Interview mit Lauren Stamile

Lauren Stamile ist vielen als OP-Schwester Rose bekannt, die sich in der Dramaserie "Grey's Anatomy - Die jungen Ärzte" in einer ziemlich schwierigen Lage befand. Auch im Comedy- und Action-Bereich war Lauren bereits zu sehen und als nächstes steht ein Ausflug in die Mysteryserie "The Secret Circle" an, in der sie die Rolle der Lucy spielt. In diesem Interview gibt Lauren uns ausführlich Einblick in gewisse Facetten des Schauspielberufs, sie erzählt einiges von den Dreharbeiten der beliebten Serien, an denen sie mitgewirkt hat, und spricht auch ein wenig über ihre attraktiven Schauspielkollegen.

Hier könnt ihr das Originalinterview nachlesen. | Read the original interview in English.

Foto: Copyright: Lauren Stamile
© Lauren Stamile

1. Du hast gerade die Rolle der Lucy in "The Secret Circle" ergattert, die in Verbindung zu Cassies Eltern steht. Kannst du uns ein wenig über deine Figur, ihre Absichten und ihre Bedeutung im Gesamtbild verraten?

Hmm. Alles, was ich sagen kann, ist, dass Lucy eine sehr komplizierte Frau ist, die von ihrer Vergangenheit verfolgt wird - einer Vergangenheit, die mit Cassies Eltern verknüpft ist. Ich wünschte, ich könnte euch mehr erzählen!!! Die Geschichte ist so gut!!!

2. Was hat dich an der Rolle interessiert, so dass du dafür vorgesprochen hast?

Das habe ich gar nicht! Nicht, dass ich es nicht liebend gerne getan hätte - ich liebe die Serie! Dies war aber eine dieser herrlichen, seltenen Gelegenheiten, wo mir die Rolle tatsächlic angeboten wurde! Ihr könnt wetten, dass ich ohne zu zögern "JA!" gesagt habe :-)

3. Es gab einiges an Diskussion darüber, wie Charles Meade, der Bösewicht im Piloten, es tolerieren konnte, von Dawn Chamberlain in den weiteren Folgen ständig so von oben herab behandelt zu werden. Wird deine Figur Licht in diese Sache und überhaupt in die Strukturen des Elternzirkels bringen?

Junge, Junge ...viele, viele interessante Dinge werden in dieser Episode ans Licht kommen. Es gibt definitiv einige "WAS?!"-Momente. Ich darf allerdings nicht verraten, worum es sich dabei handelt. Es tut mir so leid! Ihr müsst es euch anschauen - es lohnt sich!

4. Du hast mit Gale Harold schon vorher bei dem Film "Low Fidelity" gearbeitet. Er hat eine solch intensive Bildschirmpräsenz. Wie ist er so und wie ist es, mit ihm zu arbeiten?

Ich bin ein riesiger Gale-Harold-Fan. Ich meine, wie kann man nicht! Und nachdem ich mit ihm gearbeitet habe, bin ich sogar ein noch größerer Fan. Er ist so ein netter und großzügiger Schauspieler und Mensch. Er ist immer sehr gut vorbereitet und sehr sorgfältig in der Erforschung seines Charakters und der Geschichte. Und er bringt mich zum Lachen". Seine Ansichten über viele Dinge ist sehr, sehr interessant. Ich hoffe, ich kann in Zukunft noch viel öfter mit ihm zusammen arbeiten!

5. Ist es seltam, mit demselben Schauspieler an verschiedenen Projekten zu arbeiten? Fühlt es sich jedesmal neu an, weil die Rolle neu ist oder ist es angenehmer, wenn man schon weiß, wie sein Gegenüber arbeitet?

