Bewertung: 7

Review: #7.02 Hab keine Angst vor der Dunkelheit

Foto: Evan Peters, American Horror Story: Cult - Copyright: 2017 Fox and its related entities. All rights reserved.; Frank Ockenfels/FX
Evan Peters, American Horror Story: Cult
© 2017 Fox and its related entities. All rights reserved.; Frank Ockenfels/FX

Nach den gelungenen Staffelstart in der vergangenen Woche lässt man uns in #7.02 Hab keine Angst vor der Dunkelheit noch etwas tiefer in die Seelen der Charaktere blicken und führt zwei weitere Figuren ein, die doch recht mysteriös wirken.

Die Beziehungen untereinander

Erst einmal gefällt es mir sehr gut, dass die Macher der Serie keinen kleinen Zeitsprung gemacht haben, sondern genau an der Stelle angesetzt haben, an der sie beim Auftakt dieser Staffel aufgehört haben. Nachdem Ally nämlich einen gruseligen Clown in ihrem Bett gesehen hatte und aus dem Zimmer gestürzt war, läuft sie direkt zu Ivy und schildert ihre Entdeckung. Natürlich war einem fast klar, dass sich Ally wieder etwas eingebildet hat. Doch auch wenn das nicht überraschend gewesen ist, fand ich dieses Szenario sehr wichtig für den weiteren Verlauf.

Wie ich schon in meiner letzten Review geschrieben habe, sind die Rollen bzw. die Charaktereigenschaften bei Ally und Ivy klar verteilt. Denn wieder ist es Ivy, die hier die Starke und Furchtlose ist. Allerdings bemerkt man auch, dass es sie ziemlich anstrengt, immer wieder Allys Phobien zu 'ertragen', was sie in einer Szene auch sehr deutlich zum Ausdruck bringt, indem sie sagt, dass sie nicht wisse, wie lange sie das noch mitmachen kann. Schon in der ersten Folge wird deutlich, dass Ivy zwar die Starke ist, aber auch jemand ist, der es auch nicht auf Dauer sein kann.

Obwohl es für den Zuschauer bereits ersichtlich ist, dass die Beziehung von Ally und Ivy immer weitere Risse dadurch bekommt, wird auch klar, dass vor allem Ivy die Hoffnung noch nicht aufgegeben hat, dass sich ihre Frau wieder fängt. Aber beide müssen auch feststellen, dass Allys Phobien nicht spurlos an Oz vorbei gegangen sind.

Wenn wir uns noch einmal an die erste Folge erinnern: Oz musste mit eigenen Augen mit ansehen, wie Ally seinetwegen einen Nervenzusammenbruch bekam. Natürlich geht das nicht spurlos an Kindern vorbei und es ist eigentlich nur verständlich, dass Oz sich dadurch lieber an Ivy wendet. Aber vielleicht hat er auch Angst, dass er aufgrund seiner Phantasie und seiner Albträume Ally sehr ähnlich werden könnte und ich denke, die Kombination aus ihrer und seiner Angst belastet die Beziehung schwer.

Verständlich ist, dass Oz sich eine andere Bezugsperson sucht. Und wie sollte es anders sein, findet er diese in Winter. Diese sorgte dafür, dass der Kleine den Mord an den Nachbarn beobachtete, und erzählte seinen beiden Müttern, Oz habe eine blühende Fantasie. Zugegeben wirkt Winter auch sehr mysteriös auf mich und sie ist vielleicht noch gefährlicher als ihr Bruder Kai. Denn Winter mimt die Verständnisvolle und Vertrauenswürdige, was gerade bei Oz und Ally böse enden könnte. Während sie nämlich bei dem Jungen das Ritual mit dem kleinen Finger durchführt und damit wahrscheinlich eine ähnliche Beziehung aufbaut, wie sie selbst zu ihrem Bruder hat, scheint sie zu Ally eine Beziehung aufzubauen, die die Ehe mit Ivy nur noch rissiger machen könnte. Außerdem ist da noch das 'zufällige' Aufeinandertreffen zwischen Ivy und Dr. Rudy Vincent, was die Beziehung der beiden Frauen in meinen Augen noch wackliger werden lässt.

