Bewertung: 6

Review: #7.05 Kampfansage

Foto: Lauren Vélez, Dexter - Copyright: Paramount Pictures
Lauren Vélez, Dexter
© Paramount Pictures

Obwohl auch diese Folge von "Dexter" ihre starken Momente hatte, so hat sie mich nicht so mitreißen können, wie die bisherigen in dieser Staffel. Stellenweise hat sich die Folge auch gezogen, doch nach vier starken Episoden, kann ich mit einer weniger starken ganz gut leben.

"I don't want to be involved in that part of your life. I know you're not gonna stop, but I don't wanna know about it."

Vielleicht lag das Problem darin, dass man von allem ein bisschen, aber nichts Ganzes gesehen hat. So wurde die Interaktion zwischen Dexter und Debra zurückgeschraubt und sie gehen in der Folge die meiste Zeit getrennte Wege. Es gab nur wenige Szenen, in denen sie zusammenkommen, diese konnten jedoch überzeugen. Ich hätte mir davon aber gerne mehr gewünscht. Die Anspannung in diesen Momenten ist nämlich wirklich groß und es macht Spaß, dabei zuzuschauen, wie Deb reagiert, denn für mich ist nie klar, in welche Richtung es gehen wird.

So war ihr Ausbruch im Fahrstuhl ein sehr starker Moment, der hervorgestochen ist, weil Deb jetzt nicht nur Angst um Dexters Zukunft hat, sondern auch um ihre. Sie merkt, dass er sie da mit reingeritten hat und ihr Job auf dem Spiel steht. Deshalb muss sie nun aufpassen und es ist auch nachvollziehbar für mich, dass sie Dexter im Bezug auf Laguerta hilft. Wenn herauskommt, dass Dexter ein Killer ist und Deb es vertuscht hat, ist ihr Leben, wie sie es kannte, vorbei. Man merkt sehr gut, dass Deb nun an dem Punkt ist, wo es kein Zurück gibt. Sie hat Dexter bereits zuviel geholfen und hat sich damit keinen Gefallen getan, sodass ihr nichts anderes übrig bleibt, als ihn zu verteidigen, ihm aus der Patsche zu helfen und somit auch ihren Job zu retten. Es ging bereits zu weit und Deb weiß das, weshalb ich verstehen kann, dass sie nun nichts mehr damit zu tun haben möchte. Sie erkennt, dass ihr Bruder ein Killer ist und obwohl sie damit nicht einverstanden ist und ihre Probleme damit hat, so stellt sie sich selbst nach vorne und denkt an ihre eigene Zukunft. Was das jetzt für die Beziehung der beiden bedeutet, ist mir nicht klar, denn ich kann mir nicht vorstellen, dass Deb sich aus der ganzen Sache zurückzieht. Schließlich wird ihr Kopf immer sagen, dass Dexter mit einem zukünftigen Mordfall zu tun haben könnte. Ich bin gespannt, wie man die Story nun weiterverfolgt, hoffe aber in Zukunft wieder auf mehr Szenen zwischen den beiden, in denen ihre Beziehung mehr thematisiert wird und vor allem Debs Entwicklung dabei.

Laguerta könnte hier noch eine große Rolle spielen, denn diese wird mit Sicherheit nicht aufgeben. Ich fand ihre Bestimmtheit sehr gut und es freut mich, dass man ihr diese Handlung gibt, denn meine Neugier ist entfacht. Sie kommt Dexter langsam immer näher und wäre Deb nicht gewesen, so wäre Dexter sicherlich von Laguerta erkannt worden. Ich bin mir sicher, dass es irgendwo noch mehr Beweise gegen Dexter gibt, der zwar überzeugt ist, nichts falsch gemacht zu haben, aber so aufmerksam kann kein Mensch sein und Dexter hat sicher seine Fehler gemacht. Ob das alles ihn jetzt wieder einholt, macht mich sehr neugierig. Ich frage mich, ob Laguerta so lange nachbohren wird, bis sie ihre Beweise findet, oder ob Dexter den Fall mit Doakes wiederholen wird. Es wäre zwar schade um Laguerta, die mir in dieser Staffel wieder gut gefällt, doch dann gäbe es einen netten Twist, der mir auch sehr zusagen würde. Lassen wir uns überraschen. Ich hoffe nur, dass Deb weiterhin mit Laguerta arbeiten wird, denn es macht Spaß, ihre Reaktionen zu verfolgen, jetzt nachdem sie die ganze Wahrheit kennt.

