Preview: Three Rivers

"Three Rivers" heißt die Ärzteserie, die CBS 2009 auf Sendung schickte. Hauptdarsteller sind der mittlerweile aus "Hawaii Five-0" bekannte Alex O'Loughlin und als die Shane in "The L Word" bekannt gewordene Katherine Moenning.

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Worum geht es?

"It has to be a gift", sagt Dr. David Lee (Daniel Henney) in der Pilotfolge von "Three Rivers". Damit meint er die Organspende. Ein Geschenk soll es sein, das die Familie den auf Organe wartenden Menschen machen soll. Denn, wenn das Gehirn keine Strömungen mehr zeigt, aber die Organe im Körper noch lebensfähig sind, wird die Frage der Organspende wohl vielen Angehörigen gestellt.

Das "Three Rivers Regional Center" hat die beste Transplantationsabteilung des Landes. Kein Krankenhaus der USA hat einen besseren Ruf. In der Stadt Pittsburgh gelegen, arbeiten in dem modernen Krankenhaus Ärzte und Schwestern für den Patienten und kümmern sich um dessen Genesung. Doch manchmal reichen die besten Medikamente nicht und es kann nur noch ein Organ helfen. Wer sich in einer solchen Situation im "Three Rivers" befindet, hat wohl Glück im Unglück gehabt. Der Leiter des Transplantationsteams Dr. Andy Yablonski (Alex O'Loughlin) genießt auf seinem Gebiet – ebenso wie die Klinik – einen exzellenten Ruf. Mit ihm arbeiten Dr. Miranda Foster (Katherine Moenning), deren Vater schon im "Three Rivers" gearbeitet hat, und Dr. David Lee im Team. Der gerade erst eingestellte Ryan Abbott (Christopher J. Hanke) ist für die Koordination der Organspenden verantwortlich und soll stets ein passendes Organ besorgen. Die Leiterin der Klinik ist Dr. Sophia Jordon (Alfre Woodard).

Die Hauptdarsteller

Alex O'Loughlin spielt Andy Yablonski

Der 1975 geborene Australier Alexander O'Loughlin spielte in "Moonlight" seine erste Hauptrolle einer amerikanischen Produktion, war davor jedoch schon in sieben Episoden der Erfolgsserie "The Shield" zu sehen. Für seine Rolle in der australischen Serie "The Incredible Journey of Mary Bryant" wurde er insgesamt zwei Mal für einen Award nominiert.

Christopher J. Hanke spielt Ryan Abbott

In "Three Rivers" ist Christopher J. Hanke das erste Mal im TV oder Kino zu sehen. Schauspielerfahrungen sammelte er am Theater und konnte sogar schon am Broadway Erfolge feiern. So war er in "Cry Baby" zu sehen und erntete großes Kritikerlob. Ebenso gehörte er zur Orginalbesetzung von "In my Life" und war in "Rent" zu sehen. 2009 stand er das erste Mal für einen Kinofillm vor der Kamera.

Daniel Henney spielt Dr. David Lee

Am 28. November 1979 geboren, wuchs Daniel Henney in Carson City in Michigan auf und begann 2001 seine Modelkarriere. Schnell wurde die Modewelt auf ihn aufmerksam und er wurde ein gefragtes, internationales Model, bevor er sich bald auch der Schauspielerei widmete. Mit Auftritten in koreanischen Filmen und TV-Shows wurde er dort ein großer Star. Sein größter Erfolg war "Wolverine".

Katherine Moenning spielt Dr. Miranda Foster

Geboren wurde Katherine Sian Moennig am 29. Dezember 1977 in Philadelphia, Pennsylvania. Über ihr Privatleben schweigt sie sich aus. Jedoch ist sie häufig mit Francesca Gregorini gesehen worden. Ihre Schauspielkarriere begann 1987, indem sie eine eigene Fassung von "Winnie the Pooh" schrieb. Ihren Durchbruch hatte sie als Shannon in der Hitserie "The L Word".

Justina Machado spielt Pam Acosta

Mit puerto-ricanischen Wurzeln in der Familie wuchs Justina in Chicago auf. Sie ist die Älteste von fünf Geschwistern. Schon in Chicago entdeckte sie ihre Liebe zur Schauspielerei und war an den örtlichen Theatern zu sehen. Nach der Schule ging sie nach New York, um dort Fuß zu fassen. Bekannt wurde sie in der Rolle der Vanessa Diaz in "Six Feet Under".

Alfre Woodard spielt Dr. Sophia Jordan

Alfre Ette Woodard sagt über sich selbst: "Ich bin Mutter und Ehefrau. Das ist es, was ich im Leben mache. Das ist meine Identität. An zweiter Stelle bin ich Schauspielerin." Für eine Frau, die es mit ihrer Schauspielkarriere sehr weit gebracht hat und weltweit bekannt ist, klingt dies sehr bescheiden und bodenständig, was allerdings anscheinend zu Alfres Persönlichkeit passt... mehr


Die Pilotfolge – Kritik

Es ist eigentlich nichts Ungewöhnliches mehr, dass es zu Beginn einer jeden Serie immer wieder einen Austausch an Schauspielern, Storylines und Ähnlichem gibt. So hatten auch die Produzenten und Verantwortlichen von "Three Rivers" im April einen Piloten fertiggestellt, der wohl nicht mehr zur Ausstrahlung kommen wird. Es ist nun die zweite Folge die als Pilot für "Three Rivers" herhält und dem Zuschauer die neue CBS-Ärzteserie vorstellt. Das sorgt – wohl anders als der eigentliche Pilot – dafür, dass die Zuschauer direkt in das Arbeitsleben im "Three Rivers" eintauchen können.

