Dylan O'Brien spricht über den Unfall am "The Death Cure"-Set

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Dylan O'Brien
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Dylan O'Brien wird bald wieder auf der Kinoleinwand zu sehen sein. In den USA startet die Romanverfilmung "American Assassin", in welcher er die Hauptrolle des Mitch Rapp spielt, am 15. September, in die deutschen Kinos kommt der Film am 12. Oktober. Letztes Jahr im Mai als bekannt wurde, dass der "Teen Wolf"- und "Maze Runner"-Star die Rolle in diesem neuen Franchise übernehmen würde, bangten die Fans nach seinem schweren Unfall am "The Death Cure"-Set noch um Dylan O'Briens Gesundheit und hofften auf ein Lebenszeichen via Social Media. Erst jetzt jedoch, über ein Jahr später, erklärt der junge Schauspieler, in welcher Verfassung er nach dem Unfall war, körperlich und seelisch, und dass es ihm schwerfällt, überhaupt darüber zu sprechen.

"Ich habe seit langem geahnt," erklärt er in einem Vulture-Interview, "dass es unumgänglich ist. Ich war zeitweise sogar wütend, wenn ich nur daran dachte. Ich wusste, dass ich irgendwann zu dem Unfall befragt werden würde." Bei dem Unfall im März 2016 erlitt O'Brien unter anderem eine Gehirnerschütterung, Frakturen der Gesichtsknochen und ein Hirntrauma. Ein halbes Jahr verging über den Heilungsprozess, und besonders die psychologischen Folgen wogen schwer. "In gewisser Weise vergingen diese sechs Monate im Handumdrehen, und dann wiederum kann ich mich in vielerlei HInsicht an diese sechs Monate so erinnern, als wären sie fünf Jahre meines Lebens gewesen. Ich war wirklich an einem sehr düsteren Ort und von dort wieder wegzukommen, war kein leichter Weg. Es gab Zeiten, da wuste ich nicht, ob ich mit dem Schauspiel überhaupt weitermachen würde... und dieser Gedanke erschreckte mich auch."

Über den Hergang des Unfalls möchte O'Brien nicht sprechen. "Ein oder zwei Leute haben wirklich versucht, tiefer zu graben und herauszufinden, was passiert ist, aber ich habe das unterbunden. Es ist für mich angenehmer, an dieser Stelle eine Grenze zu ziehen. [...] Ich hatte viele der Funktionen in einem Alltag verloren. Ich war nichtmal in der Lage, mich in Gesellschaft zu begeben, ganz zu schweigen davon, arbeiten zu gehen und verantwortlich für meine Arbeit zu sein. Viele Stunden am Set, eine Performance abzuliefern, einen Film zu tragen... da wurden schon meine Handflächen feucht."

"Geichzeitig fühlte ich mich teilweise auch unter Druck und gestresst von der einfachen Tatsache, dass all diese Leute mir Emails schrieben, um nachzuhören. Ich wurde so unglaublich sauer. So als würde ich ausflippen, wenn jemals wieder ein Produzent nachfragt, wann ich wieder zum Set kommen kann. Es machte mich wirklich, wirklich wütend."

Mit Cuesta, dem "American Assassin"-Produzenten, hatte O'Brien vier Monate lang keinerlei Kontakt aufgenommen. Die Produktion konnte jedoch nicht aufgeschoben werden. Und so musste O'Brien sich entscheiden. "Ich wollte nicht loslassen, ich hatte nun über diese Monate eine sehr interessante, tiefere Verbindung zu diesem Charakter gebildet aufgrund dessen, was ich durchmachte." Zu Beginn von "American Assassin" verliert Mitch Rapp seine Verlobte bei einem Terroranschlag, und in seiner Trauer entschließt er sich, seine Wut dazu zu nutzen, ihre Mörder selbst zu jagen. "Ich hatte das Gefühl, dies darstellen zu können, und wollte derjenige sein, der der Rolle gerecht wird - es war an diesem Punkt wie eine Ehre für mich. Gleichzeitig aber war ich selbst noch so zerbrechlich, dass eine Kraft in mir sagte 'Keine Chance', dass ich dazu bereit bin. 'Es ist zu früh, sag ihnen, sie sollen mich in Ruhe lassen, ich brauche mehr Zeit.'"

Ende Juli 2016 wurde es jedoch Zeit, mit dem Training zu beginnen und so wurde der Trainer Roger Yuan eine Art Guru für O'Brien, der nicht selten mit Panikattacken zu kämpfen hatte. Yuan half ihm nicht nur, körperlich wieder in Form zu kommen, sondern auch seelisch wieder Kraft zu finden. Als es dann soweit war, in London mit den Dreharbeiten zu beginnen, war Dylans Vater Patrick O'Brien an seiner Seite, um ihm Halt zu geben. "Ich dachte darüber nach, wie es mir psychisch noch im Juni und Juli ging, wie unüberwindbar diese Aufgabe auf mich wirkte. Dann aber am letzten Tag dort zu sein, wissend dass ich es geschafft habe, mit meinem Dad an meiner Seite, das war ein wirklich, wirklich großartiges Gefühl."

Auch "Teen Wolf"-Fans kommen zum Ende der finalen sechsten Staffel noch einmal in den Genuss, Dylan O'Brien in der Rolle des Fanlieblings Stiles zu sehen.

Quelle: Vulture



Nicole Oebel - myFanbase
11.09.2017 11:10

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