Bewertung: 9
Shawn Levy

Rosarote Panther, Der

USA 2006, 95 Minuten

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Inspektor Clouseau (Steve Martin) untersucht den Mord am bekannten Fußballtrainer Gluant (Jason Statham) sowie den Diebstahl Gluants wertvollen Diamantringes, welcher der ‚Rosarote Panther’ genannt wird. Gemeinsam mit dem Gendarm Ponton (Jean Reno) und der Sekretärin Nicole (Emily Mortimer) versucht Clouseau alle Ungereimtheiten zu enträtseln und fliegt bis nach New York um der Freundin von Gluant, Xania, auf die Schliche zu kommen. Der Chefinspektor Dreyfus (Kevin Kline) verfolgt die Schritte Clouseaus sehr genau, da er auf ein Scheitern des Inspektors hofft...

Kritik

Wer ist der rosarote Panther?
Eine wahrlich schwere Frage.

Die einen sagen, Peter Sellers (für die Jüngeren: das originale Urgestein Inspektor Jacques Clouseau ). Die anderen behaupten, eine Zeichentrickfigur.

Wiederum andere entgegnen mit, ein großer rosafarbener Diamant, aber roh.
Darf man sich das Recht heraus nehmen, Peter Sellers als großen rosa Rohdiamanten zu bezeichnen? Ich sage, höchste Zeit, dass es jemand tut.
Es ist schließlich wie außerhalb der Leinwand, es gibt nicht nur einen Gott.

Die Story des Films ist einfach erzählt: Hollywood dachte sich, bringen wir unseren Landsleuten doch das Fußball spielen ein weniger näher und beginnen den Film im Fußballstadion, just in dem Moment, als das französische Team die chinesische Mannschaft „besiegt“. Wie gigantische Planierraupen haben die Franzosen die Chinesen platt gemacht. Einmarschiert sind sie quasi, in das gegnerische Tor.

Aber mal abgesehen von der Französisch- Amerikanischen Freundschaft „Ah woont twoah Damburga“, ist der Film überhaupt nicht politisch. Der Trainer der französischen Revolution teilt diesen Sieg über die Menschheit (China: 1.286.975.500 Einwohner) mit seiner überaus hübschen Filmfreundin Beyoncé Knowles.

Wieder zurück auf dem Platz, trifft ihn ein Giftpfeil. Vermutlich IRA.
Der Trainer stirbt und sein unfassbar riesiger, 12 cm breiter Diamant der „Pink Panther – kein Schwanz ist so hart wie das Leben“, den er vorher noch stolz dem Publikum präsentierte, verschwand mit dem Leben des Trainers auf nimmer wiedersehn.

Inspektor Dreyfus (Kevin Kline) heckt nun einen schelmischen Plan aus. Ein kompletter Obertölpel muss diesen Fall versemmeln, dann gehören sämtliche Lorbeeren Dreyfus. Steve Martin betritt als Jacques Clouseau das Spielfeld und der Spaß beginnt.

Zugegeben, ein Remake, eine Hommage, ist immer ein heißes Ceranfeld und man muss Vieles bei dem neuesten Pink Panther Teil mit „ja“ beantworten.
Ja, man kennt jeden einzelnen Gag. Ja, kein Gag, nicht mal das Ende, kommt unvorsehbar. Und ja, Steve Martin spielt seine Rolle so knuffig, so süß, man möchte ihn am liebsten umarmen, so oscarreif, dass er damit den kompletten Film rettet.

Und ebenfalls ja, es ist ein Hochgenuss, Jean Reno, als Steve Martins Gehilfe, in einem hautengen Camouflageanzug zu sehen. Die negativen Punkte sind nur scheinbar vorhanden, der Film ist bunt, hat einen tollen Soundtrack und einen wunderbaren Steve Martin, der es geschafft hat, uralte Gags besser denn je rüberzubringen.

Wagen wir am Schluss zu dieser Slapstick-Komödie passend einen klassischen Scherz: Sage ganz oft hinter einander: Großer rosa Rohdiamant.

René von Bork - myFanbase
04.03.2006

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