Abschied von "Bones"
Die besten Plottwists/Cliffhanger

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Foto: Bones - Copyright: 2011 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX
Bones
© 2011 Fox Broadcasting Co.; Brian Bowen Smith/FOX

In den zwölf Jahren "Bones" gab es diverse Cliffhanger oder Plottwist, die die Fans schockierten, sie überraschten, sie zu Tränen rührten, zum Lachen oder weinen brachten. Zwei unserer Autorinnen haben diese Cliffhanger und Plottwist Revue passieren lassen und haben die ausgewählt, welche ihnen am besten gefallen haben. An welche Cliffhanger oder Plottwists erinnert ihr euch gerne, welche fandet ihr spannend oder überraschend und welche haben für euch gute Handlungsstränge mitgebracht? Lasst es uns in euren Kommentaren wissen.


Die besten Cliffhanger/Plottwist in "Bones" von Denise D.


Foto: Eric Milligan & Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2008 Fox Broadcasting Co.; Isabella Vosmikova/FOX
Eric Milligan & Emily Deschanel, Bones
© 2008 Fox Broadcasting Co.; Isabella Vosmikova/FOX

#3.15 Mit einem Schmerzen im Herzen

Zack ist Gormogons Gehilfe

Der Gormogon-Fall hat die Geschehnisse von Staffel 3 beherrscht. Im Finale kommt dann heraus, dass jemand aus ihren eigenen Reihen Gormogon helfen muss. Nur wer? Hodgins, Sweets, die Liste der Verdächtigen und die Unsicherheit im Team wächst immer mehr. Nur an Zack denkt niemand. Denn der wurde ja bei einer Explosion verletzt, als ein Experiment schief gegangen ist. Doch dann findet Brennan heraus, dass Zack Fehler bei seinen Ermittlungen gemacht hat und ihr wird klar, dass Zack Gormogons Gehilfe sein muss. So wirklich wahrhaben will man das zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Zack und ein Killer? So skurril und rational er im Laufe der Staffeln auch war, so hätte man doch nie erwartet, dass Zack zu so etwas fähig wäre. Denn was ist bitteschön der rationale Grund dafür, einem von Verschwörungstheorien besessenen Kannibalen beim Morden zu helfen? Eine wirkliche Antwort hat man von Zack leider nie bekommen. Irgendetwas über böse Freimaurer und Morden für das größere Wohl. Zu schade eigentlich, denn mit einer guten Begründung wäre das ein genialer Plottwist gewesen. So hinterlässt die ganze Geschichte aber eher gemischte Gefühle. Man kauft es Zack einfach nicht so richtig ab. Und so ist es einfach nur ein Jammer, Zack so verlieren zu müssen. Immerhin ist es ein Trost, dass sein angeblicher Mord an dem Lobbyisten letzten Endes aufgelöst werden konnte und Zack so etwas wie ein Happy End bekommt.

Trotzdem, ob einem die Auflösung des Gormogon-Falls nun gefallen hat oder nicht, er hat durch Zacks Weggang einiges am Jeffersonian Institute verändert. Denn plötzlich gibt es nicht mehr den einen Laborassistenten, sondern viele. Am Anfang war das zwar vielleicht etwas ungewohnt, im Nachhinein bin ich aber sehr froh, dass man sich für diesen Schritt entschieden hat. Denn so konnten wir im Laufe der Jahre eine Vielzahl interessanter und unglaublich vielfältiger Charaktere kennenlernen.

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Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones
© 2007 Fox Broadcasting Co.; Kwaku Alston/FOX

#6.23 Vom Vergehen und Werden

Brennan ist schwanger

Das war wohl mit einer der größten Plottwists der ganzen Serie und darf von dem her natürlich nicht auf der Liste fehlen. Schließlich stellt das Finale von Staffel 6 damit den offiziellen Wendepunkt in der Beziehung von Brennan und Booth dar. Weg von den Kollegen und Freunden mit der besonderen Chemie, hin zum Paar. Darauf haben viele schon lange gewartet und dafür, dass Brennan und Booth so etwas wie das Hauptpaar der Serie sind, haben sie sich mit sechs Staffeln sowieso schon ziemlich viel Zeit gelassen.