Kais Plan

Ich denke, dass die Anderson-Geschwister ein gefährliches Doppel sind. Winter ist ruhig, aber gefährlich und Kai ist aggressiv und ebenso gefährlich. Ich vermute, dass er was mit dem Mord am Stadtrat zu tun hat. Zum einen weil dieser ihn ja auch ziemlich drastische Weise abgewiesen hatte, und zum anderen, weil Kai ihm Rache geschworen hat und der Mord ihn immer weiter an sein Ziel bringt: Die Welt nach seinen Ansichten zu verändern.

Auch hat er seine Angreifer bewusst provoziert, um es eben so dastehen zu lassen, dass Migranten gefährlich sind und für Ärger sorgen. Denn nun möchte er für den Stadtrat kandidieren, schließlich könnte er als solcher etwas bewirken. Aber dazu fehlen ihm eben die Stimmen, weswegen er auf 'Jagd' geht.

Ally ist da anscheinend das perfekte Opfer, doch diese lässt sich bei Kais Auftauchen nicht so einfach einwickeln, sondern vertritt ihre Meinung, welche Kai aber nicht passt und wie auch bei dem ermordeten Stadtrat schwört er auch hier auf Rache.

Obwohl man nicht weiß, wer Roger (der Mitarbeiter im Restaurant, der Pedro feuern lassen wollte) tatsächlich ermordet hat, habe ich auch hier Kai im Verdacht. Denn da es sich bei Pedro auch um einen Ausländer handelt und Kai diese als gefährlich ansieht, würde das durchaus passen. Und man darf auch nicht vergessen, dass das Restaurant von Ivy und Ally geführt wird. Es wäre zumindest möglich, dass Kais Rache diesmal so aussieht, dass ein Mord an einem Mitarbeiter die Existenz der beiden Frauen ruinieren könnte.

Was passiert jetzt?

Der Mord an Roger ist nicht der einzige, denn auch Pedro wurde wohl ermordet oder mindestens schwer verletzt und die Täterin ist Ally! Aber ehrlich gesagt hat mich das nicht sonderlich überrascht. Allys Angst und Phobien werden immer schlimmer und um sich sicherer zu fühlen, hat sie sich von ihren neuen Nachbarn eine Waffe ausgeliehen, von der Ivy natürlich nichts weiß. Den Rest hätte man sich fast denken können. Nach dem Stromausfall und der Tatsache, dass Ivy im Restaurant bleiben wird, war auch das Opfer klar: Pedro. Alles vorhersehbar in meinen Augen. Interessant wird aber werden, was jetzt passieren wird. Auch wenn Pedro nicht sterben sollte, hat Ally Schuld auf sich geladen und muss Ivy die Sache mit der Waffe erklären. Ich bin wirklich mal gespannt, was uns da noch so erwartet.

Die neuen Nachbarn

Nach dem Mord am Stadtrat und an seiner Familie ziehen mit Harrison Wilton (Billy Eichner) und Meadow Wilton (Leslie Grossman) zwei neue Nachbarn neben Ally und Ivy ein und ich weiß noch nicht so ganz, was ich von denen halten soll. Auf der einen Seite wirken sie recht sympathisch, aber sie haben in meinen Augen etwas an sich, was sie sehr mysteriös erscheinen lässt und damit meine ich nicht die Tatsache, dass sie Fans von Nicole Kidman sind und sie den Deal geschlossen haben, einander zu heiraten, sollten sie im Alter von 35 Jahren noch niemanden gefunden haben und Harrison eigentlich schwul ist. Leider kann ich es (noch) nicht besser beschreiben, warum die beiden so mysteriös auf mich wirken. Ich denke aber, dass es mit den beiden noch interessant werden könnte.

Fazit

Nicht ganz so stark wie der Auftakt liefert "American Horror Story: Cult" mit #7.02 Hab keine Angst vor der Dunkelheit eine interessante Folge ab. Die Macher der Serien haben mit den ersten beiden Folgen dieser Staffel schon ein vielversprechendes Gerüst aufgestellt, bei dem ich mich wirklich darauf freue, zu erfahren, wie es weiter 'gebaut' wird.

Daniela S. - myFanbase


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