Jorah Mormont

"Gods be good I hope to always serve the rightful king."

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Iain Glen, Game of Thrones
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Ser Jorah Mormont ist ein exilierter Ritter, der sich in den Ländern jenseits des Meeres von Ort zu Ort treiben lässt. Eine kostspielige Ehefrau brachte den im Grunde aufrechten Mann einst in finanzielle Schwierigkeiten, weswegen er anfing, mit Sklaven zu handeln. Sklavenhandel jedoch steht in Westeros unter Strafe: Jorah beging demnach ein Kapitalverbrechen und musste seine Heimat verlassen. Von seinem Vater Jeor Mormont, mittlerweile der Kommandant der Nachtwache, trennte er sich im Streit. Eine Rückkehr nach Westeros ist Jorahs sehnlichster Wunsch, das Ziel, Amnestie für sein Vergehen zu erlangen sein zentrales Streben.

Jorah ist Gast bei der Vermählung von Daenerys Targaryen mit dem Dothrakifürsten Khal Drogo, einer arrangierte Verbindung, die Daenerys' Bruder Viserys mit Hilfe des schwerreichen Händlers Illyrio Mopatis forcierte. Jorah teilt das Schicksal des Exilanten mit den Targaryen-Geschwistern: die beiden letzten Nachkommen der mächtigen Dynastie hatten nach Robert Baratheons Putsch Westeros verlassen müssen. Jorah erklärt den beiden letzten Targaryen seine Gefolgschaft und begleitet die Targaryens von nun an auf ihrem Weg durch die unbekannten Lande des Ostens.

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Was die Geschwister nicht wissen: Jorah arbeitet als Informant für Varys, den Leiter von Roberts Geheimdienst. Als Daenerys ein Kind erwartet, übermittelt Jorah dieses Wissen augenblicklich dem Kronrat. Nachdem Drogo Viserys getötet hat, schickt Varys zur Ermordung von Daenerys einen Attentäter in Gestalt eines Weinhändlers – und das Begnadigungsschreiben für Jorah. Jorah, der Daenerys mittlerweile sehr zugetan ist, verhindert den Anschlag auf das Leben der Prinzessin und erfährt einen Sinneswandel: zwar hält er nun endlich das Mittel zur Rückkehr in die Heimat in seiner Hand, doch seine Loyalität zu Daenerys hindert ihn daran, sie ihrem Schicksal zu überlassen. Er bleibt als Beschützer an ihrer Seite.

Nach dem Tod von Khal Drogo muss Jorah hilflos mitansehen, wie Daenerys furchtlos in die Flammen des Scheiterhaufens tritt, in dem Drogos Leiche verbrannt wird. Am nächsten Morgen findet er eine unversehrte Daenerys inmitten von Aschetrümmern – und bei ihr drei frisch geschlüpfte Drachenjungen: Die ersten Drachen, die die Welt seit hunderten von Jahren zu Gesicht bekommen hat.

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Jorah wandert mit Daenerys und ihrem restlichen Gefolge durch die rote Wüste, bis Dany beschließt, ihre drei Blutreiter auszusenden, damit jene eine Stadt oder zumindest einen Fluss finden. Nachdem Rakharos Pferd ohne Reiter zurückkommt, entdeckt Jorah seinen abgetrennten Kopf in den Satteltaschen. Er vermutet, dass es sich um die Tat eines rivalisierenden Khalasar handelt. Als schließlich Kovarro zurückkehrt um zu berichten, dass die Dreizehn von Qarth bereit sind, sie zu empfangen, gibt Jorah Daenerys den Rat nach Qarth zu ziehen, da die Wüste sich noch endlos erstreckt.

Während der Festlichkeiten nach der Ankunft in Qarth warnt die maskierte Quaithe Jorah, dass er Daenerys vor jenen beschützen muss, die ihre Drachen für sich begehren. Später am Abend sind sich Daenerys und Jorah sich uneinig über ihre weitere Vorgehensweise im Hinblick auf die Eroberung Westeros und er bittet Daenerys Xaro Xhoan Daxos nicht zu vertrauen. Schließlich erzählt Jorah ihr, warum er Daenerys auf dem eisernen Thron sehen möchte: Sie sei die beste Königin für die Sieben Königreiche und alles in sich vereine, was das Volk dazu bewegt, eine Königin zu lieben. Gerührt stimmt Daenerys schließlich seinem Angebot zu, ein kleines Schiff für sie zu finden, keine Allianz in Qarth einzugehen und in Westeros nach Verbündeten zu suchen.

