Goodbye O.C.!

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Wer mag schon Abschiede? Umzüge in andere Städte, neue Schulen oder Jobs, viele neue unbekannte Gesichter, während man das alte Umfeld hinter sich lassen muss. Oftmals sind Abschiede begleitet von einem lächelnden und einem weinenden Auge. Bei Serien ist das oftmals ähnlich, nachdem man seine Serienhelden mehrere Jahre lang begleitet hat, fällt es schwer, sie ins Seriennirvana ziehen zu lassen. Das lächelnde Auge denkt an viele schöne Geschichten und Jahre der Unterhaltung zurück, und mit ein wenig Erleichterung daran, dass die Serie zumindest nicht bis zum bitteren Ende ausgeschlachtet wurde. Das weinende Auge denkt an das, was alles noch möglich gewesen wäre, an alle Geschichten, die es weiterzuverfolgen gelohnt hätte oder die noch nicht erzählt wurden.

"The End´s Not Near, It´s Here", so lautet der Titel der finalen Folge von "The O.C.". Seit Donnerstagabend ist die Serie offiziell Geschichte und somit ist es an der Zeit, Abschied zu nehmen, auch wenn die vierte Staffel in Deutschland noch auf ihren Starttermin wartet.

Das Seriengeschäft ist hart. Wenn die Quoten nicht stimmen, fackeln Sender oftmals nicht lange und ersetzen eine wenig erfolgreiche Serie schnell durch ein erfolgversprechenderes Projekt. Was zurück bleibt, sind Petitionen und Aktionen als verzweifelter Fan-Versuch, die Sender zu überzeugen, der geliebten Serie eine letzte Chance zu geben. Leider sind es nicht Briefe und verrückte Aktionen, die Senderchefs beeindrucken, sondern knallharte Zahlen. "Money makes the world go ´round." Dies mussten nun auch die Fans von "The O.C." erfahren. Nachdem die vierte Staffel auf nur 16 Episoden gekürzt wurde, konnte man bereits erahnen, dass es nicht viel Hoffnung gibt

Zugegeben, die Serie war schon lange nicht mehr das, was sie mal war. 2003 gestartet, begeisterte "The O.C." mit frischen Gesichtern und einem Mix aus seifenoperartigen Geschichten und einem guten Spritzer Humor. Da war die viel zu traumhafte Kulisse von Newport, einem Küstenort voller Reicher und Schöner, und mittendrin die Familie Cohen, die so ganz anders als ihre Nachbarn ist. Seth, der Außenseiter, der sich nichts mehr wünscht als Freunde zu finden und endlich aus der verhassten kalifornischen Schickeria flüchten zu können. Seine Eltern Sandy und Kirsten, die ein fast zu perfektes Eheleben führen und zudem noch Herz beweisen, als sie den Problemjungen Ryan bei sich aufnehmen. Und dann wäre da natürlich noch die Nachbarsfamilie Cooper, die so ziemlich das genaue Gegenteil vom perfekten Familienleben darstellt und deren Mitglieder sich von Problem zu Problem hangeln. Im Laufe der Jahre veränderte sich die Serie, Geschichten wiederholten sich, andere wirkten zu konstruiert und konnten die Zuschauer nicht mehr überzeugen. Von zweistelligen Einschaltquoten wie in der ersten Staffel konnte die Serie nur noch träumen.

Das Ende von "The O.C." ist für uns nicht nur Grund, zu trauern, sondern auch Anlass, auf vier Jahre zurück zu blicken. Vier Jahre im Leben der Protagonisten, vier Jahre voller Herzschmerz und Familientragödien, vier Jahre des Lachens und Weinens über Sprüche von Seth und dem Ende von Beziehungen, und vier Jahre Hochs und Tiefs einer Serie, ohne die die Fernsehlandschaft fortan weniger bunt und tragisch sein wird.

(Achtung: Das Special enthält Infos über die 4. Staffel, die allerdings entsprechend gekennzeichnet sind. Wenn Ihr also noch nicht wissen wollt, wie es in der neuen Staffel weitergeht, solltet Ihr diese Absätze überspringen!)


Die Highlights aus vier Jahren

Die umstrittensten Geschichten

Geschichten, die man gerne weiterverfolgt hätte

Wie geht es nun weiter?

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