Episode: Eine Nacht im Oktober (4.02)

Ein Serienkiller aus dem anderen Universum schlägt wieder zu und man bittet das Fringe-Team aus unserem Universum um Hilfe. Doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus. Also beschließt man, das Pendant von der anderen Seite, einen Professor für forensische Psychologie, ins Boot zu holen und steht dann vor der schwierigen Frage, ob man es wirklich riskieren sollte, Zivilisten auf die andere Seite zu schicken.

Foto: Anna Torv, Fringe - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Anna Torv, Fringe
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Ein Mann sitzt auf einem Stuhl und schaut sich Bilder an, während er gleichzeitig an einem Schlauch angeschlossen ist, durch den er eine blaue Substanz in sein Gehirn verabreicht bekommt. Ein anderer Mann, John McClennen, stellt ihm Fragen zu den Bildern. Er erzählt John unter Tränen die Erinnerungen, die er mit den Bildern verbindet und als John ihn fragt, wie er sich in seinen Erinnerungen fühlt, antwortet der Mann, dass er glücklich gewesen sei. Daraufhin friert er von innen heraus ein.

Im Labor erzählt Walter Lincoln von der anderen Seite, der er immer noch misstraut. Lincoln erfährt von den Gestaltwandlern, von der Maschine, mit der die andere Seite sein Universum zerstören wollte und davon, dass Olivia ins Paralleluniversum verschleppt wurde und wie Bolivia ihre Rolle in Walters Universum einnahm. Astrid kommt hinzu und sagt Walter, dass das die Vergangenheit gewesen sei und sie nun mit dem Paralleluniversum kooperieren müssen, doch Walter zeigt sich weiterhin misstrauisch. Nachdem Walter zusammen mit Lincoln das Labor verlassen hat, stößt Olivia zu Astrid. Astrid deutet an, dass Lincoln gut zu Olivia passen würde, doch Olivia sagt, er sei nicht ihr Typ. Daraufhin klingelt Olivias Handy und sie wird zu Broyles geordert.

In Broyles Büro wird Olivia mit einem neuen Fall vertraut gemacht. Er berichtet ihr von mittlerweile 23 Todesopfern, die allesamt ein großes Loch in der hinteren Schädeldecke aufweisen und offenbar von innen heraus eingefroren sind. Olivia wundert sich, dass sie von dieser Mordserie noch gar nicht mitbekommen hat, bis Broyles sie darüber aufklärt, dass die Morde im Paralleluniversum stattgefunden haben.

Wenig später befinden sich die beiden auf der Brücke, die die beiden Universen miteinander verbindet. Dort treffen sie auf Bolivia, die ihnen mitteilt, dass sie seit fünf Jahren an dem Fall arbeitet und bereits den Täter herausfinden konnte, ein Mann namens John McClennen. Bisher ist es ihrem Team jedoch nicht gelungen, ihn ausfindig zu machen, während die Mordserie jedoch anhält. Bolivia macht Olivia und Broyles klar, dass sie glaubt, den Täter finden zu können, wenn man den John McClennen aus Olivias Universum dazuholen würde. Sie glaubt, dass sich die beiden Charaktere so stark ähneln, dass der John McClennen aus Olivias Welt weiß, wo sich sein alternatives Pendant (im Folgenden immer "Alt-John") aufhalten könnte. Olivia möchte mit Broyles alleine darüber reden und teilt ihm mit, dass sie das Ganze für keinen guten Plan hält. Einerseits traut sie Bolivia nach wie vor nicht, andererseits hält sie es für eine schlechte Idee, einen normalen Zivilisten rüber auf die andere Seite zu schicken. Broyles allerdings unterstützt Bolivias Plan.

Im West Connecticut College trifft Olivia auf den John McClennen ihres Universums, der hier ein angesehener Psychologie-Professor ist. Olivia sagt ihm lediglich, dass er aufgrund seiner psychologischen Kenntnisse wissen könne, wo sich ein Serienmörder aufhält, wenn er sich Haus des Mörders genauer anschaut. Sie fügt hinzu, dass er allerdings nicht alle Details der Ermittlungen erfahren darf, so zum Beispiel auch nicht, wo sich das Haus des Mörders befindet. McClennen lässt sich auf die Zusammenarbeit ein, woraufhin ein anderer FBI-Agent ihm unter Einverständnis eine Flüssigkeit verabreicht, die ihn bewusstlos macht.