Ich arbeite wirklich gerne mit Leuten, mit denen ich vorher schonmal gearbeitet habe. Es ist zwar aufregend, eine Beziehung zu jemandem aufzubauen, den ich in der kurzen Zeit, die ich normalerweise habe, kaum kennenlernen kann, aber auch eine extreme Herausforderung - besonders im Fernsehen. Wenn ich bereits eine gewisse Beziehung zu jemandem habe, finde ich es leichter und ehrlich gesagt weniger beängstigend, eine noch tiefere schauspielerische Beziehung aufzubauen. Immer wenn ich einen Schauspieler, mit dem ich arbeiten werde, zum ersten Mal treffe, ist da dieser "Oh je, wie werde ich mich schlagen? Kann ich mit ihm/ihr mithalten?"-Moment. Und solange dies nicht Teil der Beziehung ist, die ich versuche herzustellen, dann muss dieser Gedanke sofort weggehen, sonst kann er die Arbeit negativ beeinflussen. Dies vorausgesetzt, gibt es natürlich aber auch immer Unterschiede, etwas Angst und (viel) Zweifel im Zusammenhang mit dem Projekt, der Rolle, der Beziehung, egal wie gut du den anderen Darsteller schon kennst - aber dadurch bleibt es spannend.

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6. Woran erinnerst du am liebsten im Hinblick auf "Grey's Anatomy"? Kannst du etwas über das Leben am Set verraten?

Meine Zeit bei "Grey's Anatomy" war sehr lehrreich. Ich habe viel gelernt, indem ich die wirklich guten Schauspieler und Autoren etc. dabei beobachtet habe, wie sie eine Hitserie erschaffen und dieses gigantische Schiff dann navigieren. Ich hatte mir immer vorgestellt, unter wie viel Druck jeder in dieser Position stehen muss und war dann so beeindruckt von der kollektiven Fähigkeit, sich nur auf die Arbeit zu konzentrieren, auf die Aufgaben, die erledigt werden müssen, und dabei noch eine gute Zeit zu haben. Ich habe in dem Jahr viel beobachtet und zugehört.

7. Die Fans mochten deinen Charakter Rose nicht wirklich, da sie zwischen Derek und Meredith geraten ist. Wie ist das, sich auf eine Rolle einzustellen und dabei zu wissen, dass die Zuschauer der Figur keine echte Chance geben werden?

Aus der Tatsache, dass viele Leute Rose verachtet haben, ergab sich die größte Lektion von allen - LESE. NIEMALS. EINEN. BLOG. Niemals, niemals, NIEMALS. Ich machte diesen Fehler an einem kalten (naja, kalt für Los Angeles) Winternachmittag. Ich war so erstaunt, wie heftig die Leute auf die arme Rose reagierten! Aber dann wurde es mir klar, "Rose steht zwischen zwei wahnsinnig beliebten Charakteren, die ich doch auch zusammen sehen möchte!" Das Publikum war und ist sehr engagiert hinsichtlich der Dereks und Merediths Beziehung! NATÜRLICH wollten sie nicht, dass jemand sich dazwischen drängt... Nachdem ich mir das vergegenwärtigt hatte, wurde mir endgültig klar, dass der Job eines Schauspielers - mein Job - darin besteht, die Geschichte zu erzählen - es ist kein Beliebtheitswettbewerb. Das ist nicht der Grund, warum ich tue, was ich tue, und falls ich gedanklich wieder in die Richtung "Mögen sie mich?" abdrifte, kann ich darauf wetten, dass meine Arbeit darunter leidet.

8. Wie denkst du über die Entwicklung deiner Figur? Kannst du nachvollziehen, dass Rose ausrastete und dann entschied, lieber wegzugehen, anstatt Derek jeden Tag sehen zu müssen?

Ich wünschte, Rose hätte Derek nicht versehentlich verletzt! Mein Vater ist Chirurg, und die Hände eines Chirurgen sind seine primären Werkzeuge! Liebe kann uns allerdings dazu bringen, uns auf eine Art und Weise zu benehmen, auf die wir... (öhm!) im Nachhinein nicht stolz sind. Aber, ja, ich kann (leider) nachvollziehen, dass sie ausgerastet ist. Sie war anfangs nicht diese verwirrte Stalkerin! Sie war eine zurückhaltende, smarte Frau, der Hoffnungen gemacht wurden, und dann wurde sie... fallengelassen! Ich respektiere ihre Entscheidung wegzugehen, und es war wirklich ein Opfer für sie. Scham hat ihre Entscheidung auch ein wenig beeinflusst, aber vor allem machte ihr Weggehen es auch leichter für Dereh und Meredith. Insofern, "Yeay, Rose!" Sie hat sich durch eine haarige Situation gekämpft und behielt am Ende noch ein wenig ihrer Würde.

