Abschied von "Castle"
Caskett

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Caskett wie Richard Castle und Kate Beckett von ihren Fans genannt werden, waren das Herzstück der Serie "Castle" und haben in ihrer Beziehung nicht nur verschiedenen Stadien sondern auch einige Höhen und Tiefen durchgemacht. Wie hat sich jedoch diese Beziehung während den acht Staffeln entwickelt? Wir blicken zurück und analysieren in unserem Text die Casektt-Beziehung.


Caskett in "Castle"


Foto: Nathan Fillion & Stana Katic, Castle - Copyright: ABC Studios
Nathan Fillion & Stana Katic, Castle
© ABC Studios

Richard Castle und Kate Beckett waren das Herz und die Seele der Serie "Castle" und während den Jahren hat sich ihre Beziehung von einer Partnerschaft, zu einer Freundschaft und schließlich zu einer Liebesbeziehung entwickelt. Doch wie hat sich diese Veränderung auf ihre Charaktere und auf die Chemie zwischen den beiden ausgewirkt? Durch ihre unterschiedlichen Charaktereigenschaften und sozialen Hintergründe kam es am Anfang der Serie oft zu Spannungen zwischen Castle und Beckett, doch war auch die Anziehung zwischen den beiden sofort spürbar. Dieses Knistern und die Sticheleien trugen am Anfang viel dazu bei, die Spannung in der Beziehung zu halten, doch war den Autoren sicherlich bewusst, dass es nicht ewig so weitergehen konnte und sie haben den richtigen Moment erwischt, die Beziehung zwischen den beiden in eine Freundschaft umzuwandeln, auch wenn natürlich auch immer wieder spürbar war, dass zwischen den Zweien eigentlich mehr vor sich geht.

Castles Nachforschungen zum Tod von Becketts Mutter führen zu diversen Veränderungen in der Beziehung zwischen Castle und Beckett. Während sich daraus zuerst eine tiefe Freundschaft entwickelt, merkt Castle schnell, dass er sich in Beckett verliebt hat. Als er ihr dies in einer für sie lebensbedrohlichen Situation gesteht, tut Beckett aber anschließend so, als würde sie sich nicht mehr daran erinnern. Als Castle dies herausfindet, führt das natürlich zu einem Vertrauensverlust und zu einem Bruch zwischen den Beiden. In all diesen Höhen und Tiefen wirkt diese Beziehung identisch, spannend und voller Chemie. Nie wird es langweilig oder alltäglich, wenn Beckett und Castle zusammen auftreten und immer fiebert der Zuschauer mit der Beziehung der beiden mit und hofft, dass sie sich endlich zusammenreisen und sich gegenseitig ihre Liebe gestehen. So ging auch ein Aufatmen durch die Reihen der Fans als Beckett endlich über ihren Schatten springt und Castle sagt, wie viel er ihr bedeutet.

Foto: Copyright: 2010 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.
© 2010 American Broadcasting Companies, Inc. All rights reserved.

Handlungsstränge von Serien, in denen von Anfang an darauf hingearbeitet wird, dass die beiden Hauptprotagonisten einmal zusammenfinden, bergen auch immer ein Risiko. Denn sicherlich ist es nicht ganz einfach die Spannung und das Kribbeln der Beziehung aufrecht zu erhalten, haben sich die beiden Hauptcharaktere einmal gefunden und gehen miteinander eine Beziehung ein. In Dramaserien, in denen solche Beziehungen im Vordergrund stehen, ist dies sicherlich noch schwieriger als in Crimeserien, in welchen die Episoden hauptsächlich durch die zu bearbeitenden Fälle bestimmt werden. Dass es in beiden Genres funktionieren kann, haben uns unter anderem Serien wie "One Tree Hill" mit der Beziehung von Nathan Scott und Haley James Scott und "Bones" mit der Beziehung von Seeley Booth und Temperance Brennan gezeigt. Und auch bei "Castle" schien das ganze am Anfang hervorragend zu funktionieren. So war für mich diese Beziehung in der fünften Staffel sogar eine der besten der ganzen Season. Die Autoren haben nämlich den absolut richtigen Zeitpunkt erwischt, um das Hin- und Her zwischen Castle und Beckett zu beenden und aus ihnen ein Paar zu machen und danach haben sie es geschafft, die Beziehung trotz allem Interessant zu halten und zwar ohne irgendwelche Eifersuchtsszenen oder Auftauchen von vergangenen Liebschaften. Nur mit den unterschiedlichen Charaktereigenschaften, mit der Akzeptanz dieser und mit den Kabbelein wurden nicht nur grandiose Episoden, sondern auch tolle Charaktermomente geschaffen, so dass ich überzeugt davon war, dass die Chemie zwischen Castle und Beckett auch in ihrer kommenden Ehe erhalten bleibt.

Foto: Nathan Fillion & Stana Katic, Castle - Copyright: 2013 ABC Studios; ABC/Bob D'Amico
Nathan Fillion & Stana Katic, Castle
© 2013 ABC Studios; ABC/Bob D'Amico

Leider war dem nicht so und von Staffel 6 an, ging nicht nur die Chemie zwischen Stana Katic und Nathan Fillion völlig verloren, sondern auch die Beziehung zwischen Castle und Beckett ging storytechnisch den Bach hinunter. Immer mehr beschränkten sich die Szenen zwischen den beiden nur auf ihre Hochzeitsvorbereitungen, die irgendwann einfach nur noch nervig waren und obwohl es witzige Momente gab, dem Zuschauer vorkamen, als wäre es eine x-te Wiederholung von etwas was man nun schon zigmal gesehen hat. Für mich löste aus diesem Grund der Cliffhanger der sechsten Staffel die Befürchtung aus, dass wir nun in der siebten Staffel genau das gleiche erneut durchmachen und uns noch einmal durch die Hochzeitsvorbereitungen von Castle und Beckett quälen müssen. Dem war glücklicherweise dann nicht so, doch hat sich deswegen bis auf einige wenige Folgen die Beziehung von Castle und Beckett nicht wirklich erholt, im Gegenteil. Und als man schließlich in der achten Staffel noch einmal eine Trennung herbeiführt, die so an den Haaren herbeigezogen war, dass es bereits lächerlich wirkte, gab man der einst so tollen Beziehung von Castle und Beckett endgültig den Todesstoß. Erholt hat sich Caskett davon nicht mehr und wenn man den Gerüchten glauben soll, lag das wohl teilweise auch an Nathan Fillion und Stana Katic, die es scheinbar nicht mal mehr schafften, mehr als zwei Tage die Woche miteinander zu drehen. Unter diesen Umständen gestaltet sich es natürlich für die Autoren auch nicht gerade leicht, den beiden eine anständige Beziehungsstoryline zu schreiben. Trotz allem ist Caskett wohl eines der besten Beispiele, wie man mit einer Beziehung, die am Anfang vor Chemie nur so strotzte, nicht verfahren sollte. Der Alltag und die Belanglosigkeit hat die Beziehung kaputt gemacht und der Versuch einer Rettung durch eine völlig aus der Luft geholten Trennung, ist komplett fehlgeschlagen. Ich persönlich versuche mich im Bezug auf Caskett immer ein wenig an die Anfänge der Serie zu erinnern und somit daran wie gut die Beiden eigentlich funktioniert haben. Denn so sollte die Beziehung den überaus treuen Fans von Caskett in Erinnerung bleiben.

Maria Schoch - myFanbase

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