Bewertung: 3
Dermot Mulroney

Love, Wedding, Marriage - Ein Plan zum Verlieben

But her newest clients may take everything she's got.

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Inhalt

Ava (Mandy Moore) ist Eheberaterin und glaubt an die ewige Liebe, wobei sie sich immer ihre Eltern als Vorbild nimmt. Zudem ist sie frischgebackene Ehefrau und hat in Charlie (Kellan Lutz) die Liebe ihres Lebens gefunden. Ihre Mutter (Jane Seymour) lässt dann aber die Bombe platzen: Noch vor ihrem 30. Hochzeitstag möchte sie die Scheidung einreichen. Ava ist geschockt, denn eine Scheidung ihrer Vorbilder kommt für sie überhaupt nicht in Frage. Stattdessen lässt sie sich kreative Therapiemethoden einfallen, um ihre Eltern zusammenzubringen und merkt nicht, dass sie dadurch ihre eigene Ehe aufs Spiel setzt.

Kritik

Bei romantischen Komödien liegt meine Erwartungshaltung erfahrungsgemäß ziemlich niedrig. Zu oft hat das Genre mit platten Storys und dämlichen Charakteren enttäuscht und es ist eher zu einer Seltenheit geworden, unter einer Masse von Komödienproduktionen ein Filmjuwel zu entdecken. "Love, Weddding, Marriage – Ein Plan zum Verlieben" bestätigt dieses Vorurteil und trägt dazu bei, dass man von einer Liebeskomödie immer weniger zu erwarten hat.

Es liegt, wie zu oft, an einer unausgegorenen Handlung. Ein frisch verheiratetes Paar muss sich plötzlich mit den Eheproblemen der Eltern herumschlagen. Besser gesagt nur mit den Eltern der Braut. Zwar gibt das Thema nicht viel her, aber die Produzenten haben immerhin einen gut 80-minütigen Film daraus gemacht. Dass man Probleme schafft, wo keine sind, oder dass die ganze Handlung total erzwungen und lächerlich scheint, wird außer Acht gelassen. Wichtig ist hier nur, dass die Zuschauer hoffentlich den Kopf ausschalten und über unlustige Gags lachen. Diese Rechnung geht aber bei bestem Willen nicht auf und sorgt für vielmehr langweilige und zum Teil auch langatmige Szenen. Vor allem interessiert das Eheproblem von Avas Eltern wirklich niemanden, sonder bringen vielmehr den Zuschauer durch ihre ständigen Streitereien auf die Palme. Was daran lustig sein soll, bleibt unergründlich. Zudem sollen wohl auch Shelby, Avas Schwester, oder gar Gerber für lustige Szenen sorgen. Ein oder zwei Mal klappt das auch, aber die meiste Zeit über fragt man sich, worin ihre Daseinsberechtigung liegt.

Der eigentliche Grund, sich von Vornherein überhaupt auf diesen Film einzulassen, war ohne Zweifel die bezaubernde Mandy Moore. Nach dem romantischem Film "Nur mit dir", der sie zum Star machte, meint man, man könne sich auf eine tolle Schauspielleistung von ihr freuen. Aber falsch gedacht, denn ihr Charakter Ava ist am Anfang ganz nett anzuschauen, aber spätestens nach der Hälfte des Films kaum mehr zu ertragen. Das ganze Gerede von einer Paartherapie und der hoffnungslosen großen Liebe ist nach einiger Zeit ziemlich nervig, da kann auch Moore nichts ausrichten. Wenigstens aber bringt sie ihren Charakter glaubhaft auf den Bildschirm. Kellan Lutz ("Twilight") geht, wie zu erwarten, in seiner Rolle völlig unter. Als perfekter Ehemann muss er nicht viel tun außer schön auszusehen und die Frauenherzen zu bezirzen. Sein platter Charakter ohne jegliche Tiefe und Avas Bemühungen, ihre Eltern wieder zusammenzubringen, ist genauso einschläfernd wie der Rest des Films.

Die plötzlich auftauchenden Eheprobleme zwischen Ava und Charlie wären eventuell glaubwürdiger gewesen, wenn sie auf Grund ihrer oberflächlichen Charaktere nicht zu gestellt gewirkt hätten. So aber gibt es viele kitschige Szenen, Possen über die große Liebe und am Ende so viel Happy End, dass man sich "Love, Weddding, Marriage – Ein Plan zum Verlieben" mit Sicherheit kein zweites Mal antun wird. Was ein Christopher Lloyd oder eine Alyson Hannigan-Denisof als Minirollen hier zu suchen haben, ist mir ebenfalls ein Rätsel.

Fazit

Leider schafft es auch diese Komödie nicht, aus den bekannten Konventionen auszubrechen, ganz im Gegenteil. Man baut auf eine kitschige, vorhersehbare und herzlose Romanze, die nicht mal mehr Mandy Moore zu retten vermag.

Tanya Sarikaya - myFanbase
06.09.2011

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