Bewertung: 3

Review: #2.19 Mhorder

Zuletzt hing die Task Force immer einige Schritte hinter den Kollaborateuren zurück, doch in der letzten Episode gelang ihnen ein kleiner Erfolg, weshalb es nicht allzu übereilt wirkt, dass sie nun versuchen wollen, endlich einmal selbst am Hebel zu sitzen. Doch der Plan, alle Kollaborateure zu versammeln und durch ein paar gezielte Kommentare gegen einander ausspielen zu wollen, wirkte nicht sonderlich durchdacht, weshalb es wohl niemanden gewundert hat, dass diese Mission vollkommen in die Hose ging.

"I thought the collaborators would come at us guns blazing, instead they've snuck through the back door with silencers."

Die Art und Weise jedoch, wie man das gemeinsame Treffen arrangierte, war ein Part der Episode, der durchaus unterhaltsam war. Maxine, die sich als clevere Frau beweisen konnte, und auch Caleb brachten ein wenig Spaß ins Geschehen, auch wenn man bei Caleb schon fast etwas über das Ziel hinaus schoss und ich nichts dagegen gehabt hätte, wenn man einen Hauch Sarkasmus weniger verwendet hätte. Abgesehen davon war das Gespann aus Maxine, Clay, Shelby und Caleb dennoch sehr interessant anzusehen, da endlich einmal die unterschwelligen Gefühle thematisiert wurden, wegen der wir schon seit geraumer Zeit mit den Augen rollen. Es ist mehr als offensichtlich, dass zwischen Clay und Shelby etwas in der Luft liegt und genau so störend, da es einfach unsinnig ist, dass Shelby mit dem dritten Haas-Mann anbandelt. Hätte man damals die Beziehung zu Clayton weggelassen (niemand hätte sie vermisst, da wir von diesem Paar sowieso nie viel gesehen haben), wäre es in Ordnung, wenn Shelby nach Caleb etwas für Clay empfindet, aber so hofft man einfach, dass die Geschichte im Sand verläuft, da man sich nicht in einer kitschigen Soap befinden möchte, auf die aber alles hinauszulaufen scheint.

Wegweisende Worte äußert an dieser Stelle vor allem Maxine, die es ablehnt, mit Clay durchzubrennen, da es nicht Liebe ist, wegen der Clay seine Verlobte auf der Stelle heiraten möchte, sondern Angst. Angst mit der Task Force zu scheitern und Angst sich die Gefühle für Shelby einzugestehen. Dies erkennt nun auch Clay, weshalb es gut hat, dass er sich offen gegen Shelby entschieden hat. Dennoch muss ich sagen, dass die beiden mittlerweile ganz gut harmonieren, weswegen es fast schon schade ist, dass man ihnen dennoch wünscht, dass sie dieser Konstellation keine Chance geben.

Als Shelby und Caleb am Morgen gemeinsam auf Clay trafen und alles danach aussah, dass die beiden eine gemeinsam Nacht mit einander verbracht haben, wollte ich mich schon laut beschweren, aber zum Glück war alles nur Scharade, damit Clay seine Gefühle für Shelby vergisst. Die beiden passen nun leider garnicht mehr zu einander, obwohl man am Ende von Staffel 1 dachte, dass sie sich auf dem Weg der Versöhnung befinden. Die vielen fiesen Kommentare von Calebs Seite waren dennoch etwas übertrieben, da er Shelby schließlich einst aufrichtige geliebt hat, ihr aber böse in den Rücken fiel.

Das Thema Gefühle spielt auch bei Alex und Owen eine große Rolle und ähnlich wie bei Shelby und Clay will man auch hier nicht, dass sich zwischen den beiden mehr entwickelt. Man kann es den Autoren daher durchaus als positiv anrechnen, dass es am Ende der Episode zu keinem Kuss zwischen Alex und Owen kam, aber ich glaube nicht, dass hier schon das letzte Wort gesprochen wurde.

Wie es für "Quantico" mittlerweile üblich ist, ist es wieder einmal Alex, die eine Extrawurst bekommt. Nach der Party war Ryan der festen Überzeugung, dass Alice Winter ihnen wichtige Informationen zuspielen wird, doch ich würde sagen, dass jeder Zuschauer kommen sah, dass Ryan hier in eine Falle treten wird. Es wäre viel zu leicht, wenn man einen der Drahtzieher einfach so umdrehen und gegen die anderen aufbringen könnte, weshalb es vollkommen vorhersehbar war, dass Alice nicht zu dem Treffen mit Ryan erscheinen wird. Genau so vorhersehbar war es, dass Alex die Person sein wird, die sich auf eine Solo-Mission begibt. Auch wenn es wirklich schade ist, dass die Serie nicht auch einmal einer anderen Figur die Gelegenheit gibt zu glänzen, ist man es als Zuschauer mittlerweile leider gewohnt und so sehe ich der neuen Alex-Show nicht gerade mit Freude entgegen.

Das Kräftemesser zwischen Claire und Henry Roarke war ebenfalls etwas, was dieser Episode ein unschönes Gefühl verpasst hat. Claire zeigt offen, dass sie von Roarkes Arbeit gegen sie weiß, dennoch ist sie als Präsidentin nicht in der Lage, etwas handfestes dagegen zu unternehmen? Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Claire so hilflos ist und allein durch die Task Force handeln kann. Es wirkt unstimmig, dass die mächtigste Frau Amerikas den Pressesprecher des Weißen Hauses nicht unter Kontrolle hat.

Randnotizen

  • Das Thema Nimah und was Raina unternimmt, um ihre eigene Unschuld zu beweisen, wurde in dieser Episode mit keinem Wort angeschnitten, was wirklich schade ist. Man sollte die Geschichte nicht zu lange auf sich warten lassen.
  • Dayana fehlt nun schon seit mehreren Episoden, was langsam wirklich unglaubwürdig wird.
  • In der Eröffnungssequenz durchwühlt Ryan Sashas Apartment. Er weiß nun, dass ihr Tod durch die Hand der Kollaborateure erfolgte und genau dieses Wissen passt nicht zu seinem Handeln in dieser Episode. Schließlich ist Ryan ein gut ausgebildeter FBI- und CIA-Agent doch er erkennt, nicht, was Alice Winter nur mit ihm spielt? Unglaubwürdig.
  • Alex und Owen können also einfach so das Haus von Maxwell Fletcher verwanzen? Was für ein leichtsinniger Kollaborateur.


Fazit

Diese Episode von "Quantico" war sehr vorhersehbar. Unterhalten konnten jedoch die Gastdarsteller Maxine und Caleb, weshalb es dann doch ein paar gute Momente gab.

Marie Florschütz - myFanbase


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