Bewertung: 7
Mancusi, Mari

Einmal gebissen, total hingerissen

Noch mehr Jungs zum Anbeißen.

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Inhalt

Etwas Schlimmeres hätte Rayne sich nicht vorstellen können: Sie wurde dazu auserwählt, die nächste Vampirjägerin zu werden, obwohl sie sich nichts sehnlicher gewünscht hat als selbst ein Geschöpf der Nacht zu sein. Von Slayer Inc., einer Organisation, die darauf achtet, dass in der Welt der mystischen Wesen alles im Lot ist, bekommt sie die Aufgabe, den regelbrechenden Vampir Maverick zu jagen und zur Strecke zu bringen, wobei sie einen Verbündeten – Jareth – kennenlernt. Gemeinsam machen die beiden sich auf die Jagd.

Kritik

Teil 2 der "Jungs Zum Anbeißen"-Reihe ist diesmal aus der Perspektive von Rayne geschrieben, im Gegensatz zu Teil 1, in welchem Sunny die Geschichte erzählte. Dies ist eine erfrischende Abwechslung, denn Rayne ist nicht so naiv wie ihre Schwester, sondern sprüht nur so vor Ironie und Sarkasmus, was dazu führt, dass der Leser wirklich Spaß an der Geschichte hat. Zudem scheinen ihre Probleme so viel wichtiger und interessanter, als die ihrer Zwillingsschwester.

Ein weiterer Pluspunkt ist wohl der Herzbube dieses Teils. Jareth ist kein aalglatter Gentleman wie er im Buche steht. Ganz im Gegenteil, er steht Rayne in ihrer Bissigkeit in nichts nach und er hütet ein Geheimnis, welches ihn um einiges vielschichtiger und interessanter erscheinen lässt. Die gesamte Handlung über bangt der Leser und überlegt, was sich wohl weit hinter dieser Fassade Jareths verbergen mag.

Ebenfalls lernen wir in diesem Teil Sunshine und Raynes Mutter genauer kennen, denn sie trifft einen netten jungen Mann, den die beiden Schwestern für einen Spion halten. Wie die typischen Teenager, die mit dem neuen Freund der Mutter nicht klarkommen, versuchen sie absolut alles in ihrer Macht stehende, um eine Beziehung der beiden zu verhindern. Auch die weiteren Probleme, die sich den Zwillingen in den Weg stellen, werden amüsant geschildert, ohne allzu lahm oder klischeehaft zu wirken.

Ein kleines Manko lässt sich in Teil 2 jedoch finden. Meiner Meinung nach ist es einfach etwas zu viel des "modernen Umfelds". Rayne verbringt über die Hälfte ihres Tages an ihrem Computer, chattet pausenlos, schreibt Blogs und spielt liebend gern Online-Rollenspiele. Als Heldin ist sie damit ein etwas schlechtes Vorbild, da sie ihr Internet-Konsum maßlos übertreibt.

Auch etwas ärgerlich fand ich, dass die Vampire ins Lächerliche gezogen werden, schon allein dadurch, dass es so etwas wie ein Vampir-eBay gibt, ein Online Shop, in dem sie alles finden, was das Vampirherz begehrt.
Alles in allem jedoch kann die Story überzeugen und man könnte sagen, dass Mari Mancusi eine gelungene Fortsetzung geschaffen hat.

Fazit

Gelungene Fortsetzung der Reihe, in der die Protagonisten durch ihre Originalität und ihren Witz überzeugen. Wem Teil 1 gefallen hat, der sollte auf alle Fälle wissen, wie es mit den Zwillingen Sunshine und Rayne weitergeht.

Sanny Binder - myFanbase
31.10.2010

Diskussion zu diesem Buch

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