Preview: Life on Mars
Im Serienherbst 2008/2009 startet auf ABC das Remake der von 2006 bis 2007 ausgestrahlten Serie "Life on Mars" des britischen Senders BBC.

Worum geht es?
Sam Taylor (Jason O’Mara) und seine Freundin Maya Robertson (Stephanie Chaves-Jacobsen), die zugleich seine Kollegin ist, untersuchen einen Fall. Als sie nach dem Mann Colin Raimes fahnden, den sie für den Täter halten, und diesen auch prompt finden, stellt sich heraus, dass der Verdächtige gar nicht der Mörder gewesen sein kann. Sam Taylor kann dies nicht glauben, da eines der Opfer ebenfalls denkt, dass der Verhaftete der Schuldige wäre. Als sich Maya den Tatort vornimmt, wird sie von einem Mann überlistet und entführt. Sam nimmt dies so mit, dass er sich nicht aufs Autofahren konzentriert und einen Unfall baut. Als er sein Handy aus seinem leicht beschädigten Jeep nehmen möchte, wird er von einem Auto urplötzlich angefahren. Als Sam aufwacht, hat sich die Stadt in eine Wüste mit kleinen Raststädten verwandelt, während sein Jeep nun ein wunderschönes, ebenfalls leicht beschädigtes Cabriolet ist. Er befindet sich in den Siebziger Jahren und wird dort sogleich von seinem Kollegen George Randall (Lenny Clarke) mit aufs Revier genommen, wo er auf seinen neuen Chef Det. Gene Hunt (Colm Meaney) und seine Partnerin Det. Annie Cartwright (Rachelle Lefevr) trifft. Sam Taylor wird nun nicht nur mit der völlig neuen Lebenssituation konfrontiert, sondern bekommt auch Hilferufe von Maya in Form von Träumen, die Sam keine Ruhe lassen...
Die Hauptdarsteller
Jason O’Mara spielt Sam Taylor
Jason O'Mara wurde am 6. August 1972 in Dublin, Irland geboren. In jungen Jahren verließ er Dublin und ging nach London, um seine Karriere in Schwung zu bringen. Heute ist Jason O’Mara vorwiegend im Fernsehen zu sehen, u.a. bei Gastauftritten in "Grey’s Anatomy" oder "Criminal Minds", aber auch in der zweiten und letzten Staffel von "Men in Trees".
Rachelle Lefevre spielt Det. Annie Cartwright (nur im Preair-Piloten)
Am 1. Februar 1979 wurde die Kanadierin Rachelle Lefevre geboren. Bevor sie in "Life on Mars" eine Hauptrolle abstauben konnte, hatte die junge Frau schon wegen einiger Gastauftritte in bekannten Serien wie "CSI: New York", "How I Met Your Mother", "Veronica Mars", "What About Brian", "The Class", "Bones", "The Closer" und in der vierten Staffel von "Bosten Legal" Erfahrung gesammelt.
Colm Meaney spielt Det. Gene Hunt (nur im Preair-Piloten)
Wie auch sein Schauspielkollege Jason O’Mara wurde Colm Meaney in Dublin, am 30. Mai 1953, geboren. Schon in jungen Jahren nahm er Schauspielunterricht, wechselte dann zum Theater, bis er schließlich eine Rolle in der Fernsehserie "Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert" als Miles O'Brien ergattern konnte. 1994 wurde der Ire für den Golden Globe nominiert.
Stephanie Chaves-Jacobsen spielt Maya Robertson
Stephanie Chaves-Jacobsen wurde am 22. Juli 1980 in Hongkong, China, geboren. Im Alter von zwölf Jahren zogen sie und ihre Familie nach Sydney, später studierte Chaves dort Philosophie und englische Literatur. Bisher war die Schauspielerin in nur sehr wenigen Fernseh- und Filmproduktionen zu sehen, darunter in "Battlestar Galactica: Razor" und der Serie "Pizza".
Lenny Clarke spielt George Randall
Geboren wurde Lenny Clark am 15. September 1953 in Boston, Massachusetts. In den USA ist er schon seit vielen Jahren als beliebter Komödiant mit dem berühmten Boston-Akzent bekannt. Da Clarke schon seit vielen Jahren im Serien- und Filmgeschäft ist, hat er natürlich bereits diverse Auftritte in sehr gefragten Serien hinter sich. So auch 2002 in "Eine himmlische Familie" und im FX-Drama "Rescue Me".
Die Pilotfolge - Kritik
Ich bin mit keinen großen Erwartungen an das Remake der BBC-Serie "Life on Mars" herangegangen. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich von der Serie auch noch nie etwas gehört, geschweige denn einen kleinen Trailer gesehen oder, falls dies doch der Fall war, habe ich das wieder vergessen. Nun, da ich so gut wie gar keine Erwartungen hatte, wollte ich lediglich schauen, ob mir der Pilot genug gefällt, um weiter zu schauen, oder ob er doch nicht so mein Genre ist.
