Songs des Jahres 2010

Song des Jahres (Fortsetzung)
Micha S. meint:
#1 Scissor Sisters – Invisible Light
Der trommelnde Rave-Beat, die gesanglichen Schleifen und das von niemand Geringerem als Sir Ian McKellen vorgetragene Gedicht geben diesem furiosen Finalstück eine regelrecht hypnotisierende Wirkung. Würde "Queer as Folk" noch produziert, wäre dieser magische Titel ein Muss für eine Szene. Falls er nicht als Single ausgekoppelt wird, ist er das Kaufargument für eine zu zwei Dritteln wirklich Spaß machende Scheibe.
#2 Hurts – Wonderful Life
Eine nette Story mit einer optimistischen Botschaft, dazu eine melancholische Stimmung in einer musikalischen Hommage an die späten 80er – zusammen macht das einen regelrecht perfekten Popsong, gegen den sich wohl niemand wehren kann. Egal, ob die zwei Mitzwanziger aus Manchester ein One-Hit-Wonder bleiben oder nicht, dieser Titel wird lange in unserem Gedächtnis bleiben.
#3 Cheryl Cole feat. will.i.am – 3 Words
Heutzutage einen Popsong zu schreiben, der anders klingt als alles, was es sonst so gab und gibt, ist ganz sicher nicht einfach. Der Black Eyed Peas-Sänger und die ehemalige Girls Aloud-Sängerin haben es geschafft. "3 Words" lässt sich schwer beschreiben: Es ist ein Dancetrack und ein Lovesong, es ist düster und chillig, ruhig und ansteckend, es besitzt eine Atmosphäre, die man gehört haben muss und die das Video annähernd perfekt ausdrückt. Schön wäre es, wenn es mehr solcher außergewöhnlichen Nummern gäbe. | zum Video in der Videogalerie
#4 Madcon – Glow
Der Song hat nicht viel, aber was er hat, hat er bis zum Überschäumen: Drive. Man will gar nicht, dass er endet. Man wollte auch nicht, dass er beim Eurovision Song Contest endete. Man wollte gar nicht wissen, wer den Grand Prix gewonnen hat, weil man schon den besten Song gefunden hatte. Man wollte mehr von den überall in Europa tanzenden Menschenmengen sehen. Wie gut, dass die knapp vier Minuten dauernde Singleversion dann auch auf knappe acht gestreckt wurde. So kann man vier Minuten länger zu diesem wunderbaren Eurodance tanzen, den Fuß wippen oder den Kopf nicken. | zum Video in der Videogalerie
#5 Christina Aguilera – You Lost Me
Die vier Minuten dieses Liedes sind im Grunde der Blick in die Seele einer Frau genau an dem Moment, in dem sie realisiert, dass sie ihren Mann nicht mehr braucht, nicht mehr will. Am Anfang noch sehr verletzt und zerbrechlich, begleitet nur vom zarten Klavierspiel, wächst das Lied genauso wie seine Sängerin, die Trauer und Schock hinter sich lässt und die Stärke findet, auf sich selbst zu schauen. So etwas kann nur Sia Furler so bewegend schreiben und nur Miss Aguilera so mitreißend vortragen. Deren Album "Bionic" mag diskutierbar sein, aber diese Single wurde völlig zu Unrecht von den Käufern gemieden. | zur Hörprobe in der Videogalerie
Maria Gruber meint:
#1 Gangstagrass – Long Hard Times To Come
Die exzentrische Mischung aus Rap und Bluegrass, gepaart mit der klimpernden Mandoline im Hintergrund und dem kraftvollen Sprechgesang über die kleinen und großen Schwierigkeiten des Lebens, ergibt den wahrscheinlich lässigsten Song des Jahres, der als Titellied für die FX-Serie "Justified" zurecht eine Emmy-Nominierung bekommen hat.
#2 The Temper Trap – Love Lost
Keine Ahnung, wie Sänger Dougy Madagi die teilweise irre hohen Töne trifft, aber er macht einen verdammt guten Job. "Love Lost", die zweite Singleauskopplung aus dem Album "Conditions", ist ein verträumter, aber energischer Song mit fantastischen Instrumentalmomenten und einer mitreißenden Bridge. Rhythmisch, melodisch und lyrisch perfekt. | zum Video in der Videogalerie
#3 John Mayer – Heartbreak Warfare
Wenn sich ein Künstler in seiner Karriere erfolgreich weiterentwickeln konnte, ohne seine Wurzeln zu verlieren, dann ist dies John Mayer. Mit "Heartbreak Warfare" schafft er es, die musikalische Ära seiner ersten Alben "Room for Squares" und "Heavier Things" wieder aufleben zu lassen und gleichzeitig seinen neuen Sound beizubehalten. Ein grandioser Song über das Leiden in der Liebe. | zum Video in der Videogalerie
#4 Aloe Blacc – I Need a Dollar
Keiner besingt die Finanzkrise so schön wie Aloe Blacc.
