Nebenveröffentlichungen 2010

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Beste Musik-DVD

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The Doors - When You're Strange
Eine Dokumentation, die sich nicht nur mit dem Phänomen der Doors und ihrem Frontmann Jim Morrison beschäftigt, sondern auch den Zeitgeist der späten Sechziger und frühen Siebziger gut einfängt. Regisseur Tom DiCillo stützte sich dabei rein auf Archivmaterial und seinen Erzähler Johnny Depp. | Stephanie Stummer

Jónsi - Go Live
Dass die Isländer schräge Vögel sind, hat uns Björk bereits 2009 auf "Voltaic" gezeigt. Jónsi von Sigur Rós geht auf seiner Live-DVD "Go Live" aber sogar noch einen Schritt weiter. Denn er zog sich für die Aufnahmen nicht nur selbst, wie es nunmal seine Art ist, diverse animalisch anmutende Kostüme über, sondern bat auch alle geladenen Gäste im Vorhinein als Tiere verkleidet zu erscheinen. So strahlt das sehr intime, visuell höchst beeindruckend eingefangene Konzert in den 3 Mills Studios in London, das zusätzlich noch mit fantasievollen Animationen und interessanten Interviewschnipseln angereichert wurde, eine ganz eigene, drollige Atmosphäre aus, die den Vollblut-Künstler in Jónsi kaum besser widerspiegeln könnte. Und der Sound ist so klar, der Gesang so atemberaubend, dass sich immer wieder nicht nur die Nackenhärchen des Zuschauers vor dem Bildschirm aufstellen, sondern zweifellos auch das Tierfell des Publikums. Wahrlich ein Fest für Augen und Ohren. | Paulina Banaszek

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Feist - Look at What the Light Did Now
Wer schon einmal einen Live-Auftritt von Leslie Feist gesehen oder gar miterlebt hat, wird wissen, dass ihre künstlerische Vision weitaus mehr umfasst als bloß ihre Musik. Im Rahmen dieser 80-minütigen Dokumentation wird unter anderem gezeigt, wie die Kanadierin in Zusammenarbeit mit einem handverlesenen Kollektiv von kreativen Köpfen - ihren sogenannten "amplifiers" - das hochgelobte Album "The Reminder" auch visuell meisterhaft auf der Bühne umsetzt. Abgesehen von diesem spannenden Blick hinter die Kulissen, weiß auch das umfangreiche Bonusmaterial - von diversen Konzertmitschnitten bis hin zur Live-CD - restlos zu überzeugen. Stellt sich mir bloß die Frage, warum ich das großartige Musikvideo zu "Honey Honey", das 2009 sogar mit einem Juno Award ausgezeichnet wurde, vor dem Erwerb dieser DVD noch nie zu Gesicht bekommen habe? | Willi S.

Bruce Springsteen - London Calling: Live in Hyde Park
...und er ist auch der Boss der Konzerte. Die Spielfreude, die Springsteen mit seiner E-Street Band auf der Bühne des Londoner Hyde Parks an den Tag und an die Nacht legt, ist einfach nicht zu überbieten. Die Hälfte der Setliste spielt er auf Zuruf und in der Summe stehen die Musiker über 3 Stunden auf der Bühne und liefern dem Publikum wirklich eine Sammlung an Hits ("Dancing In The Dark"), Coverversionen ("London Calling") und seltenen Begebenheiten, wie dem Duett mit The Gaslight Anthems Brian Fallon. Einen besseren Mitschnitt konnte man 2010 nicht sehen! | Christian Finck

Bestes Live-Album

Mogwai - Special Moves
Ein Mogwai-Konzert auf CD zu pressen, ohne dabei diese spezielle Atmosphäre und Anspannung zu verlieren, ist schon eine schwierige Sache – darum hat man sich mit dem ersten Live-Album der Schotten wohl auch ewig Zeit gelassen. Mit "Special Moves" und der dazugehörigen DVD "Burning" (beides Aufnahmen von einem Konzert in Brooklyn) hat man nun endlich eine solche Veröffentlichung gewagt. Und siehe da: "Like Herod" verursacht genauso herrlich Muffensausen wie direkt vor Ort, "Mogwai Fear Satan" garantiert noch immer eine zehn Minuten anhaltende Gänsehaut. Alles gut, alles so, wie's sein muss. | Stephanie Stummer

Teitur - A Night at the Opera
Wer das Glück hatte, den Faröer Teitur schon mal live zu erleben, weiß, wie unbeschreiblich das ist. Zumindest für den Zuschauer, dem danach einfach die Worte fehlen. Teitur selbst hingegen weiß es ganz wunderbar in seinem Song "The Singer" zusammenzufassen: "The audience grows silent, when I open up my mouth. I sing the words I've written every night before a crowd, as if I was a poet or some legendary mind. They wonder what I'm doing, up there on the stage. They stare at my posture, and say I speak so well. I sing about my loneliness, and in return they thank me... People break into tears for reasons I don't know." Und dieser feinen Live-Aufnahme eines Auftritts mit dem dänischen Nationalchor und -Kammerorchester gelingt genau das einzufangen, was seine Konzerte ausmacht: große Stimme, große Gesten, großes Gefühl. Mit anderen Worten: ganz großes Kino. | Paulina Banaszek

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Bill Callahan - Rough Travel for a Rare Thing
Mit "Sometimes I Wish We Were an Eagle" hat Bill Callahan im Vorjahr bestimmt eine Menge neuer Fans gewonnen (inklusive mir), die mit seinem umfassenden Backkatalog noch nicht vertraut sind. Sein 2007 aufgenommes, aber erst Anfang 2010 veröffentlichtes erstes Live-Album bietet nun mit elf hauptsächlich aus Smog-Zeiten stammenden Stücken eine gute Gelegenheit, diese musikalische Wissenslücke zumindest ansatzweise zu schließen. Ein für mich einsamer, aber dafür umso erfreulicherer Lichtblick, was diese spezielle Rückblickskategorie betrifft. | Willi S.

Dave Matthews Band - Live in New York City
Im Juli gab die Dave Matthews Band zwei Konzerte vor je 40.000 Zuschauern im Baseballstadion der New York Mets. In der zweiten Nacht wurde der Gig aufgezeichnet und im November auf CD veröffentlicht. Damit konnten die Fans nochmal die tollen Live-Fassungen des letzten Albums bewundern und sich über selten gespielte Songs freuen. Ich bin kein großer Fan von reinen Live-CDs, aber bei dieser Band kann man diesbezüglich einfach nichts falsch machen!| Christian Finck

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Clueso – Clueso & Stüba Philharmonie
Kaum einer ist auf der Bühne so charismatisch, so publikumsfreundlich, so charmant und so dynamisch wie Clueso aka Thomas Hübner. Seine Kollaboration mit der Stüba Philharmonie für vereinzelte Konzerte in Deutschland ergab eine über zweistündige Live-Platte, die nicht nur eine bemerkenswerte Fusion von verschiedenen Musikrichtungen bietet, sondern auch ein Liveerlebnis für daheim. Da freut man sich bei jedem Anhören aufs nächste Clueso-Konzert. | Maria Gruber

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