Preview: My Own Worst Enemy

Einmal mehr wagt ein Kinoschauspieler den Schritt ins TV-Buisness. Mit "My Own Worst Enemy" bekommt Christian Slater seine erste Serienhauptrolle, doch leider steht das Aus der Serie schon jetzt fest.

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Worum geht es?

Henry Spivey führt ein scheinbar perfektes Leben: Er ist glücklich verheiratet, hat zwei Kinder und einen guten Freund, mit dem er zusammen in der gleichen Firma arbeitet. Doch auf einmal erwacht Henry mitten in Russland, wird als Spion bezeichnet und plötzlich von seinem besten Freund gerettet. Zurück in Amerika erfährt Henry, dass er gar nicht wirklich existiert, sondern lediglich konstruiert wurde und als Tarnung für seine wahre Identität, Edward Albright, dient. Edward ist Agent und hat sich vor 19 Jahren freiwillig zu einem Projekt gemeldet, bei dem ihm eine zweite Persönlichkeit mittels eines Chips implantiert wurde. Doch der Chip von Edward scheint nicht mehr richtig zu funktionieren, weswegen Henry und Edward nun in den verschiedensten Situationen ihre Persönlichkeiten wechseln und jeder sich demnach auf das Leben des anderen einstellen muss, damit sie beide überleben können.

Die Hauptdarsteller

Christian Slater spielt Henry Spivey/Edward Albright

Der am 18. August 1969 in New York geborene Christian Michael Leonard Slater ist, nicht zuletzt durch seine Eltern, im Schauspielbuisness groß geworden. Nach seiner Rolle in "Heathers" war er als Badboy verschrien und lebte dieses Image auch im Privaten aus. Da er immer wieder in Actionfilmen Rollen übernimmt, lernte er unter anderem Karate und hat den grünen Gürtel erlangt.

Mike O'Malley spielt Tom Grady/Raymond Carter

Michael Donald O'Malley wurde am 31. Oktober 1966 in Boston, Massachusetts geboren. Das Markenzeichen des zweifachen Vaters ist die Tatsache, dass er privat immer eine Kappe trägt. TV-Zuschauer kennen ihn vor allem durch seine Rolle des Jimmy Hughes aus "Yes Dear", die er insgesamt sechs Jahre lang verkörperte. Doch auch ansonsten ist er sowohl im TV-, als auch im Filmgeschäft aktiv.

Saffron Burrows spielt Dr. Skinner

Die Britin Saffron Dominique Burrows ist am 22. Oktober 1972 in London geboren und in einem sehr politisch engagierten Haushalt aufgewachsen. Im Alter von 15 Jahren wurde sie von einem Modelagenten entdeckt und arbeitete lange in dieser Branche bis sie sich für's Schauspielern entschied. Seit den 90er Jahren ist sie immer wieder in Filmproduktionen zu sehen.

Mädchen Amick spielt Angie Spivey

Ihren ungewöhnlichen, deutschsprachigen Vornamen verdankt Mädchen Amick ihrer deutschstämmigen Mutter, die keinen konventionellen amerikanischen Namen für ihre Tochter wollte. Mädchen Amick wurde am 12. Dezember 1970 in Sparks, Nevada geboren. Sie begann schon früh, sich für künstlerische Tätigkeiten zu interessieren und spielte... mehr

Taylor Lautner spielt Jack Spivey

Geboren am 11. Februar 1992 in Grand Rapids, Michigan, hat Taylor Lautner schon von klein auf eine bemerkenswerte Karriere hingelegt. Mit sechs Jahren begann Taylor Karateunterricht in "Fabiano's Karateschule" zu nehmen und gewann zahlreiche Wettkämpfe. Im Alter von acht durfte er sogar mit Mike Chat, einem Karate-Profi, der sieben Mal in Folge... mehr

Alfre Woodard spielt Marvis Heller

Alfre Ette Woodard sagt über sich selbst: "Ich bin Mutter und Ehefrau. Das ist es was ich im Leben mache. Das ist meine Identität. An zweiter Stelle bin ich Schauspielerin." Für eine Frau, die es mit ihrer Schauspielkarriere sehr weit gebracht hat und weltweit bekannt ist, klingt dies sehr bescheiden und bodenständig, was allerdings zu Alfres... mehr


Die Pilotfolge - Kritik

Dass bekannte Film-Schauspieler den Sprung ins Fernsehen wagen, um eine Serienhauptrolle anzunehmen, wissen wir spätestens, seit Kiefer Sutherland in die Rolle des Jack Bauer geschlüpft ist und die Serie "24 - Twenty Four" zu seinem Eigen machte. Nun wagt auch Christian Slater diesen Schritt und verkörpert nicht nur einen Charakter, sondern gleich zwei Charaktere, denn in "My Own Worst Enemy" spielt er einen Mann, in dem zwei Persönlichkeiten leben.