Doch jetzt zur eigentlichen Szene. Der Plottwist an Brennans Schwangerschaft ist wohl, dass alles so völlig überraschend kam. Immerhin haben wir Zuschauer ja nur gesehen, wie Brennan am Boden zerstört über Vincents Tod in Booths Armen auf der Bett einschläft. Erst durch Brennans Gespräch mit Angela erfahren wir überhaupt, dass da mehr gelaufen ist (ein Fakt, den manche Fans bis heute nicht verziehen haben). Eigentlich ist die Stimmung sowieso schon ziemlich passend, nachdem kurz zuvor Angela und Hodgins' Sohn Michael Vincent auf die Welt gekommen ist. Und so spazieren Brennan und Booth nach dem Besuch im Krankenhaus durch die Straßen und sprechen darüber. Als Brennan dann verkündet, dass sie schwanger ist, hat Booth wohl ähnlich verdutzt geschaut, wie die Zuschauer. Doch als sie sich dann voll Freude anlächeln, muss man sich einfach mit ihnen freuen.

Die Folge heißt auf Englisch The Change in the Game und es war auch ein Wendepunkt in der Serie. Gewissermaßen kann man die letzte Szene der Staffel damit sowohl als Plottwist als auch als Cliffhanger sehen. Denn während Booths Reaktion auf die Neuigkeit schon abgehakt wurde, weiß man immer noch nicht, wie es mit den beiden weitergehen wird. Schließlich war ihr Beziehungsstatus zu diesem Augenblick komplett unklar. So ging man nun in dem Wissen aus dem Staffelfinale, dass sich einiges ändern würde.

Foto: David Boreanaz, Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
David Boreanaz, Bones
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX

#10.01 Booth und die Verfluchten der Verschwörung (1)

Sweets wird getötet

Wie zu erwarten hat es Sweets' Tod nicht nur in meine Spezielle Momente-Kategorie geschafft, sondern natürlich auch in die mit den Plottwists. Denn wie schon gesagt, kam diese Szene so völlig aus dem Blauen heraus, dass es wohl kaum einer vorhergesehen hätte. Sweets war nicht nur ein Hauptcharakter, sondern auch ziemlich beliebt bei den Fans. Außerdem hatte er gerade mit Daisys Schwangerschaft eine neue Storyline bekommen. Doch all das hat nichts geändert, Sweets stirbt. Das hat die Dynamik der Serie verändert. Denn plötzlich gibt es da ein Sweets-förmiges Loch, das das Team des Jeffersonian Institutes erst einmal füllen muss. Und so hundertprozentig haben sie es eigentlich nie geschafft. Doch das war wohl auch nie der Plan. Nicht umsonst hat man mit Aubrey schließlich einen normalen FBI-Agenten eingeführt, der Booth unterstützen soll und keinen weiteren Psychologen. Nun müssen eben alle etwas zusammenhelfen, wenn es um die Psychologie geht und sich daran erinnern, was Sweets ihnen beigebracht hat. Damit ist auch automatisch dafür gesorgt, dass Sweets weder bei den Charakteren, noch den Zuschauern in Vergessenheit gerät. Gerade das hat man sehr gut geschafft. Meistens thematisieren Serien den Tod eines Charakters ein paar Folgen lang und belassen es dann dabei. Aber Sweets ist ständiger Begleiter der Charaktere, ob sie nun irgendeinen Gegenstand finden, oder sich einfach nur an ihn erinnern.

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TJ Thyne, Bones
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#11.10 Die Bombe im Brustkorb

Hodgins ist gelähmt

Als eine Bombe in einer Leiche explodiert, werden Hodgins und Aubrey von der Detonation erwischt. Doch während Aubrey im OP um sein Leben kämpfen muss, scheint Hodgins bis auf ein paar Blessuren ganz gut davongekommen zu sein. Er hilft weiter bei den Ermittlungen und niemand denkt sich dabei etwas. Bis er dann am Ende der Folge plötzlich zusammenbricht. Kurz darauf stellt sich heraus, dass Hodgins durch eine Nervenschädigung vielleicht nie wieder laufen können wird. In dieser Folge hat man erschreckend deutlich gesehen, wie schnell sich das Leben doch ändern kann. Von einem Moment auf den anderen.

Es hat mich schon etwas gewundert, dass so eine große Storyline für einen Hauptcharakter erst kurz vor Ende der Serie begonnen wurde. Schließlich wusste man zu diesem Zeitpunkt ja noch nicht einmal, ob "Bones" überhaupt eine zwölfte Staffel bekommen wird, oder ob sie mit dieser Staffel aufhören müssen. Im Nachhinein hat dieser Handlungsstrang die zusätzlichen 12 Folgen nämlich gut brauchen können, um zu einem wirklich würdigen Abschluss zu kommen. Die Serienmacher sind in dieser Hinsicht also ein ziemliches Risiko eingegangen. Doch meiner Meinung nach hat es sich ausgezahlt. Immerhin ist es einer der spannendsten und interessantesten Handlungsstränge, die Hodgins im Laufe der Jahre hatte und bot TJ Thyne die Möglichkeit, zu schauspielerischen Höchstleistungen aufzulaufen. Man sieht Hodgins bei seiner Reise zu. Man sieht ihn straucheln, verzweifeln und schließlich seinen Frieden damit finden und nach vorne sehen. Dabei war es den Serienmachern sehr wichtig, dass es keine plötzliche Heilung für Hodgins gibt. Sie wollten einen Charakter zeigen, der – Behinderung oder nicht – ein glückliches und erfülltes Leben führt. Und das ist ihnen auch wunderbar gelungen.

