Meet the Cast of "Game of Thrones"
Michael McElhatton alias Roose Bolton

Foto: Meet the Cast of Game of Thrones - Copyright: myFanbase/Sanny Binder
Meet the Cast of Game of Thrones
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Am 3. Juli 2015 um 19 Uhr war "Game of Thrones"-Darsteller Michael McElhatton, der in der Serie Roose Bolton verkörpert, zu Gast im Berliner Apple Store. Eine Stunde lang beantwortete der Serien-Fiesling zahlreiche Fragen und erfüllte den zahlreichen Fans im Anschluss noch Foto- und Autogrammwünsche. Doch ganz im Gegensatz zu seiner Serienrolle handelt es sich bei Michael McElhatton um einen sehr sympathischen Mann, der weiß, wie man den Menschen ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Nach einem kurzen Plausch über die Hitzewelle, die sich zu dem Zeitpunkt über Deutschland breit machte, ging es auch schon los mit den zahlreichen Fragen die Serie betreffend.

Für Michael McElhatton war es nach eigener Aussage kein Leichtes an eine Rolle in der Serie zu kommen. Schon für die erste Staffel bewarb er sich für zahlreiche Rollen, allerdings erhielt er stets nur Absagen. Er malte sich schon keinerlei Hoffnungen mehr aus, doch dann bekam er einen Anruf, dass er ab der zweiten Staffel die Rolle des Roose Bolton verkörpern sollte. McElhatton hatte sich sehr darüber gefreut, da er ein riesiger Fan von "Game of Thrones" ist. Als Vorbereitung nahm er sich die Bücher vor, doch da er ein sehr langsamer Leser ist, schaffte er es lediglich die ersten beiden zu lesen. Als er schließlich das Script für die zweite Staffel erhielt merkte er, dass sein Charakter für die Serie sehr anders geschrieben wurde, als es in den Büchern der Fall gewesen ist. Deshalb war die "Vorbereitung" nicht sonderlich hilfreich, da er sich nochmal komplett umorientieren musste. Allerdings ist das aufgrund des einzigartigen Sets keine allzu große Herausforderung, erzählte McElhatton weiter, da man sich beim Dreh wirklich fühlt, als wäre man in der Serie und nicht an einem Set. Winterfell ist eine riesige Burganlage 50 km von Belfast entfernt. Man kann auf der Mauer spazieren und ist umgeben von 40000 echten Pferden, was es sehr leicht macht in die Rolle zu schlüpfen.

Foto: Michael McElhatton, Meet the Cast of Game of Thrones - Copyright: myFanbase/Sanny Binder
Michael McElhatton, Meet the Cast of Game of Thrones
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Anschließend berichtete McElhatton ein wenig über den üblichen Ablauf am Set. Der Dreh beginnt morgens um 8 Uhr und geht in der Regel bis 18 Uhr, und das ohne Pausen zum Essen zwischendurch. An einem Tag schafft man allerdings nur eine einzige Szene, da diese in der Regel sehr zeitaufwendig sind. Nur selten kommt es vor, dass zwei Szenen an einem Tag gedreht werden können. Da in "Game of Thrones" allerdings sehr viele Szenenwechsel stattfinden, kommt es oft vor, dass ein Darsteller bloß wenige Drehtage im Laufe der fünf Monate hat, die es braucht eine Staffel abzudrehen. Die bisher aufwendigste Szene der gesamten Serie war die rote Hochzeit in der dritten Staffel. Hier wurde eine gesamte Woche gebraucht, um diese wohl bisher brutalste Stelle der Serie fertigzustellen. Sich danach von Richard Madden und Michelle Fairley verabschieden zu müssen, war für die gesamte Crew sehr schwierig, da die beiden viele Jahre ein wichtiger Bestandteil von "Game of Thrones" waren.