Seit Filmen wie "Fight Club" ist der Anspruch an Geschichten mit gespaltenen Persönlichkeiten jedoch erheblich gestiegen und so mag man der Grundidee von "My Own Worst Enemy" vielleicht eher skeptisch gegenüberstehen. Da kann die Serie jedoch sofort entgegenwirken, denn die beiden Persönlichkeiten von Christian Slater sind nicht psychologischer Natur, sondern wissenschaftlicher. Es ist also kein unglücklicher Zufall, dass die beiden Identitäten in einem Körper hausen, sondern es war geplant, es war ein Projekt, es war - zumindest einem der beiden - von Beginn an bewusst.

Edward, Agent im Dienste der Vereinigten Staaten, hat sich vor knapp 20 Jahren für ein Projekt eingeschrieben, bei dem ihm eine zweite Persönlichkeit eingeplanzt wurde: Henry. Im Gegensatz zu Edward ist Henry ein liebenswürdiger Familienvater, der sich für seine Familie aufopfert und die Sympathien sofort auf seiner Seite hat - um so gerissener von den Autoren, dass Henry nur das Konstrukt eines Regierungsprojektes ist, der "eingeschaltet" wird, sobald Edward seine Missionen beendet hat und ein "normales" Leben führen soll.

Doch natürlich kommt es, wie es eben kommen muss, um den Spannungsbogen in der Serie aufzubauen: Edward hat eine Fehlfunktion, so dass Henry nicht mehr "eingeschaltet" werden kann, sondern zu den unmöglichsten Zeiten einfach "aktiviert" wird und somit lernt, dass er nur eine Konstruktion ist, niemals geboren wurde und ein Großteil seiner Erinnerungen eine einzige Lüge ist. Doch nicht nur Henry muss sich mit dem neuen Umständen zurecht finden, sondern auch Edward, der nun das Leben des Familienvaters und Ehemannes kennenlernen und vorallem leben muss. Für die Darstellung der beiden Persönlichkeiten haben die Macher der Serie definitiv den richtigen Schauspieler gefunden, denn Christian Slater schafft es, beide Charaktere unterschiedlich in ihrer jeweiligen Gestik und Mimik darzustellen, so dass man zu jeder Zeit erkennt, mit welcher Persönlichkeit man es gerade zu tun hat. Das ist vor allem dann sehr spannend, wenn die beiden mittels ihres Handys via Videobotschaften miteinander kommunizieren.

Neben Henry und Edward, die natürlich im Fokus der Serie stehen, können jedoch auch die anderen Charaktere überzeugen. So unsympathisch Edward im Vergleich zu Henry auch wirken mag, wobei dies nicht immer der Fall ist und Henry teilweise zu nett, zu sympathsich, zu perfekt erscheint, mit Raymond wurde ein Charakter geschaffen, zu dem man keinerlei Beziehung aufbauen kann, da er geradezu Roboterartig wird. Auch Raymond ist im gleichen Programm und hat eine andere Persönlichkeit, Tom, die mit Henry befreundet ist und auch nichts von seiner anderen Identität weiß. Weder zu Tom, noch zu Raymond kann man eine Beziehung aufbauen, was jedoch keinesfalls störend wirkt, da man sich ohnehin erst mal in die Geschichte einleben muss.

Und genau dies ist der Punkt, an dem die Serie noch einmal mit Spannung auftrumpfen kann, denn das Interesse an dem Regierungsprojekt wird geweckt. Man will erfahren, warum dieses Projekt ins Leben gerufen wurde und man die Agenten nicht einfach darin trainiert, selbst ein "normales" Leben führen zu können. Man will erfahren, wie viele andere Personen es noch gibt, die sich dem selben Projekt unterzogen haben, dass seit nun mehr 20 Jahren besteht. Man will erfahren, was genau Edward und Raymond dazu veranlasst hat, sich an diesem Projekt zu beteiligen und ob Edwards Fehlfunktion nur ein Zufall war, oder ob es einen solchen Fall schon einmal gab oder demnächst noch einmal geben wird.

Fazit

Der Pilot konnte durchweg überzeugen und versprach eine spannende Serie, die mit sehr viel Potenzial interessante Wendungen erzählen konnte. Die Tatsache, dass "My Own Worst Enemy" schon jetzt das Serien-Aus erfahren musste, lässt sich keinesfalls auf die Qualität der Serie zurückführen, jedoch sollte man sich überlegen die Serie zu beginnen, wenn man der Tatsache ins Auge sehen muss, dass man kein ordentliches Ende präsentiert bekommen wird.

Annika Leichner - myFanbase

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