Foto: Emily Deschanel & Tim Guinee, Bones - Copyright: 2016 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
Emily Deschanel & Tim Guinee, Bones
© 2016 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX

#11.22 Der Albtraum innerhalb eines Albtraums

Zack ist der Puppenspieler

Okay, letzten Endes ist Zack doch nicht der Puppenmörder, doch genau das denkt das ganze Team des Jeffersonian Institutes im Finale von Staffel 11. Die Storyline rund um den "Puppenspieler"-Serienmörder wurde im Nachhinein wohl nur eingeführt, um eine Möglichkeit zu finden, Zack nach all den Jahren wieder auf die Bildfläche zu bringen. Tatsächlich war Zacks Auftritt unglaublich dramatisch. Schließlich hat man den mysteriösen und schaurigen Puppenspieler nun schon seit einer halben Staffel im Hinterkopf gehabt. Mit seinen Kinderliedern, den personalisierten Marionetten, dem grusligen Keller. Obwohl der Serienmörderfall vergleichsweise kurz war, hatte er einfach einen wunderbaren Horror-Charme. Alles rund um den mysteriösen Mörder, der von Folge zu Folge immer bedrohlicher wird. Die Geschichte findet dann im Finale seinen Höhepunkt, als Brennan plötzlich erst im metaphorischen Sinne und dann tatsächlich das Opfer wird. Da das Team Brennans Entführung mehr oder weniger live mitbekommt, können sie sich gleich ans Ermitteln machen. Ab diesem Zeitpunkt wird auf das große Finale, auf den großen Höhepunkt hingearbeitet. Wir sehen das Team, wie es verzweifelt versucht, aus den Hinweisen von Brennan schlau zu werden. Die Hinweise, die die ganze Folge schon in eine gewisse Richtung gedeutet haben, doch natürlich hat niemand daran gedacht, dass es sich bei dem Gesuchten um Zack handeln könnte. Als Booth dann doch auf einmal die Puzzlestücke zusammensetzen kann und panisch in die psychiatrische Einrichtung rennt, in der sich Zack eigentlich befinden sollte, ist das Spannung vom höchsten Niveau. Parallel wird die Geschichte auch aus Brennans Sicht aufgelöst, in dem sich Zack aus den Schatten löst. Die Storyline mag zwar letzten Endes nicht so aufregend ausgegangen sein, wie man hätte erwarten können. Trotzdem war #11.22 Der Albtraum innerhalb eines Albtraums eine der spannendsten und schockierendsten Episoden der "Bones"-Geschichte, die mit Zacks Wiedererscheinen in einem hervorragenden Cliffhanger geendet hat.


Die besten Cliffhanger/Plottwist in "Bones" von Maria Schoch


Foto: David Boreanaz, Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Patrick McElhenney/FOX
David Boreanaz, Bones
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#9.24 Bones und Booth in einem Bild der Zerstörung

Die Verhaftung von Booth

Die Verhaftung von Booth zum Schluss der Episode war das Tüpfelchen auf dem i der vorhergegangenen Storyline und ein grandioser Cliffhanger. Booth wurde während neun Staffen "Bones" als patriotischer Mensch dargestellt, der alles für sein Land getan hat und tun würde und an das System sowie an die Regierung glaubt. Bereits in der Vergangenheit konnte man öfters feststellen, wie nahe es ihm ging, wenn Hodgins mit seinen Verschwörungstheorien um sich geworfen hat oder es Anzeichen dafür gab, dass die Regierung ihrem Volk eine Lüge auftischt, wie beispielsweise in der Episode #5.12 Im Pudding liegt die Wahrheit als vermutet wird, dass die Leiche des ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy im Jeffersonian auf dem Tisch liegt. Nun sieht es so aus, als würde Booth selber ein Opfer seiner Regierung werden und ihm werden die Taten zum Verhängnis, die er für sein Land begannen hat und mit denen er seitdem hadert. Die ganze Sache eskaliert dermassen, dass Booth sich gegen Agenten mit Schusswaffen behaupten muss, damit er nicht selber erschossen wird. Dafür wird er später von seinen eigenen Leuten verhaftet und ins Gefängnis gesteckt. Das es wirklich soweit kommen wird und Booth verhaftet und ins Gefängnis gesteckt wird, war für mich bereits sehr gelungen, der Cliffhanger an sich war für mich dann jedoch, dass sich Booth nun mit seinem Patriotismus auseinandersetzen muss, der durch die ganzen Vorfälle stark ins Wanken geraten ist. Ein solcher Vorfall erschüttert Booth in seinem ganzen Wesen und Glauben und somit konnte ich nach dem Ende dieser neunten Staffel kaum erwarten in der zehnten Staffel zu erfahren, wie die Autoren nun mit der Charakterentwicklung von Booth weiterverfahren werden.