Auf der anderen Seite: Alt-Lincoln holt Bolivia ab, die sich ihre Haare blond gefärbt hat, damit McClennen nicht merkt, dass es zwei verschiedene Olivias gibt. Gemeinsam machen sich die beiden auf den Weg zu Alt-Johns Haus, wo auch schon Olivia auf sie wartet. Während Olivia zusammen mit Alt-Lincoln in einem Wagen wartet und per Funk mithört, laufen Bolivia und McClennen durch Alt-Johns Haus. McClennen analysiert jede einzelne Ecke des Hauses und schlussfolgert, dass der Mörder ein einsames Leben führen muss. Er entdeckt eine Wand voller Fotos auf denen glückliche Menschen zu sehen sind. McClennen glaubt, dass es Alt-John auf Menschen abgesehen hat, die ein glückliches Leben führen. Plötzlich entdeckt er ein Bild von seinem Vater, was ihn stutzig macht. Ihm wird das Ganze zu skurril und er stürmt aus dem Haus. Dort trifft er plötzlich auf Olivia, was ihn erst recht verwirrt. Als er dann auch noch zu seiner Linken schaut und in der Ferne eine riesige Quarantänezone sieht, verlangt er nach einer Erklärung.

Auf unserer Seite sitzt Walter derweil vor unzähligen aufgestapelten Lautsprechern und hört sich mit voller Lautstärke klassische Musik an. Astrid kommt hinzu und schaltet die Musik ab, dabei erwähnend, wie laut sie doch war. Sie sorgt sich um Walter und fragt, ob alles in Ordnung sei. Der müde wirkende Walter bejaht dies und behauptet, dass er einfach nur Erholung bräuche.

Zurück auf der anderen Seite: Olivia sitzt mit McClennen zusammen und klärt ihn über die Existenz des Paralleluniversums auf und darüber, dass sein alternatives Pendant der gesuchte Serienkiller ist. McClennen erzählt Olivia daraufhin, dass er als kleiner Junge von seinem Vater oft verprügelt wurde und niemals eine glückliche Zeit hatte. Eines Tages traf er jedoch auf eine Frau namens Marjorie. Sie hat ihn aufgenommen und sich rührend um ihn gekümmert, wodurch er überhaupt erst erfahren hat, was es heißt, glücklich zu sein. Er glaubt, dass sein Pendant in dieser Welt niemals eine Marjorie getroffen hat und deshalb auch noch weiterhin den Tyranneien seines Vaters ausgesetzt war, weshalb er jetzt die Menschen tötet, die glücklich sind, um deren Gedanken zu extrahieren. Er zeigt Mitleid mit seinem Pendant, denn er wünschte sich, derjenige hätte auch jemanden wie Marjorie getroffen. Er würde ihm gerne klarmachen, dass auch er ein glückliches Leben führen kann, wenn er es nur zulässt. Olivia jedoch macht McClennen klar, dass Alt-John niemals von ihm erfahren darf. Plötzlich wird Olivia nach draußen geordert: Alt-John hat eine weitere Frau entführt. Sofort kehrt das Team zurück ins Haus, um mit McClennen zu reden, doch dieser ist verschwunden. Olivia glaubt, dass er weiß, wo alt-John ist und ihn auffinden möchte.

In der Zentrale der alternativen Fringe-Devision findet eine Lagebesprechung statt. Alt-Astrid glaubt, dass es zu viele Möglichkeiten gibt, wo sich alt-John aufhalten könnte, weshalb sie ihn wohl nicht finden würden. Olivia fällt plötzlich das Bild mit Alt-Johns Vater wieder ein und erinnert sich, dass McClennen erwähnte, dass sie früher auf einer Farm gelebt haben. Sie schaut sich das Foto an, sieht im Hintergrund einen Traktor stehen und beauftragt sofort, dass jemand durch das Nummernschild herausfindet, wo sich dieser Traktor früher immer befand. Olivia glaubt, dass Alt-John dort seine Opfer tötet. Es dauert nicht lange, bis die Farm ausfindig gemacht werden kann und sich das Team auf den Weg dorthin macht.

