Roberts Ehe von Cersei nicht von seinem Bruder abstammen, denn nach dem Tod des Königs erklärt sich Stannis zum rechtmäßigen Herrscher von Westeros.

In einer Zeremonie der Priesterin Melisandre schwören Stannis und die meisten seiner Gefolgsleute den Sieben ab und verbrennen deren Holzstatuen. Stannis zieht schließlich ein brennendes Schwert aus dem Holz und wird von Melisandre als der Auserwählte des Herrn des Lichts gefeiert. Im Zuge dessen ändert Stannis ebenfalls ein Banner. Er zeigt nun den Hirsch der Baratheons in einem brennenden Herz. Anschließend gibt Stannis während der Besprechung bei Matthos einen Brief in Auftrag, der nach überall in Westeros verschickt werden soll. Inhalt ist Joffreys illegitime Abstammung, welche Stannis zum rechtmäßigen Erben von Robert macht. Als Matthos das Schreiben vorliest, korrigiert Stannis ihn hin und wieder. Später rät Davos ihm, sich mit seinem Bruder Renly oder Robb Stark zu verbünden, doch Stannis lehnt dies ab, da beide die Knie vor ihm beugen sollten. Melisandre bestärkt Stannis in dieser Ansicht und fügt hinzu, dass sie keine Hilfe benötigen, da der Herr des Lichts Stannis führe. Anschließend stirbt Maester Cressen, als er von dem selbst vergifteten Wein trinkt, um Stannis von Melisandres Einfluss zu befreien. Jener Plan misslingt, da das Gift der Priesterin nichts anhaben kann.

Tage danach berichtet Davos seinem Herrn von ihrem neuen Verbündeten, dem Piraten Salladhor Saan, doch Stannis kann sich darüber nicht recht freuen. Er schickt Davos und seinen Sohn weg, um allein mit Melisandre zu sprechen. Sie ermutigt Stannis, dem Herrn des Lichts vollkommen zu vertrauen, doch Stannis will endlich Erfolge sehen, da er bereits alle Rituale ihren Anweisungen entsprechend ausgeführte. Als sich die Priesterin zu entkleiden beginnt, erinnert Stannis sie daran, dass er verheiratet ist, lässt sich jedoch von ihr verführen, als Melisandre ihm starke Söhne verspricht.

Als Stannis schließlich auf Renly trifft, welcher mit Catelyn Stark zum Treffen erscheint, zeigt sich Stannis unversöhnlich gegenüber seinem Bruder und den beide beharren auf ihren Thronanspruch. Stannis gibt Renly schließlich bis zum Anbruch der Dämmerung Zeit sich zu beugen. Im Gegenzug soll Renly dafür einen Sitz im kleinen Rat erhalten und Stannis Erbe werden, sofern dieser keinen Sohn mehr zeugt. Andernfalls droht Stannis seinen Bruder zu vernichten. Renly zeigt sich unbeeindruckt, da er die Macht der Tyrells hinter sich weiß. So trennen sich die Wege der Brüder und Stannis bittet Davos um seine Dienste als Schmuggler: Sein Vertrauter soll Melisandre unbemerkt in eine Höhle bringen.

Nach Renlys Tod spricht Davos seinem Herrn sein Beileid aus und versucht mit Stannis über die Ereignisse in der Höhle zu sprechen. Stannis weigert sich und verweist auf die Truppen, welche sie so gewonnen haben. Davos berichtet Stannis von dem Gerücht, dass Melisandre ihn mit ihrer Magie beeinflusst und bittet Stannis, die Priesterin nicht mit nach Königsmund zu nehmen, da es sonst ihr Sieg wird. Stannis stimmt schließlich zu und plant Königsmund mit Davos als Anführer seiner Flotte zu erobern. Bevor die Flotte Königsmund erreicht, bespricht sich Stannis mit Davos und sagt ihm, dass er ihn als Hand an seiner Seite haben möchte, sobald er den Eisernen Thron besteigt. Davos ist davon überwältigt und gibt zu bedenken, dass es den anderen Rittern nicht gefallen wird, Befehle von einem ehemaligen Gemeinem anzunehmen. Stannis jedoch erinnert ihn nur daran, dass jene nicht sonderlich hilfreich waren, während Davos sein Leben in Sturmkap riskierte.

Als Stannis Flotte den Fluss Schwarzwasser hinauf segelt, geraten die Schiffe in Tyrions Falle aus Seefeuer. Trotz der Verluste befielt Stannis den Angriff fortzusetzen und sein restliches Herr in kleinen Boten ans Ufer zu bringen. Dort stürmen Stannis Männer die Burgmauern und die Bogenschützen in Königsmund können die Angreifer nicht im Schach halten. Stannis erklimmt mit seinen Männern die Mauern, während sich die Verteidiger zurückziehen. Auch Tyrions selbst angeführter Ausfall kann Stannis' Armee nicht wirklich schwächen, doch als die Tyrells nahen, wird Stannis von einem seiner Männern fortgebracht, da die Schlacht gegen eine solche Übermacht verloren ist.

Nach der verheerenden Niederlage wirft Stannis der Priesterin vor, ihn belogen zu haben und beginnt sie zu würgen. Auf die Frage wo nun ihr Gott ist, entgegnet Melisandre, dass er in Stannis sei. Daraufhin lässt er die Priesterin los und bereut sein Vertrauen in Melisandre und ihren Gott, da die Priesterin ihn dazu brachte seinen eigenen Bruder zu ermorden. Melisandre hingegen versichert Stannis, das nur eine Schlacht und nicht der ganze Krieg verloren ist. Sie prophezeit, dass Tausende von seiner Männer sterben und Stannis noch viele Menschen betrügt, es dies aber am Ende wert sein wird. Da Stannis zweifelt, führt Melisandre ihn zum Feuer und fragt, ob er in den Flammen die Zukunft sehen könne, was Stannis ehrfürchtig bestätigt und gebannt ins Feuer starrt.

Charleen Winter - myFanbase