#5 Band of Horses – Infinite Arms
Der titelgebende Song des dieses Jahr erschienenen Albums der US-Indieband ist ein wohliger, flauschiger, träumerischer Ausklang für einen langen Tag. Ein Lied, das durch seine Einfachheit und Harmonie jegliche Hektik in Luft auflöst. | zur Hörprobe in der Videogalerie
Ameli H. meint:
#1 K'naan - Wavin' Flag
Die WM war ein wundervolles Ereignis. Die Art, mit der die Deutschen mit ihrer Mannschaft mitgefiebert haben, war mitreißend. Und der Soundtrack des Sommers war der WM-Song von K'naan. Der bringt heute noch Erinnerungen zurück.
#2 Interpol - Barricade
Ich weiß, das ist wahrscheinlich das tausendste Mal, dass ich diese Band erwähne, aber besser geht's einfach nicht. "Barricade" lief bei mir gut und gerne 2 Wochen, in denen ich nichts anderes gehört habe, rauf und runter. | zum Video in der Videogalerie
#3 Florence + The Machine - Heavy in Your Arms
2009 verliebte ich mich in Florence' Debüt "Lungs" und lechzte schnell nach mehr. Aber gut Ding will ja bekanntlich Weile haben und so kommt Florence' neues Album wahrscheinlich erst 2011. Daher gab's für mich nur einen Trostpreis. Aber was für einen! Absolutes Highlight auf dem Eclipse-Soundtrack. Florence Welshs Stimme übertrifft hier zum Teil sogar die Leistung, die sie auf "Lungs" schon erbracht hat. | zum Video in der Videogalerie
#4 Ellie Goulding - Under the Sheets
Mein Lieblingslied aus "Lights", Ellies Debüt. Miss Gouldings zuckersüße Stimme hat mit "Under the Sheets" einen der ansteckendsten Ohrwürmer dieser Dekade vertont und anders als bei so manch anderem Elektropop-Song steckt auch noch Sinn hinter dem Text. | zum Video in der Videogalerie
#5 I Was a Teenage Anarchist - Against Me!
Das war mein ganz persönlicher Sommersoundtrack und das Lied, das mich AM!-süchtig gemacht hat. Außerdem "catchy as hell". | zum Video in der Videogalerie
Aljana Pellny meint:
#1 Foals - Spanish Sahara
Da haben wir ihn. Den Song 2010. Das Lied des Jahres. Hätte das Show stehlende "Spanish Sahara" Beine, würde es den Raum betreten und alles und jeden in den Schatten stellen. Mühelos mit links. Und hätten die anderen Songs Hüte auf, sie würden sie anstandslos ziehen.
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#2 Moto Boy - The Heart Is a Rebel
Auf den letzten Drücker entdeckte ich Oskar Humlebo. Erschreckend die Feststellung, dass sich seine Musiziererei seit geschlagenen vier Jahren meiner Kenntnis entzog. Das Album des Schweden zog mich schlagartig in eine Art Strudel, das unwiderstehliche "The Heart Is A Rebel" ist Ohrenfest, Höhepunkt und Aushängeschild in einem. | zur Hörprobe in der Videogalerie
#3 Hurts - Stay
Pluspunkte gibt es, weil mit "Stay" das goldrichtige Lied zur falschen Zeit mein Leben vertonte. Die persönliche Note außen vor gelassen: hier haben Theo und Adam gezaubert. Mangelnde Opulenz kann meiner Nummer drei wirklich nicht zur Last gelegt werden, wohl aber, dass dieses herrlich arrangierte Stück Musik naturgemäß irgendwann enden muss - immerhin so wundervoll wie es begann. | zum Video in der Videogalerie
#4 Johnossi - What's the Point?
Sicherlich, von all den Herzschmerz-Nummern und Schmachtfetzen aus meinem Repertoire des vergangenen Jahres ist dieses hier uptempo, wild geradezu. Kein Wunder daher, dass es mir in der Acoustic-Version nochmal näher geht. Gehüpft wie gesprungen bleiben Text und Melodie eins a. Immer diese Schweden. | zum Video in der Videogalerie
#5 Phosphorescent - Nothing Was Stolen (Love Me Foolishly)
Und noch eine Band, von deren jahrerlanger Existenz ich erst 2010 erfahren habe. Schande über mein löchriges, ignorantes Haupt. An welchem aber nach wie vor zwei mehr oder minder verwöhnte Ohren hängen, die "Nothing Was Stolen (Love Me Foolishly)" immer wieder gern zur Kenntnis nehmen. Welchem zudem ein Mund angehört, der jedes Mal frohlockend mitsummt, wenn Matthew Houck - doch wie wir alle - foolishly geliebt werden möchte. | zum Video in der Videogalerie
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