Bewertung: 7
Mark Waters

Freaky Friday

Gute Tag, Sie wolle Glückskeks? Blinge Glück!

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Das junge Mädchen Anna (Lindsay Lohan) und ihre Mutter Tess Coleman (Jamie Lee Curtis), eine Psychiaterin, sind nur am Streiten, seit Tess einen neuen Freund hat, den sie nun auch bald heiraten möchte. Es kommt zu einem heftigen Streit der beiden in einem chinesischen Restaurant und die Inhaberin bringt ihnen jeweils einen Glückskeks, der einen magischen Zauber besitzt, sodass sie sich am Morgen im Körper des jeweils anderen wiederfinden.

So muss Tess für Anna in die Schule gehen, sich mit den Lehrern anlegen und zusehen, wie sie den Verehrer ihrer Tochter, Jake (Chad Michael Murray) schnellstmöglich loswird. Anna hingegen muss sich im Körper ihrer perfektionistischen Mutter mit ihren Arbeitsterminen herumquälen und die Hochzeitsvorbereitungen stehen schließlich auch an. So beginnt ein völlig aus dem Ruder gelaufener, chaotischer Tag für Mutter und Tochter...

Kritik

Schon wieder ein Körpertausch-Film? Das habe ich mir am Anfang gedacht, doch wurde ich von einigen meiner Freunde dazu gezwungen, mir diesen Film anzuschauen. Natürlich habe ich mich wie immer weich klopfen lassen und habe mir den Film nur weil Chad Michael Murray mitspielt angeschaut. Zu meiner Überraschung musste ich feststellen, dass ich am Ende nicht alles für die reinste Zeitverschwendung gehalten habe.

Der Film ist ein gelungenes Remake eines Disney-Streifens mit Jodie Foster aus dem Jahr 1976. Von einer Kopie kann hier keineswegs die Rede sein. Die Story ist doch ziemlich anders und mit zahlreichen guten Gags sorgt der Film für tolle Unterhaltung. So auch beide Hauptdarstellerinnen. Jamie Lee Curtis ist wie immer klasse und dass die bildschöne Lindsay in Doppelrollen brilliert, hat sie bereits in "Parent Trap" bewiesen. Hier zeigt sie auch noch, dass sie singen kann.

Jedoch muss ich dem Film Punkte abziehen, da es mir vollkommen unerklärlich ist, warum Jamie Lee Curtis nicht ihre Originalsynchronstimme in "Freaky Friday" hat. Man ist so an die normale Stimme gewöhnt, dass diese Synchronstimme einfach gar nicht zu ihr passt und total gewöhnungsbedürftig ist. Auch waren ein paar ziemlich merkwürdige, platte Witze zu finden. Besonders schlimm waren die "coolen" Sprüche, die zwischendurch dabei waren. Als ob irgendwer im Alltag so spricht. Weiterhin war die Szene, in der Jake am Fenster steht und Tess mit Britney Spears' "Hit me baby one more time" besingt, mehr lächerlich, als lustig.

"Freaky Friday" mag jetzt kein Highlight der Filmkomödien sein, aber unter den Körpertausch-Filmen rangiert er weit oben und ist einfach alles in allem gute Unterhaltung für 90 Minuten.

Fazit

Das Zusammenspiel der beiden Hauptdarstellerinnen, die Gags und Dialoge sowie nicht zuletzt der rockige Soundtrack machen den Film zu einem der seltenen Exemplare, die einem klassischen Thema neues Leben einhauchen und die man sich gern mal wieder ansieht, wenn man dringend gute Laune braucht, auch wenn einige Witze eben ziemlich platt sind.

Sanny Binder - myFanbase
24.04.2008

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