Bewertung
Rhue, Morton

Die Welle

Macht durch Disziplin!
Macht durch Gemeinschaft!
Macht durch Handeln!

(Die drei Grundsätze der Welle.)

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Inhalt

Ben Ross ist Geschichtslehrer an der Gordon High School und macht mit seinen Schülern ein Experiment. Er will ihnen beibringen, wie man sich diszipliniert verhält, doch er ahnt nicht, was seine Spiele für Folgen haben. Schon bald gründet sich die Gruppe "Die Welle", die die Gemeinschaft der Schüler stärken soll. Doch wer dieser Organisation nicht angehört, wird schon bald ausgegrenzt oder bedroht. Ross scheint alles über den Kopf zu wachsen und er muss sich etwas überlegen wie er die Welle aufhalten kann. Doch ist es schon zu spät dafür?

Kritik

Viele müssen dieses Buch in der Schule lesen und schon alleine deswegen, weil es eine Pflichtlektüre ist, kommt es bei vielen wahrscheinlich nicht besonders gut an. Ich habe mir Morton Rhues Roman jetzt "freiwillig" durchgelesen und muss zugeben, dass ich begeistert und erschrocken zugleich bin.

Nicht nur, dass das Auftreten der Welle an die Hitlerjugend erinnert, es wird im Roman auch direkt angesprochen, dass die Idee darauf beruht. Die Schüler sind sich dessen gar nicht bewusst und selbst Lehrer Ross merkt nicht, dass er sein Experiment auf die Spitze treibt. Ich finde es schon erschreckend zu lesen, wie leicht sich Menschen manipulieren lassen. Und dass alles noch auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das Ganze noch beunruhigender.

"Die Welle" ist wirklich sehr gut und flüssig geschrieben. Es gehört, meiner Meinung nach, gerechtfertigt zu den besten Jugendbüchern der Welt. Es führt einem wunderbar vor Augen wie leicht man sich von einer Sache mitreißen lässt. Immer wieder nehmen wir Menschen es in Kauf, dass jemand anderes uns vorschreibt, wie wir zu handeln haben. Meistens aus Bequemlichkeit, denn ein anderer nimmt einem das Denken ab. Wie praktisch!

Nein, gar nicht praktisch. Wir müssen selbst Verantwortung übernehmen, für das, was wir tun. Wir sollten uns nicht für etwas Besseres halten, nur weil wir einer bestimmten Gruppe angehören. Menschen sind alle gleich und man sollte keinen Unterschied aufgrund von Hautfarbe, Religion oder sonstigen machen.

Fazit

Ich gebe diesem Buch die volle Punktzahl, denn es rüttelt einen nicht nur wach, sondern die Handlung fliegt an einem vorbei wie ein Film. Man möchte wissen, wie es weitergeht und schon ist die Woche, die in dem Roman vergeht, innerhalb von ein paar Stunden aufgesogen. Und obwohl man diesen Roman so schnell lesen kann, entgeht einem der Appell nicht: Denkt eigenständig und lasst euch nicht manipulieren, auch wenn eure Freunde anderer Meinung sind! Steht couragiert für eure eigenen Interessen und Meinungen ein und lasst euch nicht von anderen einschüchtern. Nicht immer hat die breite Masse Recht!

Catherine Bühnsack - myFanbase
17.06.2007

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