DVD-Rezension: The Last Ship, Staffel 3

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Fast genau sieben Monate nach Veröffentlichung der zweiten Staffel von "The Last Ship" ist nun ab dem 24. Februar 2017 auch die dritte Staffel der für TNT produzierten Serie endlich auf DVD und Blu-ray im deutschen Handel erhältlich. Neben den altbekannten Gesichtern wie Eric Dane, Adam Baldwin und Mark Moses, stoßen mit Elizabeth Röhm, Hiroyuki Sanada, Bridget Regan und LaMonica Garret in der dritten Staffel, die in den USA ab dem 19. Juni 2016, mit einer kleinen Verzögerung auf Grund des Attentats von Orlando, ausgestrahlt wurde, neue Darsteller zum Cast. Und während "The Last Ship" von TNT bereits bis zur einschließlich fünften Staffel verlängert wurde, hat es die Actionserie in Deutschland leider immer noch nicht ins Free-TV geschafft, sondern war bisher lediglich über den Pay-TV-Sender TNT Serie oder diverse Video-on-Demand-Dienste zu sehen.

Inhalt

Foto: Eric Dane, The Last Ship - Copyright: polyband
Eric Dane, The Last Ship
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Nach der grausamen Ermordung von Dr. Rachel Scott (Rhona Mitra) setzt die Crew des Zerstörers U.S.S. Nathan James, unter der Leitung von Captain Tom Chandler (Eric Dane), der mittlerweile zum Chief of Naval Operations befördert wurde, alles daran, ihre Mission fortzusetzen und den Impfstoff gegen die tödliche Seuche auf der ganzen Welt zu verteilen. Doch als klar wird, dass China anscheinend die Verteilung des Impfstoffs verhindert, macht sich Captain Chandler auf den Weg, um mit dem chinesischen Präsidenten Peng (Fernando Chien) die Angelegenheit zu klären. Und während in Japan eine neue Form der "Roten Grippe" ausbricht, mit einem angeblich mutierten Erreger, sind Captain Slattery (Adam Baldwin) und seine Crew unterwegs nach Südostasien, um dort den lebensrettenden Impfstoff auszuliefern. Als die Navy-Soldaten dort plötzlich von Piraten gefangen genommen und verschleppt werden, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, bei der es Captain Chandlers oberste Priorität ist, sein Team zu retten, während der Präsident der Vereinigten Staaten, Jeff Michener (Mark Moses), von den Kidnappern massiv unter Druck gesetzt wird.

Rezension

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The Last Ship
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Während sich die erste Staffel von "The Last Ship" darum drehte, ein Heilmittel gegen ein äußerst fieses Virus zu finden, welches bereits 80 Prozent der Weltbevölkerung dahin gerafft hatte, ging es in der zweiten Staffel der Actionserie daran, dieses Heilmittel zu verteilen und die Nathan James nach Hause zu bringen. Nun in der dritten Staffel dürfen wir als Zuschauer miterleben, wie Amerika an den mühsamen Wiederaufbau seines geliebten Landes geht. Und dabei kämpft die Crew der Nathan James nicht nur tapfer gegen diverse Feinde an allen Fronten, sondern muss sich besonders die Frage stellen, warum der asiatische Raum anscheinend nicht auf das Heilmittel reagiert. Schnell geraten unsere altbekannten Soldaten dabei in einen zunächst undurchsichtigen Komplott ungeahnten Ausmaßes, welches in erster Linie zu einer fetten Portion Action führt. Und hier hebt sich die dritte Staffel nochmal deutlich von den vorherigen zwei Staffeln ab, denn den Zuschauer erwarten deutlich mehr, im wahrsten Sinne des Wortes, explosive Action, halsbrecherische Stunts und brutale Kampfszenen. Mit einem rasanten Tempo rauschen die dreizehn Episoden an einem vorbei und lassen dabei wie gewohnt absolut keine Langeweile aufkommen. Auch die Story ist überraschend ausgeklügelt und lässt den Zuschauer lange mitspekulieren und im Unklaren darüber, warum China, Japan und Vietnam sich so gegen die rettende Hilfe der Nathan James sträuben. Die einzelnen Handlungsstränge scheinen dabei zwar zuerst in unterschiedliche Richtungen zu verlaufen, führen aber zum Ende der Staffel zu einer runden Sache zusammen. Besonders der erste Teil der Staffel, als einige Crewmitglieder von dem japanischen Rebellen Takehaya (Hiroyuki Sanada) entführt wurden, konnte den Zuschauer mitreißen und gehörte für mich persönlich zu den Highlights der Staffel. Auch wenn Takehaya seinem sagenumwobenen Ruf als angeblicher John Wick der Piraten nicht so wirklich gerecht werden konnte, überzeugte seine Rolle dafür in anderen Punkten umso mehr und wurde um Längen komplexer dargestellt als zum Beispiel einige andere Charaktere der Stammbesetzung.