Die Folge und damit die Serie beginnt so, wie fast jede "Dr. House"-Folge mit einem Ereignis der zukünftigen Patienten. In diesem Fall sind es gleich zwei Patienten, die im Laufe der Folge noch mit den Ärzten auf die ein oder andere Weise konfrontiert werden. Nach der Vorstellung der Patienten werden wir auch dem Krankenhaus und den Ärzten nacheinander vorgestellt. Es herrscht Alltag im Krankenhaus, auch wenn alles drunter und drüber geht. Es ist natürlich schwer, eine solche Menge an Charakteren gleich in der Premiere richtig vorzustellen, und so erfahren wir nur lückenweise, was sie im Einzelnen antreibt und bewegt. Während Alex O'Loughlins Charakter zwar eine Menge Screentime bekommt, kann man selbst nach der ersten Folge nicht sagen, dass man ihn kennt.

Bei Katherine Moennings Dr. Foster ist dies schon anders. Direkt in ihrem ersten Fall in der Serie wird sie mit ihrer eigenen Kindheit konfrontiert und der Zuschauer kann einmal hinter den weißen Kittel und die geföhnten Haare blicken. Ebenso Christohers J. Hankes Ryan Abbott wirkt einem nun vertrauter. Gerade erst ins Krankenhaus gekommen, ist er noch der, den die Ärzte zum Einkaufen schicken und an dem sie ihre Späße ausprobieren. Er weiß noch nicht ganz, wie er mit dem Thema Organspende umgehen soll und geht so einen Schritt zu weit. Dennoch meint er es nur gut.

Auf den ersten Blick sehen die Zuschauer aber auch das Krankenhaus, das einen futuristischen Eindruck macht. Der Besprechungsraum könnte dabei fast der neuen Kommandobrücke des Raumschiffs Enterprise Konkurrenz machen. Dem Look der Serie schadet dies natürlich weniger, obwohl die vielen Monitore manchmal auch eine Spur zu viel des Guten sind. Diesem modernen Look passen sich auch die Darsteller perfekt an. Alle sind sie jung, hübsch und gut in ihren Rollen. Eigentlich kein schlechtes Zeichen, wo es neben McSexy und McDreamy doch bestimmt noch ein paar neue Lieblingsärzte der Zuschauer geben könnte.

Ebenso für den so großartigen Look der Serie sorgt das Licht, die Schnitte und auch die Farben. Ganz unkrankenhausmäßig ist im Three Rivers sehr viel Farbe enthalten. Es ist dennoch transparent und modern und wirkt doch steril. Der Look überzeugt.

Trotz 40 Minuten "Three Rivers" kann man über die Qualitäten des Writings noch nicht viel sagen. Der Pilot war gut, nicht überragend, aber dennoch überzeugend. Die Patientengeschichten sind spannend, berührend und es wird einem ein Einblick in die Arbeit der Ärzte gegeben, der definitiv Lust auf mehr macht.

Im Zeichen des Übermaßes an Ärzteserien ist es wirklich mutig und interessant eine Serie mit einem Transplantationsteam als Aufhänger zu machen. In anderen Ärzteserien wird das Thema zwar immer wieder aufgegriffen, hier aber kann internsiv darauf eingegangen werden. Und bei allem ist dies natürlich auch eine Werbung für die Organspende und wird das Thema vielleicht etwas mehr in den Fokus rücken.

Ob das Thema Organspende und Transpantationen als Serie überhaupt zu vermitteln ist, bleibt abzuwarten. Denn obwohl die Geschichten der Patienten immer anders sind, so kann dies auf Dauer doch – trotz interessanter Nebengeschichten – etwas eintönig werden. Früher oder später muss man sich also entscheiden, auch einmal etwas anderes in die Serie miteinzubringen. Denn selbst bei "Dr. House" passiert ab und an etwas außergewöhnliches. Und während "Dr. House" den Vorteil hat, alle möglichen Arten von Krankheiten etc. zeigen zu können, scheitert dies hier schon zu Beginn. Der Zuschauer weiß, dass der Patient, der kommen wird, ein Organ braucht. Nur wenn die Autoren es in den nächsten Folgen schon schaffen, dem Zuschauer eine Überraschung zu geben, wird der wohl weiter am Ball bleiben. Gerade weil die Serie in den USA ein großes Konkurrenzprogramm hat und sich gegen einige etablierte Serien behaupten muss. Die Chancen stehen jedoch nicht schlecht, mit den richtigen Entscheidungen eine gute, anständige Serie zu werden.

Fazit

Viel kann man noch nicht sagen, aber mit den richtigen Entscheidungen in der Zukunft und einer guten Umsetzung des Themas könnte "Three Rivers" wirklich eine interessante Serie werden. Der Pilot zumindest macht Lust auf mehr und lässt für die Zukunft hoffen.

Eva Klose - myFanbase

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