Bewertung
Loreen

Heal

Jedes Jahr schauen Millionen Menschen den Eurovision Song Contest und immer wieder sind viele gute Künstler und Songs dabei, doch viele davon geraten nach ihrem Auftritt beim ESC schnell in Vergessenheit. Die diesjährige Gewinnerin Loreen stürmte mit ihrem Song "Euphoria" europaweit die Charts und mit ihrem Debütalbum "Heal" will sie nun beweisen das sie das Zeug dazu hat, sich dauerhaft zu etablieren.

Foto: Loreen - "Heal" - Copyright: Warner Music International
Loreen - "Heal"
© Warner Music International

Loreen selbst sagte in einem Interview, dass die Leute enttäuscht werden, wenn sie erwarten, dass das ganze Album aus "Euphoria 2.0"-Liedern bestehen würde. Nun ja, genau das hatte ich eigentlich erwartet und bin kein bisschen enttäuscht. Zwar meinte die Sängerin weiter, dass die Hälfte des Albums aus Acoustic-Songs bestehen sollte, aber anscheinend hat sie davon eine andere Vorstellung als die meisten. Klar gibt es einige langsamere Songs, aber die kann man eher als elektronische Midtempo-Songs bezeichnen. Der erste Song "In My Head" hat einen einprägsamen Refrain mit einem treibenden Beat, beginnt aber eher langsam und ruhig. An "My Heart Is Refusing Me" wurde für das Album noch mal ordentlich rumgebastelt. Dabei rausgekommen ist ein mystischer Popsong im Stil von "Euphoria", der mindestens genauso viel Hitpotenzial besitzt. Bei "Everytime" merkt man, was Loreen mit den akustischen Songs gemeint hat. Eine sehr ruhige Nummer, die leider anfangs etwas eintönig wirkt. Erst als der Beat einsetzt, steigert sich der Song, kann aber nicht so ganz mit dem Rest des Albums mithalten.

Über "Euphoria" braucht man eigentlich nicht viel zusagen. Zu Recht einer der erfolgreichsten Songs des Jahres, der auch nach unzähligem Hören immer noch nicht langweiligen wird. Für das Album hat man die Video-Version mit dem Intro benutzt, wodurch das leicht mystische in dem Song noch einmal besser zur Geltung kommt. Genauso geht es mit ihrer aktuellen Single "Crying Out Your Name" weiter, mit der sie den ESC vermutlich auch locker gewonnen hätte. Hier trifft so ziemlich genau das Gleiche zu wie bei "Euphoria". Loreen könnte man schon fast mit Medina ("Forever") vergleichen, deren Songs auch immer im gleichen Stil sind. "Do We Even Matter" ist einfach eine perfekte Pop-Ballade. Toll gesungen, ein interessanter Beat und der Song sorgen für eine sehr emotionale Stimmung. Eines der Album-Highlights! "Sidewalk" ist ebenfalls ein ruhiger Song bei dem Loreen, wie in jedem Song, vor allem mit ihrer starken Stimme überzeugt.

"Sober" wurde bereits 2011 als Single veröffentlicht, aber auch dieser Song wurde für das Album noch einmal überarbeitet, vermutlich damit er mehr in die Dance-Schiene passt. Auch hier gelingt der Sängerin wieder die perfekte Mischung zwischen Ballade und Dance-Song, auch wenn "Sober" nicht ganz so stark ist wie manch andere Songs auf dem Album. Die Midtempo-Ballade "If She's the One" überzeugt vor allem in der letzten Minute in der die Sängerin den Refrain mit einer unglaublichen Power singt. "Breaking Robot" besitzt einen sehr schönen Refrain und auch die Roboter-Stimme ist sehr interessant. Man muss den Song aber öfter hören, bevor er dann richtig zündet. Langsam geht es dem Ende zu und mit "See You Again" liefert Loreen erneut eine ziemlich starke und eingängige Pop-Nummer ab. Mit dem Titelsong "Heal" wird das Album abgeschlossen und das ziemlich ruhig. Anfangs etwas langweilig, aber im Refrain reißt sie mit ihrer starken Stimme alles raus.

Fazit

"Heal" ist nicht nur das beste Debütalbum einer ESC-Teilnehmerin, sondern auch eines der besten Popalben des Jahres. Loreen begeistert mit ihrer starken Stimme sowohl in den Dance-Songs, als auch in den ruhigeren Titeln. Defintiv eine Sängerin, die das Potenzial zu einer langwährenden Karriere hat.

Anspieltipps

My Heart Is Refusing Me

Euphoria

Crying Out Your Name

Do We Even Matter

Sidewalk

Artistpage

Loreen.se

Tracks

1.In My Head
2.My Heart Is Refusing Me
3.Everytime
4.Euphoria
5.Crying Out Your Name
6.Do We Even Matter
7.Sidewalk
8.Sober
9.If She’s the One
10.Breaking Robot
11.See You Again
12.Healfeaturing Blanks

Kevin Dave Surauf - myFanbase
11.11.2012

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