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© Lauren Stamile

9. Wie viel McDreamy liegt bei der Arbeit mit Patrick Dempsey in der Luft? Ist er seinem Charakter irgendwie ähnlich?

Patrick Dempsey ist warmherzig, gewandt, gutaussehend und ist unglaublich fokussiert bei der Arbeit - insofern ist er McDreamy sehr ähnlich. Aber er ist viel spaßiger - was einem Set mit sovielen Leuten, die soviele Stunden so hart arbeiten, eine großartige Eigenschaft ist - seine Witze haben oft Müdigkeit fortgeblasen und die Geister neu belebt.

10. Deine Figur in "Community", Prof. Michelle Slater, hat sich oft mit ihrem akademischen Titel gebrüstet. Ist das Erlangen eines Doktortitels auch ein Anreiz für dich?

Sicher, ich hätte unheimlich gerne einen Doktortitel! Ich habe tatsächlich auch schon mehrfach in Erwägung gezogen - und tue es immernoch - an die Uni zurückzugehen, aber nicht für Statistik - ich fürchte, da würde ich durchfallen! Ich interessiere mich für die Ganzheitsmedizin.

11. Wie hätten Jeff und Michelle ihre Beziehung voranbringen können, wenn er sich nicht für Britta entschieden hätte?

Damit Jeff und Professor Slater den Schritt hätten machen können, hätte Jeff einiges an Überzeugungsarbeit leisten müssen. Selbst wenn er sich für Slater entschieden hätte, wäre es dennoch klar gewesen, dass er innerlich zerrissen war. Ich denke, sie hätten auf jeden Fall verreisen müssen oder sowas, weg von Greendale! Und Slater und Britta hätten einen Weg finden müssen, einander zu mögen. Keine leichte Aufgabe!

12. Du hast auch Agent Pearce in der fünften Staffel von "Burn Notice" gespielt. Ist die Arbeit an einer Actionserie anders als an einer Drama- oder Comedyserie?

Also, im Fall von "Burn Notice" ist es verteufelt viel heißer und feuchter - die Serie wird in Miami gedreht. Im Sommer! Wisst ihr, jedes Projekt ist einzigartig - ob es nun Comedy, Action oder Drama etc. ist. Das jeweilige Genre versetzt einen zwar in eine spezielle "Welt", aber innerhalb dieser Welt hat jedes Projekt seine eigene Welt, seine eigene Geschichte. Zwei Serien können zum selben Genre gehören und trotzdem so unterschiedlich sein wie Tag und Nacht. Jedes Projekt ist einzigartig.

13. Du bist eine verheiratete Frau, aber unter uns Mädels, wer würde dich für sich gewinnen: der träumerische Chirurg (Derek Shepherd), der mysteriöse Hexer (Charles Meade), der scharfzüngige Ex-Anwalt (Jeff Winger) oder der beschützerische Ex-Spion (Michael Weston)?

Oh, da kann ich nicht wählen! Schaut euch diese Auswahl an. Könntet ihr einen aussuchen?? Sie sind alle großartig! Aber letztlich schlägt mein Ehemann sie alle. Er ist spektakulär!

14. myFanbase ist ein Online-Magazin, das sich Fernsehserien widmet. Hast du eine Lieblingsserie?

Meine Lieblingsserie ist im Moment "American Horror Story". Haut mich absolut um! Falls ihr es noch nicht gesehen habt, ANSCHAUEN!

Danke dir, Lauren, wir wünschen dir alles Beste für deine neuen Projekte!

Vielen, vielen Dank!!!

Nicole Oebel - myFanbase


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