An dieser Stelle kann ich vorab sagen, dass ich nicht wirklich enttäuscht war, aber auch nicht wirklich zufrieden mit dem, was ich gesehen habe. Fest stand schon zu Beginn des Piloten, dass Jason O'Mara gut schreien kann – denn diese Tätigkeit übt er zusammengefasst ca. zwanzig Minuten des fünfzigminütigen Piloten aus. Gut, aber das kann ich ehrlich entschuldigen, wenn man sich bewusst ist, in welcher Situation Sam steckt. Sam wacht nach einem Autounfall in den 70ern wieder auf und es ist natürlich sehr logisch, dass er verwirrt ist, Angst hat und sich unverstanden fühlt, weil er selbst nicht weiß, was vor sich geht, nachdem er schon den Verdacht hat, man würde mit ihm ein Spiel spielen. Ich selbst weiß jedoch nicht, wie ich reagiert hätte. Vorstellen kann ich mir an dieser Stelle, dass es sich sicherlich noch eine Zeit hinziehen wird, bis Sam sich in die "neue" Welt eingefügt hat und damit klar kommt.
Der Titel "Life on Mars" selbst sagt schon einiges über die Serie aus, wie ich finde – und über den Hauptcharakter Sam Taylor. So könnte man meinen, dass der Titel "Life on Mars", so auch schon beim Original von BBC, gewählt wurde, da sich Sam selbst als einzig normaler Mensch auf einem anderen Planeten, bevölkert von "Aliens", sieht. Da hilft auch der Song nicht viel, der spielt, als Sam durch die Straßen wandert, denn pardon – "Take it easy"? Wer nimmt es in solch einer Situation schon "easy"?
Jason O'Mara gelingt es dabei sehr gut, die vielen Emotionen rüberzubringen, die sein Charakter durchmacht. Dass die Wahl ausgerechnet auf O'Mara fiel, war mit Sicherheit eine gute Entscheidung, da er im Grunde das "Gesamtpaket" hat und auch die schauspielerischen Erwartungen erfüllen kann. Rachelle Lefevre hat ebenfalls einen guten Eindruck hinterlassen. Leider, wie ich erfahren habe, wird sie als Annie im endgültigen Piloten und der Serie nicht mehr mitspielen. Das ist sehr schade, da sie mir wirklich sehr gut in ihrer Rolle gefallen und diese auch glaubwürdig gespielt hat. Sehr zu meinem Leidwesen gilt dies auch für Colm Meaney, der genauso wie Lefevre eine sehr gute Leistung gebracht hat, jedoch zum Serienstart nicht mit von der Partie sein wird. Zu Stephanie Chaves-Jacobsen jedoch kann ich nur wenig sagen. Sie konnte ihre schauspielerischen Fähigkeiten, die sicherlich vorhanden sind, nicht zeigen bzw. gab es nicht genug Spielraum, der es ihr ermöglicht hätte, sich ordentlich zu entfalten.
Lenny Clarke stattdessen hatte zwar genug Spielraum, doch bisher habe ich keine Ahnung, wie die Drehbuchautoren gedenken vorzugehen, wenn sie aus Clarks Figur einen ernst zu nehmenden Charakter machen wollen, der nicht immer als Clown vom Dienst vor der Kamera herumscherzt. Das kann ermüdend werden, aber schön, dass sich die Serie nicht allzu ernst nehmen möchte.
Die Grundidee der Serie ist eigentlich ordentlich durchdacht und machte auch teilweise Spaß. Das Rätselraten ist damit wohl der größte Spaßerzeuger, da man einfach nicht weiß, ob Sam diese Erlebnisse nur träumt, weil er womöglich im Koma liegt, oder, ob er wirklich in die Vergangenheit gereist ist und die Ereignisse wirklich geschehen. Letzteres kann ich mir durchaus vorstellen, denn nicht umsonst wurde die Serie schon in das Crime- und Mysterygenre geschoben. Falls sich letztendlich wirklich herausstellen sollte, dass Sam diese Geschehnisse nur geträumt hat und ich bis zur Auflösung immer noch am Ball sein sollte, wäre ich vielleicht ein wenig enttäuscht. Falls sich jedoch erstere Vermutung als wahr herausstellen sollte, hätte dies auf jeden Fall etwas Originelles. Wer würde nicht einmal gerne die Vergangenheit bereisen?
Fazit
"Life on Mars" wartet mit einer konstanten ersten Pilotepisode auf, die zwar ein paar Schwächen hat, bei denen ich jedoch keine große Besorgnis habe, dass sie nicht bis zum ofiziellen Serienstart ausgebügelt werden können. Nun bleibt nur noch abzuwarten, ob die Zuschauer auf diesen Genre-Mix stehen. Wenn ja, könnte die Serie zu einem riesigen Erfolg werden, wenn nein, wird "Life on Mars" zu den schnellsten Absetzungen der im Herbst anlaufenden Season werden.
Niko Nikolussi - myFanbase
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