Bewertung: 7

Cabin in the Woods

"Tequila from darkness!"

Foto: Copyright: 2012 Universum Film
© 2012 Universum Film

Inhalt

Die fünf Freunde Dana (Kristen Connolly), Jules (Anna Hutchison), Curt (Chris Hemsworth), Holden (Jesse Williams) und Marty (Fran Kranz) möchten gemeinsam auf einer Hütte in den Wäldern Urlaub machen. Während Jules ziemlich verdorben ist, muss sich Dana immer noch als Jungfrau abstempeln lassen. Wie gut, dass auf der Fahrt der smarte und gut aussehende Holden dabei ist, welcher für Dana als potentieller Kandidat dienen kann. Marty ist dieser Umstand im Übrigen egal. Er kifft lieber mehrmals am Tag, und genießt nur den Anblick von Jules. Als die Freunde sich aufmachen, bemerken sie nicht, dass sie beobachtet und überwacht werden. Kurz vor ihrer Ankunft, machen sie Halt an einer scheinbar verlassenen Tankstelle. Hier arbeitet ein nicht sehr freundlicher alter Mann, der ihnen abrät weiter zu fahren. Sie ignorieren diese Warnung, was sie kurze Zeit später bereuen werden...

Kritik

Der ehemalige Autor von "Angel - Jäger der Finsternis", "Buffy - Im Bann der Dämonen" und "Lost" als auch des erfolgreichen Überraschungshits "Cloverfield", bleibt seiner Linie treu, und präsentiert dem Zuschauer eine aufregende und zugleich etwas andere Story mit "Cabin in the Woods". Dass Drew Goddard dabei die üblichen Horrorszenen und Dialoge hin und wieder der Lächerlichkeit preisgibt, wie zum Beispiel der Vorschlag, man solle sich als Gruppe auflösen, um vor Zombies besser geschützt zu sein, machen den ganzen Film dazu noch erträglicher. Ebenso ist es erstaunlich, welch gute Regiearbeit er hier leistet, für seinen ersten Film, in dem unter anderem "Thor"-Darsteller Chris Hemsworth eine größere Nebenrolle spielt. Er spricht in diesem Film einiges, aber nichts weltbewegendes, dafür – so viel darf bei einem Horrorfilm zumindest gesagt werden – fällt sein Tod umso spektakulärer aus.

Die Inhaltsangabe kann bei diesem Film ein wenig irreführend sein, denn um einen puren Teenie-Trip und Spaß geht es hier in erster Linie nicht, auch wenn mit sexuellen Reizen gespielt, und die momentane Dekadenz in den Dreck gezogen wird. Der Film beginnt nämlich nicht mit den Jugendlichen, sondern mit den beiden Arbeitskollegen Sitterson (Richard Jenkins) und Hadley (Bradley Whitford) und wie sie darüber sprechen, dass sich wieder eine passende Gruppe in die "Zone" begibt, und dadurch alle Alarmglocken oder eher Freudenglocken losgehen. Sie befinden sich in einem Komplex, welcher so aussieht, als ob sie Feinde von James Bond wären, und die Weltherrschaft an sich reißen möchten. Eine ziemlich kranke Idee, dass eine Behörde mit Absicht Menschen in den Tod schickt, und sie dabei auch noch filmt. Unterdessen werden dabei auch noch unter den Kollegen Wetten abgeschlossen. In dieser Hinsicht wird der Film aber auch gleich witzig.

Was es an Humor gibt, dem fehlt es aber eine lange Zeit an Horrormomenten beziehungsweise Schockeffekten. Erst kurz vor Schluss wird der geduldige Zuschauer mit einer gewaltigen Blutorgie belohnt, die es tatsächlich in sich hat. Es sieht nicht nur brutal aus, es sieht auch wie ein ins Lächerliche gezogene Kunstgemälde aus. Ein Kunstgemälde entstanden aus dem Mausklick einiger begabter Designstudenten, denn für echtes Kunstblut hat es dann entweder wegen Geldmangel nicht gereicht, oder keiner wollte hinterher die Sauerei wegmachen. Für den Gesamteindruck schadet dieser Umstand wahrlich nicht, denn für eine kurzweilige Unterhaltung hat Goddard alles richtig gemacht.

Fazit

Neuartige Story, dunkle Bilder, klasse Zombies und etwaige andere Gestalten, die das Sterben für die Charaktere schmackhafter machen. Eine gute Vorraussetzung also für einen gemütlichen Sommerabend.

Ignat Kress - myFanbase
18.05.2012