Bewertung: 7

Review: #5.19 Folie à Deux

Die "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" - Episode #5.19 Folie à deux dreht sich um den Wahnsinn, der von zwei Personen geteilt bzw. der von der einen auf die andere Person übertragen wird, sowie im Umkehrschluss um Mulders 6. Sinn, der einmal wieder durch die Beschränktheit seines Umfeld konterkariert zu sein scheint.

Folie à deux oder auch: Das Böse als Scharbe

Die Aufarbeitung des Falls der Woche sowie die Inszenierung um den scheinbaren Wahnsinn von Gary Lambert sind etwas anders als sonst; denn in dieser Folge ist nichts so, wie es zu sein scheint. Dem routinierten Zuschauer von "Akte X" fällt natürlich nach der Hälfte der Sendezeit auf, dass in dieser Episode etwas nicht stimmt. Wäre der Wahnsinn von Gary Lambert des Rätsels Lösung gewesen, hätte man gar keinen klassischen "Akte X"-Fall. Als dann auch noch Mulder dieselben Wahnvorstellungen wie Gary zu erleiden scheint, in dem er in Greg Pincus das Böse in Form einer Scharbe sowie in dessen Marionetten Zombies erkennt, nimmt der Fall der Woche richtig Fahrt auf. Diese Wendung kommt zwar im Endeffekt nicht wirklich überraschend, dessen Inszenierung und Mulders Sinneswandel werden allerdings spannend aufgearbeitet; genauso wie dessen Paranoia in Bezug auf Pincus. Zu guter Letzt kann Mulder Pincus zwar vertreiben, ihn aber auch nicht stoppen, da er wenige Tage nach den Vorfällen bereits in einer anderen Stadt sein Unwesen treibt. Die Art und Weise, wie Mulder und Scully recherchieren und der Lösung des Falls immer näher kommen, gefällt mir. So stelle ich mir gelungene Krimispannung mit ein wenig Faktor X oder Folie à deux vor.

Mulders 6. Sinn und die Beschränktheit seines Umfelds

Leider beobachtet Mulders Umfeld dessen Ermittlungen mit Skepsis. Das ist an und für sich nichts Neues und in der Tat gibt es viele Indizien, die für einen Wahn Mulders sprechen könnten, da er einer großen Stresssituation ausgesetzt war, in der er nur knapp dem Tod entrinnen konnte, als Gary Lambert Amok lief. Nichtsdestotrotz verstehe ich nicht, wie Skinner und Scully nach fünf Jahren X-Akten immer noch so an Mulder und dessen Gespür, das in 99% der Fälle absolut ins Schwarze trifft, zweifeln. Skinner als oberster Vorgesetzter, der oft nur die Oberfläche der X-Fälle erfährt, statt diese Dinge ein ums andere Mal selbst zu erleben, muss sicherlich eine über-objektive Rolle spielen. Aber Scully, die alles, was Mulder behauptet, sogar noch selbst medizinisch beweisen kann und ihm das Leben rettet, indem sie selbst auf Pincus alias die Scharbe schießt, müsste echt mal einen Gang runter schalten. Ihre Abschlussbemerkung, dass es sich wohl bei ihnen allen um eine "folie à deux", also Wahnsinn, der von zwei Personen geteilt bzw. der von der einen auf die andere Person übertragen wird, handelte, ruft bei mir heftiges Kopfschütteln hervor. Wie viele Beweise braucht sie denn noch? Abgesehen von dem Skepsis-Problem von Mulders Umfeld, welches wahrscheinlich auch noch die nächsten 20 Staffeln anhalten werden wird - egal, was sich noch ereignet - weiß diese Episode durch ihre Wendungen und ihre Spannungen sowie durch die kleinen Horrorelemente durchaus zu gefallen.

Fazit

Die "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" - Episode #5.19 Folie à deux dreht sich um den titelgebenden Wahnsinn, der von zwei Personen geteilt bzw. der von der einen auf die andere Person übertragen wird, sowie um Mulders 6. Sinn, der einmal wieder durch die Beschränktheit seines Umfeld konterkariert zu sein scheint. Im Großen und Ganzen handelt es sich hier um eine gute Folge.

Alexander L. - myFanbase


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