Bewertung: 5

Review: #5.24 Mein perfektes Date

Das Finale der fünften Staffel wertet am Ende mit einem ungewöhnlichen Cliffhanger auf, der nicht sonderlich spannend, sondern in meinen Augen fast ein wenig ärgerlich ist. Momentan dreht sich bei "Scrubs" alles um Babys Carla steht kurz vor der Geburt von ihrem Baby, Jordan und Cox erwarten ein Zweites und nun wird auch noch J.D. Vater und das mit einer Frau, die er eigentlich kaum kennt.

"As a doctor I spend a lot of my day dealing with other people's poop, and I'm not going to lie to you, Jackie, it gets old. That's not to say that I haven't enjoyed the last three years of waking up to a fresh brown trout in your Huggies besides you'll be doing the same thing for me some day real soon."

Zwischen J.D. und Kim Briggs gibt es definitiv eine Chemie und es wäre schön, wenn J.D. endlich auch einmal jemanden finden würde, der ihn dauerhaft glücklich macht. Daher ärgert es mich ein wenig, dass man die aufkeimende Beziehung jäh unterbricht und das junge Paar vor eine große Entscheidung stellt, ehe sie sich überhaupt richtig kennen gelernt haben. Ich hätte viel lieber gesehen, wie J.D. und Kim funktionieren, bevor man uns die beiden als angehende Eltern präsentiert, immer vorausgesetzt, dass Kim sich überhaupt entscheidet, das Baby zu behalten.

Bis kurz vor Schluss fand ich die Dynamik zwischen den beiden richtig schön. J.D. und Kim liegen auf der gleichen Wellenlänge, haben einen ähnlichen Humor und Kim macht es absolut nichts aus, dass J.D. ein Tollpatsch ist. Sie scheint es ja sogar liebenswert zu finden, dass er von einem Fettnäpfchen ins nächste stolpert. Von daher hätte ich gerne gesehen, wie sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt. Nun werden wir uns aber wohl mit endlosen Diskussionen auseinander setzen müssen, ob sie das Baby behalten, ob ihre Beziehung dies schon verkraftet und wie die Zukunft aussehen mag. Das klingt nicht unbedingt spannend.

Es reicht schon, dass kurz vor der Geburt von Turks und Carlas Baby auch noch Jordan und Cox erfahren, dass sie wieder Eltern werden. Das kommt durchaus überraschend, denn eigentlich hatte Cox vor geraumer Zeit sich einer Vasektomie unterzogen und sollte eigentlich keine Kinder mehr bekommen können. Was da schief gegangen ist, ist eigentlich zweitrangig, vielmehr geht es nur darum, dass die beiden eigentlich froh darüber waren, das ganze Babyzeugs hinter sich zu lassen und nun damit konfrontiert werden, dass das mit den schlaflosen Nächten, vollen Windlen und dem Geschrei von vorne los geht.

Die Szenen, in denen sich die noch ahnungslosen Eltern daran erfreuen, dass sie all den Kram von ihrem Sohn endlich loswerden können und ein Stück weit ihr altes Leben zurück bekommen, ist wirklich göttlich. Sie scherzen noch darüber, wie froh sie sind, dass Jack nun den Windeln entwachsen ist und amüsieren sich darüber, dass dies alles den Turks noch bevorsteht und erfahren dann, dass alles noch einmal von vorne angeht. Schön, dass sich Turk und Carla von den beiden keine Angst machen lassen, sondern sich weiterhin auf ihr Baby freuen und dann auch Cox und Jordan beistehen, als sie erkennen, dass sie die Nachricht von der erneuten Schwangerschaft ungeheuer mitnimmt.

Wir gehen in die sechste Staffel also mit drei Babys. Ich bin gespannt, wie man es da schafft noch andere Themen neben Windeln und Pupsern zu finden.

"Elliot Reid - Moment Killer"

Glücklicherweise sind Elliot und Keith noch weit davon entfernt, Eltern zu werden, auch wenn Elliot sich mal wieder total in das Babythema hineinsteigert. Sie organisiert eine aufwendige Babyparty für Carla, beschäftigt sich mit Schwangerschaftsmode und Babyspielchen. Der arme Keith weiß gar nicht, wie ihm geschieht und wird plötzlich von ihr gezwungen, irgendwelche Spielchen zu machen, so dass er einem schon leid tun könnte.

Elliot gefällt mir momentan wesentlich mehr in der Rolle von J.D.s guter Freundin, die bald erkennt, dass er unter seiner Einsamkeit sehr zu leiden hat und endlich mal einen Erfolg gebrauchen könnte. Daher ist es schön, dass sie ihre Freundschaft zu Kim ein wenig beiseite stellt, als sie erkennt, dass die beiden sich tatsächlich sympathisch finden und eine Beziehung eine wirkliche Chance hätte.

Nebensächlichkeiten

  • Richtig witzig ist Dr. Kelso, der jedem, den es interessiert (oder auch nicht) seine unnatürlich jugendlichen Waden zeigt, mit denen er aus dem Stand auf einem Tisch springen kann. Ich liebe Kelso für seine Verrücktheiten.
  • Der Hausmeister ist leider auch chronisch unterbeschäftigt im Moment. Sein Geschenk für Carla und Turk war wirklich zum Brüllen komisch.
  • Auch die Blanks haben mal wieder einen Auftritt und dürfen einmal mehr ihre großartiges musikalisches Talent unter Beweis stellen, das natürlich im Krankenhaus niemand zu schätzen weiß.
  • Die Phantasien von J.D. werden immer weniger witzig. Die ganze Sache mit dem schwebenden Kopf war weder lustig, noch irgendwie innovativ. Lange Zeit hatte ich ja den Gedanken, dass auch das Date nur ein Tagtraum von J.D. gewesen ist, doch dieses vor Romantik nur so triefende Date am Strand erwies sich tatsächlich als echtes Date mit wirklich unschönem Ausgang für J.D.



Fazit

Das wunderschöne Ende mit den glücklichen Paaren, wohin man auch blickt, wird jäh zerstört, als Kim J.D. gesteht, dass sie ein Baby erwartet. Ich möchte ehrlich gesagt nicht noch eine Babygeschichte im Zentrum der Serie erleben. Es reicht schon, wenn Carla und Turk, sowie Jordan und Cox bald kein anderes Thema als Schwangerschaft, Geburt und Baby haben. Da brauche ich nicht auch noch J.D. als werdenden Vater.

Melanie Wolff - myFanbase


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