Derweil rasiert Alt-John der entführten Frau den Kopf und ist gerade dabei, ihr ein Loch in den Schädel zu bohren, als plötzlich sein Pendant McClennen vor ihm steht. Alt-John ist total verwirrt und McClennen versucht ihm klarzumachen, dass er das gleiche erlebt hat, wie er. Er erzählt von einem Abend im Oktober, als sein Vater ihn wieder einmal verprügeln wollte, es ihm jedoch gelang zu fliehen und daraufhin auf Marjorie traf. Alt-John hingegen sagt ihm, dass er an jenem Oktoberabend nicht geflohen sei, weshalb er niemals Marjorie kennenlernte. McClennen versucht seinem alternativen Pendant zu erklären, dass er niemanden mehr verletzten müsse, da er ihm helfen könne. Doch alt-John schlägt McClennen nieder.

Zur gleichen Zeit fahren mehrere FBI-Teams in Richtung Farm. Bolivia und Olivia sitzen in einem Auto und erstere spricht Olivia auf deren gewalttätigen Stiefvater an, da ihr Stiefvater sie nie schlug. Als Bolivia fragt, was ihr Stiefvater heute macht, antwortet sie kühl, dass sie ihn umgebracht habe. Die Teams erreichen die Farm, doch diese ist leer. Olivia und Alt-Lincoln finden jedoch einen unterirdischen Tunnel und betreten diesen.

Währenddessen wurde McClennen an den Schlauch mit der blauen Substanz angeschlossen. Außerdem hat Alt-John sein Gehirn mit dem seines Pendants verbunden. Er fragt nach den Erinnerungen mit Marjorie und McClennen erzählt ihm von ihr. Vor seinen Augen sieht Alt-John McClennens glückliche Erinnerungen, doch Alt-John scheint zu begreifen, dass dies lediglich Erinnerungen sind und er niemals selbst diese Glück erleben wird. Olivia und Alt-Lincoln stürmen plötzlich in das unterirdische Labor, finden jedoch nur den bewusstlosen McClennen vor. Bolivia betritt einen Nebenraum, wo ein völlig niedergeschlagener Alt-John vor ihr steht. Dieser zieht plötzlich eine Pistole und erschießt sich selbst.

McClennen wird in das Bostoner Krankenhaus auf unserer Seite gebracht. Olivia erfährt von Broyles, dass er keine Erinnerungen mehr an den Fall an sich hat, aber auch keine Erinnerungen mehr an Marjorie. Olivia sorgt sich, denn sie glaubt, dass aus McClennen nun ebenfalls ein solch gebrochener Charakter wird, wie sein alternatives Ego. Sie betritt sein Zimmer und unterhält sich mit ihm. McClennen kann sich tatsächlich an nichts mehr erinnern, auch nicht, als Olivia ihn direkt auf Marjorie anspricht. Er erwähnt jedoch einen Satz von dem Olivia weiß, dass er diesen von Marjorie hat. Später fragt sie Broyles verwundert, wie es sein kann, dass sich McClennen an einen Satz von einer Person erinnert, an die er sich eigentlich gar nicht erinnern kann. Broyles antwortet, dass manche Menschen einen solch starken Einfluss auf uns haben können, dass sie sogar dann Spuren auf der Seele hinterlassen, wenn man keine Ahnung mehr davon hat, dass sie jemals existiert haben.

Walter sitzt in seinem Bett und schaltet ängstlich das Licht aus. Er möchte einschlafen, doch plötzlich hört er eine Stimme, die immer wieder die Sätze "Ich bin hier, Walter" und "Kannst du mich hören?" wiederholt. Walter rennt panisch zu seiner Anlage und dreht die Musik ganz laut auf, doch die Stimme verschwindet nicht aus seinem Kopf.

Manuel H. - myFanbase


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