Foto: John Boyd, Bones - Copyright: 2014 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX
John Boyd, Bones
© 2014 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX

#10.01 Booth und die Verfluchten der Verschwörung (1)

Der Tod von Sweets

Gleich eine Folge später, nämlich im Auftakt der zehnten Staffel von "Bones" gibt es einen erneuten Plottwist, der für mich zu den besten wie auch zu den traurigsten aus zwölf Jahren der Serie gehört, nämlich der Tod von Lance Sweets. Sweets gehörte für mich zu den besten Charakteren der Serie und sein Tod hat eine grosse Lücke, jedoch eben auch schöne Momente und tolle Charakterentwicklungen geschaffen. Dass man aus Sweets Tod keinen grossen Cliffhanger gemacht hat, hat mir gut gefallen, der Cliffhanger war für mich nämlich auch hier, die grosse Frage, wie die anderen Charaktere mit der neuen Situation und mit Sweets Tod umgehen würden. Vor allem Booth' Entwicklung war sehr spannend, da er sich in gewisser Weise die Schuld an Sweets Tod gibt. Somit war Sweets Tod zwar sehr traurig und ich habe sein Charakter bis zum Schluss der Serie vermisst, doch war er für den Zuschauer auch völlig überraschend und hat spannende, interessante, schöne und traurige Momente nach sich gezogen und vor allem hat er für gute Charakterentwicklungen und Charaktermomente gesorgt. Ausserdem haben die Serienmacher es geschafft mit James Aubrey jemanden zu finden, den ich persönlich sofort in mein Herz geschlossen habe und der Sweets in gewissen Bereichen ersetzt hat ohne seinem Charakter zu ähnlich zu sein und somit ist Sweets nicht in Vergessenheit geraten, doch war so sein Verlust vielleicht etwas besser zu verkraften.

Foto: Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones - Copyright: 2008 Fox Broadcasting Co: Eric Ogden/FOX
Emily Deschanel & David Boreanaz, Bones
© 2008 Fox Broadcasting Co: Eric Ogden/FOX

#11.10 Die Bombe im Brustkorb

Hodgins ist gelähmt

Eigentlich ist die Folge #11.10 Die Bombe im Brustkorb nichts Besonderes, ausser das eben eine Bombe explodiert und zwei der Hauptdarsteller dabei verletzt werden. Doch vorerst habe ich mir auch dabei nichts gedacht, Hodgins war ja schliesslich schnell wieder auf den Beinen und auch bei Aubrey hatte ich eigentlich keine Zweifel, dass er es schaffen würde, denn nach Sweets würde man doch nicht so kurz vor Schluss der Serie wieder jemanden töten. Was danach am Ende der Folge passiert, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet: Hodgins ist gelähmt und hat kaum Aussicht auf Heilungschancen. Dieser Cliffhanger hatte unglaublich Potential auch Hodgins eine gute und vor allem emotionsgeladene Storyline zu verschaffen und seinem Charakter wieder mal ein bisschen Entwicklung einzuhauchen und T.J. Thyne wieder die Chance zu geben, seinem Charakter etwas mehr Profil zu verleihen. Denn von Hodgins hat man eigentlich oft nicht mehr gesehen, als seine skurrilen Experimente, die vor allem Cam ein Dorn im Auge waren. Nun steht Hodgins aber vor ganz einer anderen Aufgabe, nämlich sich damit abzufinden, dass er nie mehr laufen kann. Dies beeinträchtigt nicht nur seine Person, seinen Charakter und seine Arbeit sondern auch seine Beziehung zu seinen Arbeitskollegen und Freunden und vor allem seine Ehe mit Angela. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Serienmacher bis zum Schluss nicht noch irgendeine Heilmethode für Hodgins gefunden haben, sondern er eben von Wut, über Schmerz, über Hoffnung, über Aufgeben bis zur Akzeptanz alle Stadien dieses Prozesses durchgemacht hat und am Schluss sich mit seinem Schicksal abfindet und dabei glücklich ist. Somit war für mich die Wendung, welche die Episode #11.10 Die Bombe im Brustkorb für Hodigns Charakter herbeigeführt hat, ein absolut gelungener Plottwist.

