Bewertung: 5
Chris Columbus

I Love You, Beth Cooper

"I would like to say here today the one thing I would regret if I never say: I love you, Beth Cooper!"

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Die Schulabschlussrede ist für Freak Denis (Paul Rust) die letzte Chance, um bei Beth Cooper (Hayden Panettiere) Eindruck zu machen. Also gesteht er ihr vor versammelten Zuschauern seine Liebe. Beth Cooper ist auf der Highschool ein beliebtes Mädchen und auch noch an Muskelprotz Kevin (Shawn Roberts) vergeben. Während Beth sich von Denis' Mut und Worten geschmeichelt fühlt und sogar zu seiner Party kommt, passt es Kevin gar nicht. Mit seinen Kumpels macht er Jagd auf Denis, der im letzten Augenblick mit seinem Kumpel Rich (Jack Carpenter), Beth und ihren zwei Freundinnen mit dem Auto die Flucht ergreifen kann. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und Beth und Denis kommen sich immer näher...

Kritik

Schon wieder eine Teenie-Komödie .... und dabei weiß man doch von Anfang an, wie die Geschichte ausgeht. Denn die Handlung hat nichts Neues zu bieten, von den Charakteren ganz zu schweigen. So ist die Highschool-Queen Beth Cooper genau die Art von Mädchen, die man in jedem Teeniefilm findet. Zwar haben sich die Macher was einfallen lassen, um Beth Coopers wahre Identität zu offenbaren und zu zeigen, dass sie doch nicht so eine Zicke ist, wie alle denken, doch das alles ist genauso vorhersehbar und unglaubwürdig wie der Rest der Story. Und auch der Nerd Denis braucht sich nicht wundern, warum ihn jeder meidet, wenn er seine besserwisserischen Sprüche loslässt. Das geht sogar irgendwann dem Zuschauer auf die Nerven, obwohl Denis noch der am wenigsten oberflächliche Charakter ist. Durch seine schusselige und trottelige Art gewinnt man doch ein bisschen Sympathie für ihn. Leider kommen die zwei Freundinnen von Beth so was von dümmlich rüber, dass das nicht einmal mehr lustig, sondern nur noch nervend ist.

Dabei geben die Schauspieler ihr Bestes und können auch halbwegs, soweit es ihre Rollen zulassen, überzeugen. Hayden Panettiere scheint Cheerleaderrollen sehr zu mögen, denn nach "Girls United 3" und der berühmten Serie "Heroes" schlüpft sie auch hier in ein Cheerleaderkostüm und schwenkt mit den Pompons. Das macht sie aber überzeugend und spricht vor allem das männliche Publikum an, während Co-Darsteller Paul Rust sich in fast allen Szenen zum Deppen machen kann. Aber trotzdem hat mir seine komödiantische Seite sehr gut gefallen, ebenso wie der Nebendarsteller Jack Carpenter, der keine allzu wichtige, dafür aber eine lustige Rolle besetzt.

Bis dahin ist also "I Love You, Beth Cooper" bis auf die Darsteller alles andere als sehenswert. Wenigstens sorgen die lustigen Szenen für Unterhaltung und können fast immer den Zuschauer zum schmunzeln bringen. Die großen Lacher fallen aber leider aus, denn dafür sind einige Szenen zu übertrieben oder zu klischeehaft. Was ist bitte daran so lustig, eine Kuh umwerfen zu wollen?! Da hätte man sich lieber amüsantere Gags ausdenken sollen, aber gut, immerhin können die anderen heiteren Szenen überzeugen.

Aber um der Genre Teenie-Komödie und dem Titel auch gerecht zu werden, bekommt "I Love You Beth Cooper" noch eine Liebesromanze mitrein, die zwar ganz süß und nett ist, aber von Anfang an durchschaubar. Die gesamte Handlung plätschert so vor sich hin und es passiert, außer Beth-und-Denis-Szenen und natürlich den witzigen Szenen, rein gar nichts. Anspruchsvolles Kino ist was anderes und auch wenn der Film eine Komödie ist, könnte man wenigstens eine kleine Wendung oder ausnahmsweise etwas unvorhersehbares passieren lassen. Aber nein, der Film geht kontinuierlich von Anfang bis Ende durch und bleibt genau das, was man von Anfang an erwartet hat: eine typische Teenie-Komödie.

Fazit

"I Love You, Beth Cooper" ist eine 08/15 Teenie-Komödie, die sich aller Klischees bedient. Für Fans dieser Genres ganz nett, für alle anderen eine alberne Komödie, die nichts neues mehr zu bieten hat.

Tanya Sarikaya - myFanbase
03.11.2009

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