Bewertung

Review: #1.02 Der Verräter

Foto: Lena Headey, Terminator: S.C.C. - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Lena Headey, Terminator: S.C.C.
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Während ich vom Piloten noch relativ begeistert war, konnte mich die zweite Episode der Serie nicht wirklich überzeugen, da sie eigentlich nur kleine Andeutungen für zukünftige Episoden machte, nicht aber durch eine eigene Handlung überzeugen konnte.

Are they manning some kind of apocalyptic paramilitary convenience store, filled with fake IDs and guns and money?

Der Hauptplot handelte von der Einfindung in die neue Situation und der Beschaffung einer neuen Identität. Der John aus der Zukunft hat eigentlich dafür gesorgt, dass dies kein Problem für sich und seine Mutter darstellen sollte und aus weiser Voraussicht einige Männer in die Vergangenheit geschickt, die jedoch von einem Terminator kurzerhand erledigt wurden. Gut, allerdings, dass die wichtigen Utensilien in einen Tresor eingeschlossen wurden und John und Sarah somit erst einmal mit allem versorgt sind.

Weder diese Storyline, noch die der Identitätsbeschaffung inklusive dem Besuch bei einem alten Bekannten konnten mich unterhalten oder gar Interesse in mir wecken. Natürlich waren einige nette und interessante Szenen enthalten, wie beispielsweise als Cameron das Mädchen aus der Gang nachahmte, und sich ans Auto lehnte. Eine tolle und vor allem sehr amüsante Szene. Ähnlich ging es mir, als Enrique, der natürlich nur eingebaut wurde, damit man den FBI-Agenten auch noch einbauen konnte, seine Lebensgeschichte erzählte und Cameron einfach nur dasaß und scheinbar nicht wirklich verstand, wovon der alte Mann redete. Summer Glau überzeugt in solchen Szenen einfach immer wieder, da sie gleichermaßen eine absolute Leblosigkeit und Gefühllosigkeit ausdrücken kann, ohne jedoch auch nur einen Moment lang ihre Ausstrahlung dabei zu verlieren. Tolle Momente, die die Schauspielerin perfekt beherrscht, so dass man ihr jede Sekunde abkauft, dass sie wirklich kein Mensch, sondern eine Maschine ist. Dabei bleibt sie glücklicherweise nicht eindimensional, sondern zeigt auch immer wieder kindlich naives Interesse und sei es nur durch den Satz "Why are diamonds a girl's best friend". Ohne sie, wäre die Serie definitiv nur halb, wenn überhaupt, so sehenswert.

Johns Ausbruch in die Welt 2007 war natürlich abzusehen, nicht nur für den Zuschauer, sondern auch für Sarah selbst. Das man dementsprechend also keine große Szene gemacht hat, mit anschließender Moralpredigt, fand ich sehr angenehm, da es einfach so offensichtlich war, dass der junge Mann nicht den ganzen Tag im Haus den braven Jungen spielt, dass es lächerlich gewesen wäre, Sarah ausrasten zu lassen, nachdem sie es erfahren hat. Aber dies ist eben glücklicherweise auch nicht geschehen, sondern Sarah hat eingesehen, dass sie ihren Jungen nicht einsperren kann und ihn dementsprechend in ihre Aktionen direkt eingebunden. Die Konsequenz aus Johns Alleingang gehört für mich zu den spannenderen Elementen der Episode, da Charly wirklich weiß, dass John und Sarah noch leben. Hinzu kommt, dass er gesehen hat, dass John nicht wirklich acht Jahre gealtert ist. Die Tatsache, dass er es seiner Frau verheimlicht, die wir in alter "Lost"-Manier mal wieder auf einem Zweierfoto bewundern konnten, bedeutet für mich, dass er gemerkt hat, dass etwas Sonderbares vor sich geht und da er Teile von Sarahs Akte aus der Psychiatrie kennt, schenkt er ihr eventuell sogar Glauben.

Ansonsten werden wir demnächst auch diejenige Person aus der Zukunft sehen, die den Anschlag des Terminators überlebt hat, wie wir durch das bezeichnende Tattoo gesehen haben. Dadurch werden uns sicherlich noch einige Antworten aus der Zukunft gegeben. Allerdings bin ich gespannt, ob es noch zu einer interessanten Szene zwischen dieser Person und Cameron kommen könnte, denn ihre Aussage, dass die Leute sie schon mal gesehen hätten, klang für mich nicht so, als wären sie mit ihrer Aufgabe vertraut. Bisher glaube ich noch daran, dass sie wirklich eine der guten ist, aber auch daran, dass es zu Komplikationen kommen könnte. Vielleicht ist diese Person der Auslöser dafür.

Nicht zu vergessen natürlich ist der Terminator, der nach acht Jahren ausgebuddelt wurde und sich nun wieder zusammen gesetzt hat, um weiterhin nach John zu trachten. Dadurch, dass alle anderen ja anscheinend keine Ahnung davon haben, wie John aussieht im Jahr 2007, ist dies natürlich wichtig, damit John auch noch jemanden hat, der ihn verfolgt und tötet. Auch wenn man sich hier auf eine Erklärung beruft, die ziemlich einleuchtend ist, hätte man mir diese Szenen nicht vorsetzen müssen bzw. fand ich sie durch die Bank weg uninteressant und langweilig.

Fazit

Eine Episode, die kaum einen wirklich spannenden Moment in sich barg, dennoch mit einigen Szenen überzeugen konnte und zumindest einige Grundsteine für den weiteren Verlauf gelegt hat, so dass sie nicht vollkommen überflüssig erscheint.

Annika Leichner - myFanbase

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