DVD-Rezension: Life Unexpected, Staffel 1

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Gut neun Monate nach der Erstausstrahlung auf dem damals noch nicht so gut zu empfangenden Sender Sixx erscheint die erste Staffel von "Life Unexpected - Plötzlich Familie" endlich auch auf DVD (VÖ: 2. Dezember). Ob das zur Verbreitung der insgesamt nur zwei Staffeln umfassenden Serie beiträgt, wird wohl nur die Zukunft zeigen, mit dem Aufhänger "Juno meets Gilmore Girls" wird sicherlich der ein oder andere Käufer angezogen.

Inhalt

Foto: Life Unexpected - Copyright: Warner Bros. Ent.
Life Unexpected
© Warner Bros. Ent.

Lux wurde als Baby von ihrer jungen Mutter Cate zur Adoption frei gegeben, hat aber wegen eines Herzfehlers zunächst keine Heimat gefunden und war nach mehreren Operationen als Kleinkind für Paare, die keine Kinder bekommen konnten, nicht mehr attraktiv. In der Folge hat sie diverse Pflegeheime und Pflegefamilien durchlaufen, fühlte sich aber nirgends wohl. Ihr bevorstehender 16. Geburtstag lässt sie darauf hoffen, vor Gericht ihre Unabhängigkeit einfordern zu können, um auf eigenen Füßen stehen zu können. Dafür macht sie ihre Eltern ausfindig. Baze ist vollkommen überrascht, wusste er doch nicht mal, dass er eine Tochter hat, geschweige denn, dass seine High-School-Freundin Cate schwanger war. Cate selbst hat sich gerade erst mit ihrem Kollegen Ryan verlobt und führt mit ihm gemeinsam eine Radioshow. Das Auftauchen von Lux bringt Einiges durcheinander. Der Richter entlässt Lux nicht in die Selbstverantwortung sondern gibt sie zurück in die Obhut ihrer Eltern. Fortan versuchen Cate und Baze sich um Lux zu kümmern, die Vergangenheit zu bewältigen, gute Eltern zu sein und ihr derzeitiges Leben trotzdem fortzuführen.

Rezension

Foto: Brittany Robertson, Life Unexpected - Copyright: Warner Bros. Ent.
Brittany Robertson, Life Unexpected
© Warner Bros. Ent.

Es ist durchaus etwas übertrieben, "Life Unexpected Plötzlich Familie"als Mischung von "Juno" und den "Gilmore Girls" darzustellen, denn an beide Formate kommt die Serie qualitativ nicht heran. Trotzdem ist die Assoziation im weitesten Sinne gar nicht so weit hergeholt. Lux ist als schlagfertige, selbstbewusste und nach Unabhängigkeit strebende Hauptfigur enorm sympathisch und bringt ihre schwierige Situation, die sie all die Jahre gehabt hatte, sehr gut zur Geltung. Die Beziehung zu ihren Eltern stellt dabei genauso einen Schwerpunkt der Serie dar, wie die sich entwickelnde Dreiecksbeziehung zwischen Baze, Cate und Ryan, die weitestgehend sehr nachvollziehbar dargestellt wird. Abgerundet wird diese kleine, unscheinbare Dramaserie von dem insgesamt unheimlich sympathischen Cast, der einen immer wieder dazu bewegt einzuschalten. Man folgt den einzelnen Geschichten gerne, fühlt sich immer gut abgeholt und selbst wenn die ein oder andere Handlung auch Augenrollen hervorrufen kann, so ist man nie genervt, folgt auch diesen Entwicklungen gespannt und lässt sich eigentlich immer wieder begeistern, wie ehrlich letztlich alle zueinander sind und so versuchen, ihre Probleme und vorherigen Lügen der Angst und Verzweiflung zu überstehen. Irgendwie würde man jeden Charaktere gerne persönlich kennen lernen und wenn man die Episoden wieder einlegt und schaut, kommt diese wohlige Gefühl einer soliden Dramaserie mit vielen Diskussionen und Emotionen sofort wieder hervor.

Foto: Copyright: Warner Home Video
© Warner Home Video

Die DVD-Box ist insgesamt eher unscheinbar. Alle drei DVDs sind in einer Hülle untergebracht, die folglich in erster Linie platzsparend ist, was in letzter Zeit immer häufiger vorkommt. Eine große 1 an der Seite macht aber deutlich, dass es kein Film ist, und steigert zusätzlich die Hoffnung, dass man auch die zweite Staffel in diesem Design erwarten darf. Die Box selbst ist dann mit einigen Bildern bestückt, die die Sympathien direkt wieder hervorbringen und die Vorfreude steigern, wenn man die Serie bereits kennt. Das Menü ist ohne großen Aufwand gestaltet. Der Titelsong wird eingespielt und einzelne Bilder begleiten die einzelnen Abschnitte. Somit ist die Gestaltung letztlich genauso wie die Serie. Es ist alles gut, nicht herausragend, aber so, dass man sich wohl fühlt. Genau dies bringen auch die beiden Specials zum Ausdruck. Es ist nicht viel, aber sehr nett. Beide Specials sind recht ähnlich, weil es zusammen geschnittene Interviews mit der Serienmacherin Liz Tingelaar, den Schauspielern und anderen Verantwortlichen hinter der Kamera sind, die durch Szenenausschnitte angereichert werden. Das erste Special ("Leben in Portland: Das Making-of "Life Unexpected - Plötzlich Familie") dreht sich um die Serie, die Grundidee und den Absichten. Special 2 (Lux, Cate, Baze, Ryan und Math: Das Casting von "Life Unexpected - Plötzlich Familie") erzählt vom Casting und den ersten Drehtagen, was nette Hintergrundinfos bereit hält und vor allem Ausschnitte von Casting selbst zeigt. Auch diese jeweils mehr als zehn Minuten sind sympathisch und guter Zusatz, auch wenn es schade ist, dass rausgeschnittene Szenen oder missglückte Szenen, eigentlich Standard, fehlen. Gerade bei dem sympathischen Cast könnte ich mir letzteres sehr witzig vorstellen.

Technische Details

Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Französisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Finnisch, Französisch, Niederländisch, Norwegisch, Schwedisch
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Anzahl Disks: 3
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 537 Minuten

Fazit

Schon die ersten Takte des Titelsongs machen mich regelrecht nostalgisch und etwas traurig, dass die Serie es nicht weit gebracht hat. Und so ist diese erste Staffel durchaus empfehlenswert, kein Muss für Serienfans, aber kurzweilige Unterhaltung mit guter Darstellung und Charakteren, die einige Emotionen durchstehen müssen, die rührend und dynamisch in Szene gesetzt werden.

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Emil Groth - myFanbase

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