Bewertung: 7

Review: #4.07 The Dinner And The Date

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Man scheint in dieser Staffel ein Fan zu sein von Familien-Dinnern mit Konfliktpotential, denn nachdem uns bereits in #4.05 Storybook Love eine spannungsgeladene Zusammenkunft gezeigt wurde, rekapitulieren wir dies nun in mehreren Zeitebenen. Zum einen hätten wir da das Dinner bei Rebecca und Jack, zu dem Mr. Lawrence und dessen Frau eingeladen sind, zum anderen erleben wir Randall und Beth, die Maliks Familie zu sich einladen. Beide Treffen ergeben sich aus dem Bedürfnis heraus, dass die Elterngeneration sich um ihren Nachwuchs sorgt und so passen die beiden Dinner-Szene recht gut zusammen. Gleichzeitig schafft es "This Is Us" zudem, die zuletzt brachliegende Storyline von Déjà wieder aufzugreifen, was äußerst gut gelungen ist. Dabei fällt es positiv auf, dass man sich dieses Mal auf weniger Geschichten konzentriert und somit aus den vorhandenen Storyelementen mehr herausholen kann.

Familie Lawrence

Es war nach Jacks Aufeinandertreffen mit Mr. Lawrence absehbar, dass es hier viel Klärungsbedarf gibt und ich bin froh, dass man dieses Thema nicht lange vor sich hergeschoben hat, da ich es gern abgehakt wissen. Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist Randalls Problem damit, sich mit seiner Hautfarbe zu identifizieren, was sowohl innerhalb der Familie als auch innerhalb der Gesellschaft eine große Hürde für Randall darstellt. Die Allgegenwärtigkeit dieses Aspekts von Randalls Leben überträgt sich auch in die Gegenwart, doch später mehr dazu. Im Fall der Flashbacks wird hier sehr schön deutlich, wie Randall aufblühen kann. Während mir sowohl Randalls Euphorie als auch Kevins, lustige Kommentare recht gut gefallen haben, konnte mich der Standpunkt Jacks nicht recht überzeugen. Uns wurde bereits in #4.06 überdeutlich vor Augen geführt, dass Jack im Umgang mit Randall zu sehr über die Hautfarbe seines Sohnes hinwegsieht, wodurch er sich und auch Randall Steine in den Weg legt. Dass man diese Problematik nun wieder aufgreift und regelrecht breitlatschen muss, kann ich nicht nachvollziehen, mir drängte sich das Gefühl auf, dass Thema bis zuletzt auslutschen zu wollen. Sowohl Jacks Eifersucht als auch sein Gesichtsausdruck, als Randall am Schluss das Gedicht rezitierte, konnten mich nicht abholen, da noch immer nicht klar ist, ob er das Problem nun wirklich verstanden hat. Als ebenso fragwürdig empfand ich Rebeccas zurechtweisende Worte, bedenkt man, dass sie so große Angst hatte, Randall zu verlieren, dass sie William aus Randalls Leben ausschloss, wohingegen sie ihrem Mann versichert, dass er nicht um Randalls Liebe buhlen muss.

Familie Hodges

Das zweite Familiendinner, an dem wir teilhaben dürfen, zeigt erneut zwei aufeinandertreffende Fronten, die auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein könnten. Wieder erleben wir Randall, der seinen Platz als schwarzer Mann in der Gesellschaft noch nicht gefunden hat, beziehungsweise jedes Mal verunsichert reagiert, wenn er auf einen anderen Farbigen trifft. Auch sonst setzt man in diesem Handlungsstrang viele ähnliche Akzente wie in der Vergangenheit. Die erst so unterschiedlichen Charaktere nähern sich nach einem Knall einander an, um dann doch aufzuzeigen, dass sie in ihrem grundlegenden Denken gar nicht so verschieden sind. Gut gezeigt wurde dies bei Beth und Kelly, die sich beide als fürsorgliche Mütter bewiesen haben und nicht zulassen wollten, dass die jeweils andere ihr Kind abschätzig betrachtet.

Während die beiden Dinner somit durchaus ihr netten Momente hatten, war es dann aber doch das Date von Déjà und Malik, das wahrhaft zu berühren wusste. Sie sanfte Art, mit der Malik mit Déjà umging, das Kribbeln, als die Fingerspitzen der beiden sich zum ersten Mal berührten, Déjàs Unsicherheit und ihr Vergleich von Malik mit Randall und schlussendlich der Kuss, waren einfach wunderschön mit anzusehen. Die Liebesgeschichte wird auf eine sehr entspannte und dennoch fesselnde Weise erzählt, bedenkt man, wie viel erfahrener Malik als Déjà ist. Wunderbar abgerundet wurde die Episode damit, dass sowohl Déjà sich ihren Eltern anvertraut, als auch damit, dass Randall und Beth Vertrauen in Déjà setzen.

Kurze Eindrücke

  • Was nicht unerwähnt bleiben sollte, ist die schauspielerische Leistung, die um einiges besser war, als die standardmäßig angespannte Gesamtstimmung. Sowohl Lyric Ross als auch Susan Kelechi Watson wussten in jeder Sekunde zu überzeugen und haben ihre Männer problemlos an die Wand gespielt.
  • Hatte noch jemand kurz Angst, dass sich herausstellen könnte, dass Déjà und Malik verwandt sind?
  • Wo Kevin in der Vergangenheit für Lacher sorgte, wurde dieser Part in der Gegenwart von Tess und Annie übernommen.
  • Es hat nicht gestört, dass wir dieses Mal weder Kate & Toby noch Kevin Cassidy & Nicky gesehen haben. Dennoch hoffe ich sehr, dass man sich Kevin in der nächsten Woche wieder verstärkt widmen wird.


Fazit

Im Großen und Ganzen eine gelungene Episode, die durch großartiges Schauspiel zu überzeugen wusste. Die Fokussierung auf weniger Figuren tat der Handlung gut, dennoch sollte es die Serie zukünftig schaffen, alle Big Three zu zeigen und ihnen gleichermaßen gerecht zu werden.

Marie Florschütz - myFanbase

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