Bewertung

Review: #5.14 Blutiger Valentinstag

Was zunächst nach einem blutdurstigen Amor aussah, entpuppte sich letzten Endes als der zweite apokalyptische Reiter – Hunger. Und dieser Reiter sorgt bei "Supernatural" für mehr als eine Überraschung.

Hunger

Zunächst zum Hunger selbst. Ich kann mich nicht erinnern in dieser Serie jemals einen so ekelerregenden Fall gesehen zu haben. Bis jetzt dachte ich immer, die Rasierklinge am Anfang von #4.07 Der große Kürbis, Sam Winchester setze dem Grauen bei "Supernatural" die Krone auf, doch sowohl die Liebes-Fress-Orgie, als auch die Hände-in-der-Friteuse-Szene belehrten mich eines besseren. Der apokalyptische Reiter selbst hat eine so abstoßende Wirkung, dass man beinahe den Hut ziehen muss vor James Otis, der seiner Rolle jede Menschlichkeit nimmt. Da steigt doch gleich die Spannung, wie wohl der nächste Reiter aussieht und - für alle Autonarren - welches "Ross" er mit sich führt. Dass es dieses Mal kein roter Mustang war, wie für den Krieg, sondern ein schwarzer Geländewagen, war eine nette Abwechslung und überraschenderweise ziemlich passend für so etwas großes, schwarzes wie den Hunger.

Castiel

Wahrscheinlich werden meine Lobeshymnen langsam langweilig, aber es muss einfach gesagt werden, dass Castiel von Auftritt zu Auftritt besser wird. Zweifelsohne hätten wir alle beileibe nicht so viel zu lachen, wenn Cas mit seiner komisch wirkenden Unwissenheit nicht aus einer noch so ernsten Situation eine Lachnummer machen würde.

Highlights dieser Folge waren bei dem Engel sein trocken kommentierter Heißhunger auf Rindfleisch sowie sein ungelenker Umgang mit dem Cupido. Kam es nur mir so vor, oder kam da sogar bei Castiel so etwas wie ein in Arroganz umschlagendes Überlegenheitsgefühl auf? Ich meine, nicht, dass ich es ihm verübeln könnte, immerhin ist der Liebesbote ja nur ein "Cherub dritten Ranges", den man eigentlich gar nicht ernst nehmen kann.

Sam

In dieser Hinsicht ist Sam um einiges ernstzunehmender. Dass seine Gier nach Dämonenblut nie ganz abgeklungen ist, hat sich schon des öfteren bemerkbar gemacht, aber mit diesem drastischen Suchtverhalten hätte ich persönlich nicht mehr gerechnet. Desto bemerkenswerter ist es, dass er letzten Endes seinen Hunger besiegt und damit auch dem Reiter den Wind aus den Segeln nimmt. Ebenfalls positiv ist, dass Sam nicht lange zögert, bevor er Dean von seinem Problem erzählt, was vermuten lässt, dass der Ausrutscher die Beziehung der Jungs nicht allzu sehr belasten wird. Und einen kleinen Schock angesichts des Rückfalls kann man Dean nicht übel nehmen, ist es doch immer wieder aufs Neue erschreckend, wenn Sam mit blutverschmiertem Mund und blutender Nase Dämonen austreibt.

Dean

Am erschreckendsten an dieser Folge war aber nicht Sams erneutes Suchtproblem, sondern das Seelenheil Deans. Denn offensichtlich steht es um dieses schlechter, als man es Dean ansieht. Dass er Stück für Stück vor die Hunde geht, ist so ziemlich das Schlimmste, was man sich für diese Serie vorstellen kann. Das Tragische daran? Offensichtlich zeigt sich keine Besserung, was auch verständlich ist, immerhin hat der ältere der Brüder einiges mitgemacht: die Hölle, den Beginn der Apokalypse, das Zerwürfnis mit Sam, Bobbys Verwundung, Jos und Ellens Tod und ständig Lucifer und Michael im Nacken. Es scheint so, als könnte sich Dean nie richtig von diesen Entwicklungen erholen. Dass er in Anbetracht der neusten Entwicklung - Sams "Ausnüchterung" - sogar den Tränen nahe den Himmel um Hilfe anfleht, ist ein denkbar schlechtes Zeichen und lässt wenig Hoffnung auf baldige Besserung. So traurig es ist, es scheint wirklich so, als lebe Dean nur noch für den Kampf.

Fazit

Eine Folge, die im Grunde von fast allem etwas hat - Grauen, Humor und entscheidende Entwicklungen bei den Hauptcharakteren. Und langsam aber sicher steigt die Spannung hinsichtlich des Ausgangs der Staffel, was eigentlich bei einer Serie immer ein gutes Zeichen ist. Bleibt zu hoffen, dass die hohen Erwartungen nicht enttäuscht werden.

Eva K. – myFanbase

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