Halloween in "Castle"
#4.06 Demons

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Auf "Castle" und dessen Halloween-Episoden ist doch immer wieder Verlass. Auch wenn die Serie mittlerweile etwas in einem Qualitätstief steckt und nur noch gelegentlich so richtig Spaß macht, holt man doch pünktlich zu Halloween immer wieder eine sehr unterhaltsame Folge aus der Schublade. Das liegt sicher daran, dass diese Gruselfolgen immer mit einer gehörigen Portion Selbstironie versehen sind und man der Serie so den Spaß an der Freude einfach viel besser anmerkt. Zwar ist man seit der legendären ersten Halloween-Folge #2.06 Vampir Wochenende nicht mehr direkt auf den Spuk-Feiertag eingegangen, aber man lässt sich doch jedes Jahr um diese Zeit wieder etwas Besonderes einfallen, um den Anlass entsprechend zu begehen.

Foto: Fredric Lehne, Asylum 5 - Copyright: Jenny Duckworth Photography
Fredric Lehne, Asylum 5
© Jenny Duckworth Photography

In diesem Jahr erwartete uns mit #4.06 Demons eine Geschichte über ein verfluchtes Haus mitten in New York. Dabei hat man alle wichtigen Zutaten eingebunden, die eine solche Storyline innerhalb einer normalen Krimiserie braucht und es auch wieder geschafft, dass Ganze dann am Ende auf einen normalen Mordfall zurückzuführen. Besonders im ersten Teil der Episode gab es schön-schaurige Szenen à la "Blair Witch Project", ganz viele gruselige Details über die verfluchte McLaren Villa und im Mittelteil sogar eine richtige Gruselszene mit Castle und Beckett. Es war also alles dabei, um Spaß zu haben und die Referenzen auf die Vorlagen waren natürlich wieder das Sahnehäubchen. Wer musste bei den Ghost Wranglers nicht an die legendären Ghost Hunters aus "Supernatural" denken, zudem trägt das Opfer auch noch den Namen Jack Sinclair, welcher nicht per Zufall an den berühmten Groschenroman-Geisterjäger John Sinclair erinnert. Es gibt hier und da noch einige Referenzen auf die Ghostbusters, auf Scooby Doo und überhaupt locker-flockige Dialoge, die richtig Spaß machen. Zumal Castle und Beckett in dieser Episode mit ihren Wortgefechten wieder einmal vollkommen auf der Höhe ihres Könnens sind.

Mein liebstes Detail der Episode ist aber mit Abstand das Casting von Fredric Lehne als Detective Smith, seines Zeichens Darsteller des gelbäugigen Dämons Azazel in "Supernatural", der hier in seiner Rolle als Detective Smith gleich einmal davon erzählen darf, dass er nicht an Dämonen glaubt. Und am Ende wird das ganze noch dadurch getoppt, das er als der wahre Mörder überführt wird, nicht nur des toten Geisterjägers Jack Sinclair, sondern auch von einem ungeklärten Mordfall von vor 20 Jahren, den er dann auf den Einfluss eines Dämons schiebt. So macht man Popkultur-Junkies glücklich, zumal die Episode auch für den Zuschauer, der vielleicht den Zusammenhang zu "Supernatural" nicht herstellen kann, eine wahre Freude war. "Castle" konnte also auch in diesem Jahr mit seiner Halloween-Folge wieder auf ganzer Linie überzeugen und hat so eine schöne Tradtion fortgeführt.

Cindy Scholz - myFanbase

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