Foto: Eric Dane, Bren Foster & Bridget Regan, The Last Ship - Copyright: polyband; Doug Hyun
Eric Dane, Bren Foster & Bridget Regan, The Last Ship
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Denn auch wenn es sich bei "The Last Ship" um eine Actionserie handelt und man daraus folgend Anspruch hier wohl etwas zurückschrauben sollte, hat mir in der dritten Staffel trotzdem der emotionale Zugang zu den einzelnen Charakteren extrem gefehlt. Den Autoren ist es leider nicht gelungen, beziehungsweise ich habe auch gar nicht erst den Versuch dessen bewusst wahrgenommen, dem Zuschauer einzelne Schicksale näher zu bringen. Und das sie es können wurde ja in den ersten beiden Staffeln durchaus gezeigt, indem immer wieder persönliche und berührende Geschichten der einzelnen Soldaten dazwischen geschoben wurden, die einem die Charaktere näher brachten. Zudem wird leider auch immer sichtbarer, dass Eric Dane schauspielerisch absolut nicht in der Lage ist, den Helden der Geschichte überzeugend darzustellen. Captain Tom Chandler wirkt nicht nur völlig steif und emotionslos, auch Danes gespieltes Underacting ist häufig einfach deplatziert. Mir persönlich fehlten in der dritten Staffel ganz klar die authentischeren und menschlich zugänglicheren Rollen wie die von Dr. Rachel Scott oder Tex (John Pyper-Ferguson), der ja leider nur in den letzten drei Episoden zu sehen ist, die in den vorherigen Staffeln etwas Auflockerung in die sonst stereotypischen Soldaten-Charaktere brachten. Leider haben auch die weiblichen Neuzugänge der dritten Staffel Elizabeth Röhm, Bridget Regan und Dichen Lachman mit ihren Charakteren hierhingehend absolut nichts beigetragen, da auch ihre Rollen nur stereotyp und komplett austauschbar waren und absolut nicht als Ersatz für Dr. Rachel Scott taugten. Denn auch wenn Elizabeth Röhm als Allison Shaw wenigstens noch für einige Überraschungen gut war, blieben die Charaktere Sasha Cooper und Jesse komplett gesichtslos.

Specials

Um es mal auf den Punkt zu bringen, viel besser geht's eigentlich nicht. Die Box der DVD zur dritten Staffel von "The Last Ship" ist randvoll mit diversen Specials und neben einem Rückblick auf die letzten Staffeln findet der Zuschauer unter den Punkten "Inside the Episode" zu jeder einzelnen Folge interessante Hintergrundinfos. Zudem gibt es auf der letzten DVD noch ein "Behind the Curtain", welches die Charaktere Chandler, Sasha, Slattery und Wolf nochmal intensiv durchleuchtet. Ebenso findet der Zuschauer dort auch noch die Menüpunkte "Woman of The Last Ship" und "Overview Staffel 3".

Technische Details

Erscheinungstermin: 24. Februar 2017
FSK: ab 16 Jahren
Laufzeit: ca. 520 Spielminuten (13 Episoden)
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprachen (Tonformat): Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch

Fazit

Auch wenn die dritte Staffel von "The Last Ship" in punkto Action nochmal eine ordentliche Schippe Wumms drauf legt und den Zuschauer mit einem spannungsgeladenen Tempo durchgehend am Fernseher fesseln kann, fehlte mir persönlich das letzte bisschen an Herz, um komplett zu überzeugen. Allen Charakteren fehlte es leider an menschlicher Authentizität um wirklich zu Helden aufzusteigen und den Zuschauer damit auch emotional an die Serie zu binden.

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Nina V. - myFanbase

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