Bewertung: 7

Review: #4.12 A Hell Of A Week (2)

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In der vergangenen Woche erlebten wir die auf Randall fokussierte Episode der "A Hell of A Week"-Trilogie, nun ist Kevin an der Reihe. Verlassen haben wir Kevin nach einer erfolglosen Runde seine Traumfrau zu finden, da ist es doch ein Zeichen des Himmels, dass sich ausgerechnet in diesem Moment Sophie bei ihm melden muss. Ähnlich wie bei Randalls Episode überwiegt erst einmal ein Gefühl der Bedrückung, doch zum Glück hilft die spürbare Verbundenheit zwischen Kevin und Sophie über diese Traurigkeit hinweg. Es war eine wunderbare Episode, bei der es durch die Harmonie zwischen Alexandra Breckenridge und Justin Hartley auch nicht gestört hat, dass alle anderen Geschichten pausiert haben, doch die Wendung am Schluss fügt sich nur sehr schlecht in das entstandene Bild ein uns lässt den Zuschauer dann doch überrascht und unzufrieden zurück.

Imagine the perfect ending

Es ist ein schmerzlicher Anlass, der Kevin zurück in die Arme seiner einstigen Ehefrau führt und von den beiden Akteuren wurde die Trauer über den Tod von Sophies Mutter ergreifend umgesetzt. Auf der einen Seite haben wir Kevin, für den Claire stets dann eine Stütze war, wenn er in seiner eigenen Familie das Gefühl hatte, neben seinen Geschwistern in den Hintergrund zu rücken. Auf der anderen Seite steht Sophie, die kein einfaches Verhältnis zu ihrer Mutter hatte, sie aber dennoch innig geliebt hat. Die Verbundenheit zwischen den Figuren wird trefflich durch die Flashbacks ich glaube, dass es noch keine Episode mit allen vier Kevins gab, oder? unterstützt, die in allen Ebenen zeigen können, wie nahe sich Sophie und Kevin einst standen und immer noch stehen. Es sind Kleinigkeit, wie die Donuts, die Überlegungen zum Ende von "Good Will Hunting" oder der Ring von Sophies Großmutter, durch die man als Zuschauer in jeder Sekunde spürt, wie gut Kevin und Sophie zueinander passen und dass sie sich beide in- und auswendig kenn. Daher genießt man das Zusammensein von Kevin und Sophie sehr, man schiebt unangenehme Gedanken leichtfertig von sich und möchte für einen Moment genießen und hoffen, dass den beiden ein Happyend beschert ist.

Leider soll dem nicht so sein. Nachdem Kevin und Sophie sich das Ende von "Good Will Hunting" an einem Ort ansehen, der für Kevin das Ende seiner Kindheit bedeutet hat, scheint das Ende einer Ära unvermeidbar. Sophie kehrt zu ihrem Verlobten zurück und Kevin fliegt seinerseits wieder nach L.A.. Jedes Mal, wenn Sophie in der Geschichte auftaucht, nur um dann gleich wieder zu verschwinden, frage ich mich, warum das nötig gewesen ist. Denn der Funke, der stets wieder auf den Zuschauer überspringt, konnte bisher mit keiner anderen Frau in Kevins Leben erhalten werden und so ist es eine große Enttäuschung, Kevin dann augenblicklich mit Madison ins Bett steigen zu sehen. Sie ist wie ein Trostpflaster auf einer Verletzung, über die man sich am nächsten Tag gehörig ärgern wird. Ich finde es sehr schade und auch irgendwie unnötig, dass die schönen Momente zwischen Kevin und Sophie auf diese Weise in den Hintergrund gedrängt werden. Nicht dass ich grundsätzlich etwas gegen Madison habe, doch bedenkt man, dass sie bereits seit Staffel 1 Teil der Serie ist, dann kann man ohne Einwände behaupten, dass sie einem ungefähr so stark ans Herz gewachsen ist wie Miguel. Zwar ist Madison häufig am Rande des Geschehens zu sehen und durch ein paar Witze konnte sie durchaus schon einige Lacher entlocken, doch abgesehen davon ist sie bisher ziemlich blass und unscheinbar geblieben, weshalb ich sie mir langfristig nicht an Kevins Seite vorstellen kann. In Anbetracht dessen finde ich es fast schon nervig, dass Kevins nächster Flirt nach dem mit Lizzy ebenso bedeutungslos ist und in Sachen Chemie mit Kevins Verbindung zu Sophie keinesfalls mithalten kann.

Kurze Eindrücke

  • Kaz Womack als vierjähriger Kevin wurde wunderbar gecastet. Besonders im direkten Vergleich mit Parker Bates und Logan Shroyer hat er mir sehr gut gefallen. Selbst dieser kleine Junge konnte den charismatischen, sanftmütigen und liebebedürftigen Kevin sehr gut darstellen.
  • Ich bin wirklich gespannt, was es nun mit Kate und Marc auf sich hat und freue mich auf die nächste Woche.
  • Sophies Trauerrede kam von Herzen. Es war der Blick auf Kevin, der Sophie bei dazu brachte, nicht in Tränen auszubrechen.
  • Zu schade, dass wir keinen richtigen Blick auf Sophies Verlobten erhaschen konnte.
  • Steht Kevin kurz vor einem Rückfall? Schließlich war sein Neffe für Kevin immer eine Art Rettungsanker.


Fazit

Es hätte eine perfekte Episode mit einem perfekten Ende sein können. Ähnlich wie Kevin und Sophie sich dies für einen Film ausmalen, malt es sich der Zuschauer für die beiden aus. Leider wird man enttäuscht, stattdessen wird die Episode ihrem Titel gerecht und lässt Kevin nach einem gefühlvollen Wiedersehen mit Sophie im Bett mit einer ganz anderen Frau zurück. Ich hoffe sehr, dass die Episode im Verlauf der Staffel dann doch noch zu etwas gut war, momentan fällt es mir aber schwer, das zu glauben. Aber vielleicht ist es ja auch, wie Kevins Regisseur gesagt hat und mit Madison beschert man uns das Ende für Kevin, das wir wollen aber nicht kommen sehen.

Marie Florschütz - myFanbase

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