Foto: Sunnie Pelant, David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones - Copyright: 2015 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX
Sunnie Pelant, David Boreanaz & Emily Deschanel, Bones
© 2015 Fox Broadcasting Co.; Ray Mickshaw/FOX

#11.01 Bones und die Loyalität in der Lüge

Jareds Tod und Booth' Verschwinden

Obwohl ich nicht wirklich daran geglaubt habe, dass Booth in etwas Illegales verwickelt ist, fand ich den Cliffhanger der Pilotfolge der elften Staffel einer der gelungensten in "Bones". Die Szene in welcher Booth seine Wunde versorgt und draussen Männer zusammen sprechen und sich beratschlagen, wie sie mit dem verletzten Booth umgehen wollen, da sie ihn nicht zum Arzt bringen können und daneben liegt das viele Geld, lässt doch etwas Zweifeln ob Booth nicht in irgendetwas hineingeraten ist, vor allem da man kurz vorher erfährt, dass sein Bruder Jared in etwas illegales verwickelt war und gestorben ist. Die ganze Folge ist natürlich so aufgebaut, dass man sich zum Schluss die Szene kaum anders erklären kann, als das Booth, der ja seinen Job beim FBI im Finale der zehnte Staffel aufgegeben hat, jetzt in illegale Sachen verwickelt ist. So konnte ich die nächste Folge kaum erwarten und somit haben die Serienmacher mit diesem Cliffhanger ihre Aufgabe hervorragend gemeistert.

Foto: David Boreanaz, Bones - Copyright: 2007 Fox Broadcasting Co.; Kwaku Alston/FOX
David Boreanaz, Bones
© 2007 Fox Broadcasting Co.; Kwaku Alston/FOX

#7.13 Verhängnisvolle Rückkehr der Vergangenheit

Brennans Verschwinden mit Christine

Auch wenn mir nicht alle Aspekte dieses Handlungsstrang gefallen haben, fand ich die Tatsache, dass Brennan mit ihrer Tochter Christine untertaucht, doch sehr gelungen. Denn aus den verschiedenen Folgen die diese Handlung auslöste, ergaben sich doch wieder einige spannende und interessante Charakterentwicklungen und Spannungsbögen. Da war einerseits die Tatsache, dass Brennan scheinbar einem Feind gegenüber stand, dem sie geistig nicht ganz gewachsen war, denn sie sah keinen anderen Ausweg mehr als wegzulaufen. Dies machte Christopher Pelant natürlich noch viel gefährlicher, aber auch spannender und genialer. Zweitens stellt Brennans Handlung natürlich ihre Beziehung zu Booth auf eine schwere Probe. Denn sie zieht ihn nicht nur in ihre Flucht nicht mit ein, nein sie lässt ihn auch noch sehr lange im Ungewissen über ihren Aufenthaltsort und kommuniziert nicht mit ihm, sondern mit Angela. Klar hatte sie dafür ihre Gründe und in ihrer Logik schien dies der richtige Weg zu sein, für Booth und Brennans Ehe war dies aber eine schwere Belastungsprobe. Und genau diese Folgen und die Handlungsstränge daraus, machten diesen Plottwist unglaublich interessant und sorgte für tolle, spannende und überraschende Charaktermomente.

Welches fandet ihr den besten Cliffhanger/Plottwist?

#3.15 Mit einem Schmerzen im Herzen
#6.23 Vom Vergehen und Werden
#10.01 Booth und die Verfluchten der Verschwörung (1)
#11.10 Die Bombe im Brustkorb
#11.22 Der Albtraum innerhalb eines Albraums
#9.24 Bones und Booth in einem Bild der Zerstörung
#11.01 Bones und die Loyalität in der Lüge
#7.13 Verhängnisvolle Rückkehr der Vergangenheit

Ergebnisse:

#3.15 Mit einem Schmerzen im Herzen
#6.23 Vom Vergehen und Werden
#10.01 Booth und die Verfluchten der Verschwörung (1)
#7.13 Verhängnisvolle Rückkehr der Vergangenheit
#11.01 Bones und die Loyalität in der Lüge
#11.10 Die Bombe im Brustkorb
#9.24 Bones und Booth in einem Bild der Zerstörung
#11.22 Der Albtraum innerhalb eines Albraums

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