Summer Glau in "The Big Bang Theory"
#2.17 Das Placebo-Bier

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Sheldon, Leonard, Raj und Wolowitz sind vier Physiker, die in der Summe so ziemlich jedes Klischee erfüllen, das man sich vorstellen kann. Die vier Nerds lernen die attraktive Penny kennen, die gegenüber von Sheldon und Leonard einzieht. Mit diesen Zutaten wird eine erfolgreiche Comedy-Serie bereitet, die seit 2007 auf CBS und seit 2009 auf ProSieben zu sehen ist.

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Vier Physiker auf Reisen

In San Francisco hat Dr. George Smoot, der den Nobelpreis für seine Arbeit über den Urknall erhielt, zu einem Symposium eingeladen. Dort müssen die vier Physiker unbedingt hin. Statt mit einem Flugzeug zu reisen, nehmen sie aber eine lange Zugfahrt in Kauf, weil Sheldon in solchen Sachen immer das letzte Wort hat und die drei Gegenstimmen nicht ausreichend sind. Zunächst ist Sheldon der einzige, der sich auf die Zugfahrt freut. Das ändert sich allerdings schlagartig, als prominenter Besuch das Abteil betritt. Summer Glau, die Schauspielerin, die es durch die Serien "Firefly" und "Terminator: S.C.C." auch besonders unter männlichen Fans zu großer Popularität geschafft hat, reist mit dem gleichen Zug. Ein Traum wird wahr und es werden schnell Strategien entwickelt, wie man mit dieser Ikone ins Gespräch kommen könnte.

Zur ausführlichen Episodenbeschreibung

It’s hot in here. It must be Summer.

Summer Glau ist durch ihre beiden Serienrollen zu einer Art Ikone gerade unter männlichen Serienguckern geworden. Somit passt sie perfekt als Gaststar in diese Serie. Die Autoren nutzen ihren Auftritt aber nicht nur als besonderes Ereignis für die Zuschauer, sondern gleichfalls als Traumerfüllung für die Charaktere selbst. Summer Glau spielt Summer Glau. Den Physiker passiert in der Serie somit etwas, wovon mehrere Millionen träumen, Summer Glau sich selbst aber wohl eher fürchten wird. Für sie ist es die Kehrseite der Medallie, die Popularität mit sich bringt. Warum dies der Fall ist, wird auf herrliche Weise in dieser Episode verdeutlicht.

Wolowitz und Raj nutzen die einmalige Gelegenheit und versuchen mit Summer Glau ins Gespräch zu kommen. Diese kann nicht flüchten und muss entsprechend mit dieser Situation umgehen. Mit Raj erweist sich das noch als sehr ertragbar, weil er selbst schon froh genug ist, überhaupt mit einer Frau zu reden, und Summer Glau kann ihre Natürlichkeit und Lockerheit in einem ganz normalen Gespräch zur Geltung bringen. Ganz anders sieht das bei Wolowitz aus, dessen Andeutungen und Eigenarten gewohnt widerlich sind. Hier merkt man richtig, wie sich Summer Glau zurückzieht. Sie ist kurz angebunden, sucht Schutz in der Ecke ihres Sitzes und hofft die ganze Zeit, dass das schnell vorbei ist. Trotzdem will sie eine gewisse Freundlichkeit bewahren und hofft, dass ihre deutlichen Zeichen wahrgenommen werden. Sie macht so wenig wie möglich, drückt damit aber ungeheuer viel aus. Wenn man diese Szenen sieht, wünscht man ihr nur inständig, dass ihr das im wahren Leben bisher erspart geblieben ist. Den Part spielt sie aber derart überzeugend, dass es wohl auch nichts völlig Neues ist, auf diese Weise bedrängt zu werden. Ihre Zurückhaltung und Wolowitz' offensives Vorgehen sind ungeheuer unterhaltsam. Ihre Blicke, als Wolowitz ein Erinnerungs-/Angeberfoto machen will, sprechen Bände und fassen die gesamte Situation auf den Punkt genau zusammen. So sehr man sich für die Ärmste ein Ende wünscht, so kann man von diesen Momenten doch nicht genug bekommen. Als am Ende auch Leonard noch sein Glück versucht, ist sie dann aber sichtlich erleichtert, dass sie aussteigen muss (oder das zumindest behaupten kann).

Fazit

Selbst beim zehnten Male kann man sich noch köstlich über diesen Gastauftritt amüsieren. Summer Glau muss zwar nicht viel machen, kann aber mit jeder Geste und der gesamten Mimik überzeugend verdeutlichen, wie sie sich in den einzelnen Situationen fühlt und stellt damit ein echtes Highlight der Episode dar. Wahrscheinlich was es aber ihre letzte Zugfahrt.

Emil Groth - myFanbase

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