Bewertung: 9
Gareth Edwards

Rogue One: A Star Wars Story

Da ist er, der ähnliche Score, da lockt die Hintergrundmusik, die einem nicht fremd ist – aber ist doch alles anders, als wir es aus der Galaxie vor langer, langer Zeit gewöhnt sind?

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Man möchte mit Jyn Erso nicht tauschen: als Kind wird ihr der Vater vom Imperium entrissen, die Mutter getötet. Aufgezogen von einem Guerillakämpfer verliert sie auch bald ihren Pflegevater, denn diejenigen, die ihre Herkunft kennen, werden ihr gefährlich. So landet sie schließlich im Gefängnis – und wird doch eines Tages genau wegen ihrer Identität befreit. Sie soll der Rebellion helfen, Kontakt zu ihrem Vater herzustellen. Was sie nicht weiß: die Rebellion will Galen Erso tot sehen, um die Vollendung des Todessterns zu verhindern.

Kritik

Das Wort "Kriegsfilm" fällt in Verbindung mit "Rogue One" häufig. Und sicher sind hier die Szenen der Schlacht am längsten, mit den meisten übergreifenden Stellen und Protagonisten. Doch war "Star Wars", so sagt es ja auch schon der Titel, nie etwas anderes. Nur waren die Kämpfe von I bis III eben wenig brutal und schmutzig. Dadurch hat man in "Rogue One" zum ersten Mal das Gefühl, der vollen Macht eines Darth Vaders, komprimiert in nur wenige Szenen, nachzuspüren.

Die CGI-Effekte sind an zwei Stellen diskussionswürdig und die einen können sich mit der überraschenden Nutzung wenig anfreunden, anderen schlägt dswegen das Herz höher. Es sei aber definitiv gesagt, dass "Rogue One" im Stil der Episoden IV bis VI arbeitet und sich mit seinen Spezialeffekten und Raumschiffgestaltungen nahtlos einreiht.

Mit dem Cast von Felicity Jones und Diego Luna macht "Rogue One" vieles richtig, ebenso wie schon zu "Star Wars: Das Erwachen der Macht" mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern. Bis auf Jyn Erso kommen die Charaktere ohne lange erläuterte Backstory aus, was Captain Cassian Andor und auch dem Traumduo Chirrut und Baze durchaus gut tut. Selten war ein Hollywoodblockbuster so divers in seinem Casting, was sich bis zu kleinen Rollen wie "Sons of Anarchy's" Jimmy Smits als legendärer Bail Organa, den er bereits Anfang der 2000er Jahre spielte, durchzieht. Während ein BB-8 noch auf die Piepslaute von R2D2 setzte, wenn auch deutlich knuddeliger, ist der Droide K-2SO eine Nummer für sich. C3PO versteht keine Ironie – K-2SO scheut ironische Sprüche hingegen kein Stück.

Das Drehbuch zu "Rogue One" ist voller überraschender Wendungen, wenn natürlich vorab schon eine Sache klar ist – es wird der kleinen Gruppe gelingen, die Pläne für den Todesstern zu stehlen, sonst hätte Prinzessin Leia später nichts in einer R2-Einheit verstecken können. Trotz dieses Wissens wird einem der Film auch beim wiederholten Sehen nicht langweilig.

Fazit

Wer denkt, "Rogue One" ist weniger Märchen als das Mutterfranchise, hat durchaus Recht. Doch Hoffnung fehlt nie, schimmert stets durch. Die Facette, dass auch die Rebellion schlimme Dinge im Namen ihres Widerstands getan hat, ist neu und durchaus authentisch. Dabei ist "Rogue One" auch eine Hommage an "Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung" – unerwartete Cameos von gesuchten Schwerverbrechern, Tänzerinnen oder Spielfiguren zeugen davon.

Simone Bauer - myFanbase
11.01.2017

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