Bewertung: 6

Review: Das dunkle Geheimnis (7.06)

Foto: How I Met Your Mother - Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
How I Met Your Mother
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Diese Folge war wieder etwas stärker als die vorherige und griff ein heutzutage sehr aktuelles und wichtiges Thema auf. Die Idee, mal zu thematisieren, wie man mittlerweile schon VOR einem Date alles über denjenigen, den man gleich trifft, herausfinden kann, hat mir sehr gut gefallen. Doch irgendwie ist der Funke bei der Umsetzung nicht ganz übergesprungen und der groß angekündigte Gastauftritt von Kal Penn ist auch diese Folge eher lahm, als unterhaltsam gewesen.

"If it's a choice between mystery and history, I want mystery."

Dass Ted es lieber romantisch mag, ist uns ja allen bekannt. Deshalb war es keinesfalls überraschend, dass die Idee, ein Date ohne "Backgroundcheck" anzugehen, von ihm kam. Das hat mir ausgesprochen gut gefallen, denn ich bin auch aus der Generation, in der jeder schon vor dem ersten Treffen alles über den anderen herausfinden kann und ich persönlich finde das auch schade. Natürlich bleiben einem teilweise unangenehme Überraschungen oder überflüssige Dates, die sowieso zu nichts führen, erspart, aber dafür ist die Spannung eben auch einfach größer. Daher fand ich den Ausgang dieser Geschichte auch gut, denn Ted fällt auf die Nase, eben weil er es nicht lassen kann, doch auf seinem Handy die Informationen über sie einzuholen, dabei war sein Date wirklich sympathisch. Durchaus realistisch und gut dargestellt. Amüsant waren dabei natürlich auch die Flashbacks, in denen man sieht, wie Barney und Robin schon immer Teds Dates ausspionierten und die abartigsten Dinge herausfanden. Es passte sehr gut, dass es genau diese beiden waren, die auf diesem Gebiet so neugierig waren und es war schön, die beiden wieder in trauter Zweisamkeit zu sehen. Kommt es nur mir so vor oder gehen die Autoren wieder in die Richtung eines Pairings der beiden? Ich hätte absolut nichts dagegen, denn Kevin ist meiner Meinung nach leider kein wirkliches Hindernis.

"Look, I have pretended to be a licensed therapist enough times to know, there is something unhealthy about you not wanting to find out."

Barney hat mal wieder für die richtig gute Lacher in der Folge gesorgt. Es hat mir gefallen, wie er die allererste Folge der ersten Staffel aufgegriffen hat und fürchtete, Ted hätte seinem Date nach den ersten sechs Minuten möglicherweise schon seine Liebe gestanden.
Auch seine grundsätzliche Neugier und Kindlichkeit wurde wieder thematisiert und die Tatsache, dass er es nicht aushält, über etwas nicht Bescheid zu wissen. Was die Frage nach dem Geschlecht des Babys angeht, habe ich keine so eine klare Meinung, wie über die "Backgroundchecks" vor Dates. Grundsätzlich ist es sicher schön, sich überraschen zu lassen, doch Barney hatte mit seinen herrlich übertrieben dargestellten Argumenten (in Form einer Power Point-Präsentation!) auch nicht ganz Unrecht - es ist erstens praktisch, sich gut vorbereiten zu können und erhöht zweitens vielleicht auch etwas die Vorfreude.

Trotzdem hat mir die Entscheidung von Marshall, den Zettel aus dem Fenster zu werfen, in dem Moment besser gefallen, doch letzten Endes ist das Geheimnis ja doch gelüftet worden. Dass Ted den Zettel am Fuß kleben hatte, war ein schön dargestellter Moment, da man so das Gefühl bekam, dass es irgendwie Schicksal war, dass die beiden es doch erfahren haben. Außerdem spielte Ted auf eine ganz andere Art und Weise eine wichtige Rolle im Leben des Kindes, was er sich ja immer so sehr gewünscht hat. Übrigens mal wieder Hut ab für die Serienkontinuität, denn in der Folge über die letzte Zigarette erwähnt Ted ja, dass Marshall bei der Geburt seines Sohnes aufhörte zu rauchen.

"You're all the most co-dependent, incestuous, controlling group of people I've ever met."

Aha. Robins neuer Freund möchte also einen guten Eindruck hinterlassen und verschweigt seine wahre Meinung über die Clique. Bis er sich nicht mehr halten kann und alles los wird, was ihn schon seit längerem beschäftigt. Immerhin bekommen wir so ein paar süße Szenen zu sehen, die diese Freunde auszeichnen. Denn dass wir nicht Kevins Meinung sind, ist ja wohl klar. Natürlich sind die fünf ungewöhnlich verrückt, doch genau das lieben wir ja an ihnen. Manche Flashbacks waren dabei lustiger als andere, besonders gut gefallen hat mir Teds und Marshalls Telefongespräch und die einzelnen "Gewalt"-Szenen, die über mehrere Staffeln verteilt waren und die ein fleißig schauender Fan sicher alle wieder erkannt hat. Man kann sicherlich darüber streiten, ob das Einmischen in die Angelegenheit der anderen in dem Ausmaß, in dem sie es betreiben, "normal" ist, doch was ist schon normal? Alles in Allem hat Kevin mit diesem Ausbruch eher Minuspunkte gesammelt und wirklich aufgelöst wurde diese Storyline auch nicht, denn es gab keine Aussprache zwischen ihm und Robin oder ähnliches. Ich hoffe auf jeden Fall, dass Kevins Charakter noch irgendwie interessanter wird oder er - tut mir wirklich leid, Kal Penn - im nicht eintretenden Fall wenigstens schnell wieder verschwindet.

Fazit

Insgesamt wieder eine Folge, die die Handlung wenig voran brachte, aber immerhin einige Lacher zu bieten hatte. Schön war es auch, dass Robins Kindheit wieder aufgegriffen wurde und die Serienkontinuität gut umgesetzt wurde. Trotzdem hoffe ich in Zukunft auf etwas mehr Handlung und Marshall und Lily hätten meiner Meinung nach auch mal wieder eine andere Storyline, als die Schwangerschaft, verdient.

Klara G. - myFanbase


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