In diesem Zusammenhang muss ich auch noch kurz Batista erwähnen, der mir sehr leid getan hat, als Deb ihn zurückgewiesen hat. Sie macht es natürlich nur, um sich und Dexter zu schützen, doch ich glaube, es fällt ihr wirklich schwer, da Batista ihr sehr am Herzen liegt. Das hat Deb sehr gut vermittelt und ich hoffe nicht, dass sie dadurch Schwierigkeiten bekommt, weil Batista dennoch weiterbohren wird. Er war sehr wütend und ich könnte mir vorstellen, dass er erkennt, dass etwas nicht stimmt und dann auf eigene Faust loszieht. Das könnte auch schlimme Konsequenzen haben und so hat Dexter die Gefahr nicht nur von Laguerta aus, sondern auch von Batista. Aber das wird sich noch zeigen.

"Look at us, talking about blood and gore like we're on a date, sharing our first sexual experience."

Dexter ist jetzt erstmal beschäftigt. Zum einen mit Hannah McKay und ich muss sagen, Yvonne Strahovski gefällt mir in der Rolle sehr gut, weil ich sie überhaupt nicht einschätzen kann. Sie spielt diese nette Frau, der man nichts zutrauen würde, doch da steckt noch einiges dahinter, das sagt mir mein Gefühl. Ihre Annäherung an Dexter ist etwas mysteriös und noch habe ich keine Ahnung, was dahinter steckt, aber ich bin gespannt. Dexter hat Deb verschwiegen, was er herausgefunden hat, was bedeuten könnte, dass er sich Hannah selbst vornimmt. Doch Hannah hat eine bestimmte Auswirkung auf Dexter. Man merkt, dass er nervös wird, sie selbst nicht einschätzen kann und damit viele Möglichkeiten offen bleiben. Es könnte auf einen Mord hinauslaufen, es könnte aber auch auf mehr hinauslaufen, denn irgendwie kommt es mir so vor, als ob Dexter sich zu ihr hingezogen fühlt. Aber mal schauen. Bisher gefällt mir die Interaktion zwischen ihnen ganz gut, auch wenn ein bisschen mehr Spannung in dieser Folge gut getan hätte.

Diese hat dafür Isaak geboten, der nun hinter Dexter her ist und auch kein Geheimnis daraus macht. Ich fand es schon sehr creepy, wie er es sich in Dexters Apartment gemütlich gemacht hat und auf ihn gewartet hat. Dexter hat erst keine Ahnung, merkt aber recht schnell, mit wem er es da zu tun hat. Das Katz-und-Maus-Spiel der beiden hat mir gut gefallen und noch besser fand ich Dexters Idee, Isaak an den Feind auszuliefern. Leider ging sein Plan schief und ich bin den Machern sehr dankbar, dass man in Flashbacks gesehen hat, was passiert ist, denn ich konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie Isaak das geschafft hat. Jedoch habe ich dadurch auch große Angst vor ihm bekommen, denn diese Flashbacks haben ihm noch mehr Macht verschaffen und dieser Mann ist um einiges gefährlicher als er aussieht. Für mich war Isaak immer etwas mysteriös und mächtig, doch jetzt wirkt er auch noch sehr gefährlich. Sein Plan hat eine Absicht, denn ein Mann wie er hätte niemals sein Blut am Tatort hinterlassen. Ich möchte unbedingt wissen, was dahinter steckt und was Isaak vor hat. Das Gespräch mit Dexter hat bei mir für Gänsehaut gesorgt. Man hat genau gesehen, dass Dexter sich fürchtet, auch wenn er es nicht zugeben will. Er spielt auch noch den Starken, verschwindet dann aber schnell, bevor Isaak noch mehr sagen kann. Klar, Dexter hat auch seine Fähigkeiten und ist stark, aber momentan weiß ich nicht, ob er eine Chance gegen Isaak hätte. Dafür hat dieser für mich zur Zeit mehr Präsenz.

Fazit

Eine Folge mit starken Momenten, doch sie konnte leider nicht so sehr überzeugen, wie die Episoden zuvor. Zwischendurch gab es ein paar schwache Stellen, die mich nicht so mitgezogen haben, doch ich denke, dass es daran lag, dass es mehrere Handlungsstränge gab, die alle angeschnitten wurden, aber nicht wirklich zu einem Höhepunkt kamen.

Alex Olejnik - myFanbase


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