Nach dem Diebstahl der Drachen versucht Jorah sie zu beschwichtigen und ihren Kummer zu dämpfen. Doch trotz seinen Besänftigungen, dass die Menschen in Westeros auf ihre Rückkehr warten und sie auf ihn vertrauen kann, reagiert sie abweisend. Ihrer Meinung nach spricht Jorah bereits zu vertraut mit ihr und Jorah bittet schließlich um Vergebung. Auf seine Frage, wie er helfen kann, antwortet sie nur, dass er ihre Drachen finden soll. Während dieser Suche erhält Jorah eine Informationen von der maskierten Frau: Der Dieb soll sich in genau diesem Augenblick mit Daenerys im gleichen Raum aufhalten. Der Ritter eilt zu Daenerys, welche sich beim Rat der Dreizehn befindet und ersticht eine Erscheinung von Pyat Pree, was keinerlei Auswirkung auf den realen Hexenmeister hat.

Jorahs Information, dass er ein passendes Schiff gefunden hat, interessiert Daenerys nicht und all seine Überzeugungsversuche, aus Qarth ohne die Drachen zu verschwinden, scheitern. Er verspricht also an ihrer Seite zu bleiben und bricht mit Daenerys zum Haus der Unsterblichen auf. Dort gelangt Daenerys ins Innere, während Jorah durch eine Illusion des Hexenmeisters den Eingang nicht sehen kann. Nach der Befreiung der Drachen dringt Jorah mit der Khaleesi und den anderen Dothraki in Xaros Haus ein, wo sie diesen schlafend mit Doreah vorfinden. Während die beiden in Xaros Schatzkammer eingesperrt werden, plündert Daenerys Gefolge den Palast um das von Jorah gefundene Schiff zu kaufen.

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Sogleich sticht Daenerys mit ihrer Gefolgschaft in See, um den Hafen von Astapor anzulaufen und dort ein Heer zusammenzustellen. Unterwegs macht Jorah Daenerys auf den Unmut der Dothraki aufmerksam, der seiner Vermutung nach nicht nur an dem Weg über das Wasser liegt, sondern auch damit zu tun hat, dass es für Daenerys Zeit wird, sich ihnen gegenüber in der Schlacht zu beweisen.

In Astapor treffen sie auf den Besitzer der Unbefleckten, dem Daenerys eine Armee abkaufen will. Anschließend wird Daenerys auf der Straße attackiert, doch nicht Jorah sondern ein fremder Mann eilt zu ihrer Rettung herbei. Es handelt sich um Sir Barristan Selmy, der sich trotz Jorahs Einsprüchen Daenerys anschließt. Wenig später beschließt Daenerys auf den Handel einzugehen und 8000 Unbefleckte zu erstehen, die sie mit einem ihrer Drachen bezahlen will. Jorahs Proteste stoßen bei ihr auf taube Ohren und sie macht ihm klar, dass er sie nicht vor Fremden in Frage zu stellen hat. Als der Tag der Übergabe gekommen ist, befiehlt Daenerys ihren Drachen, die Herrscher Astapors niederzumachen und kann so alle Drachen behalten und die Armee der Unbefleckten gleichzeitig für sich beanspruchen. Für diesen Schachzug bewundert Jorah seine geliebte Khalessi und sie machen sich nun auf den Weg nach Yunkai.

Unterwegs schwelgt er mit Sir Barristan in Erinnerungen an die Heimat. Dabei kommen Jorahs ehemalige Spionagetätigkeiten für den kleinen Rat beinahe zur Sprache. Jorah lässt sich von Sir Barristans imposanten Auftreten jedoch nicht beeindrucken, da sich beide Männer im Exil befinden und er daher nicht einsieht, warum Selmy auf ihn herabblicken sollte. Zudem gibt er zu, aus vollem Herzen Daenerys zu folgen.

Yunkai scheint wesentlich schwieriger einzunehmen zu sein als Astapor, doch Daenerys lässt sich von ihren Plänen, die Sklaven der Stadt zu befreien, nicht abbringen, obwohl Ser Jorah ihr rät, weiterzuziehen. Stattdessen schließ sich Daenerys' Heer mit den Zweitgeborenen zusammen. Daario Naharis, der Anführer der Zweitgeborenen, weißt Jorah und seinen Männern einen Weg, wie sie die Stadt einnehmen können. So brechen die Männer auf, auch wenn Jorahs Vertrauen in Daario sehr begrenzt ist, nicht zuletzt, weil jener Daenerys schöne Augen macht.

Bei ihrer siegreichen Rückkehr ist Daenerys zwar froh, dass Jorah nichts zugestoßen ist, doch ihre Aufmerksamkeit gilt ganz und gar Daario. Dennoch ist Jorah stolz darauf, wie die Sklaven seine Königin feiern und sie ihre Mutter nennen.

Rabea K., Charleen Winter & Marie Florschütz - myFanbase