Auch wenn die Serie sehr gewalttätig und schockierend ist, ist sie doch eine der erfolgreichsten der heutigen Zeit. Warum das so ist, beantwortete McElhatton ebenfalls. In der Serie liegt enorm viel Arbeit und Liebe zum Detail. Das Budget ist riesig, weshalb es überhaupt erst möglich ist eine Szene so oft wie möglich zu drehen, damit sie wirklich perfekt wird. Ebenso fantastisch sind die Kostüme, die allesamt echt sind. Die Rüstungen sind aus echtem Metall und dementsprechend sehr schwer. Es fällt selbst erfahrenen Schauspielern sehr schwer sich in solchen fortzubewegen oder auf ein Pferd zu steigen und doch wirkt es in der Serie wie ein Leichtes. Auch wenn "Game of Thrones" wohl eher eine Fantasyserie ist, würde McElhatton selbst sie ganz anders beschreiben. Er ist der Meinung, dass es sich eher um eine Familien-Dramaserie handelt mit sehr komplexen Charakteren und Handlungssträngen. Zudem ist es die erste Serie, die keine Angst davor hat die Hauptcharaktere sterben zu lassen wie die Fliegen. Keiner ist wirklich sicher, weshalb man sich in niemanden verlieben sollte, da man nie weiß, wer als Nächstes daran glauben muss. Auch die Beziehungen innerhalb der Serienfamilien findet McElhatton sehr spannend. Ihm gefällt die Verbindung, die er mit seinem Bastardsohn Ramsay Schnee hat. Einerseits hilft er ihm bei seinen Eroberungen, doch andererseits hofft Roose Bolton, dass Ramsay stirbt. Er wünschte er hätte einen anderen Sohn als Erben. Die beiden haben ein sehr gestörtes Verhältnis, was in "Game of Thrones" allerdings Gang und Gebe ist. All diese Eigenschaften miteinander vereint, machen die Serie so erfolgreich, wie sie ist.

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Michael McElhatton, Meet the Cast of Game of Thrones
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Nachdem die Moderatorin all ihre Fragen gestellt hatte, war es an der Zeit das Mikrophon ins Publikum zu reichen. Die erste Frage war wohl die, die jeden seit der letzten Folge von Staffel 5 am meisten interessiert: Wie steht es um Jon Snows Schicksal? McElhatton meinte daraufhin, dass das eine sehr gute Frage sei, die er auch gerne beantwortet hätte. Allerdings weiß bisher kein einziger der Schauspieler aus der Serie, wie es in der sechsten Staffel weitergehen wird. Die Drehbücher sind noch nicht bei ihnen eingegangen, müssten allerdings in den nächsten Tagen ankommen, da im Juli die Dreharbeiten wieder aufgenommen werden. Allerdings sagte er später auf die Frage, wen er am liebsten auf dem Eisernen Thron sitzen sehen möchte, dass Jon Snow derjenige ist, der es (neben Roose Bolton selbstverständlich) am ehesten verdient hat. Er hat in der letzten Staffel bewiesen, dass er die Fähigkeit besitzt Leute anzuführen und sogar zu regieren, was ihn zum perfekten König machen würde.

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Es folgten noch einige weitere interessante Fragen, die McElhatton mit großer Freude beantwortete. So sagte er, dass sein liebster Handlungsstrang die Entwicklung der Beziehung zwischen Jaime Lannister und Brienne von Tarth sei und dass er persönlich seinen Seriensohn Ramsay hasse. Er sei der Meinung, dass er zu gestört und sadistisch sei, weshalb er ihn auch nicht respektiere. Des Weiteren erzählte er davon, dass der Tod von Eddard Stark der schockierendste für ihn war, auch wenn er das Drehbuch schon gelesen hatte. Natürlich hofft er, dass Bolton bis zum Ende überlebt, hofft allerdings, dass wenn er stirbt, er einen coolen Tod erhalten wird. Er möchte nicht einfach von hinten erstochen werden. Sein Tod soll ehrenhafter sein, zum Beispiel im Kampf mit einem Weißen Wanderer oder einem Drachen. Auch bei lebendigen Leib von einem Drachen verbrannt werden, würde er cool finden oder von Arya Stark getötet zu werden, auch wenn sein Name auf ihrer Liste gar nicht auftaucht.

Zu guter Letzt berichtete McElhatton noch ein wenig von seinen Plänen für den Sommer. Er würde sehr gerne ein wenig durch Frankreich und Irland reisen, wenn ihm der Dreh nicht dazwischen kommt. Anschließend nahm er sich in einem separaten Raum viel Zeit für die Fans. Glücklicherweise hat er sich unter ihnen kein Opfer ausgesucht, das er häuten kann. Er blieb die gesamte Zeit über sehr freundlich, was ihn zu einem überaus sympathischen Bösewicht hat werden lassen.

Sanny Binder - myFanbase

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